Verdienen Piloten aktuell wirklich so wenig Geld?

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18 Antworten

Es geht weniger ums Geld,als um die erreichte Absicherung hinsichtlich Flugtauglichkeit,Haustarifen und Vorruhestandsregelungen.

Da die LH den Status Quo aufkündigt,provoziert Sie Streiks.

Nicht alle Piloten verdienen so gut.Je nach Airline und Betriebszugehörigkeit können es auch nur knapp die Beträge sein,die Du in Frage stellst.

Trotz allem musst Du das Große Mitleid natürlich nicht haben.Es geht hier aber um grundsätzliches ,um Ansprüche,erworbene Rechte und auch der Vermeidung von Ausgliederung,Tarifflucht und Aushebelung von Tarifbindungen.Und hier auch nach außen zu zeigen,das die Arbeitnehmer nicht zurück in den Manchester Kapitalismus der Zeit der Industrialisierung zurückfallen möchten.

Liebe Grüße

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:37

Danke

Auf der anderen Seite befinden sich sehr viele Arbeitnehmer im Manchester Kapitalismus.

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Nein die Piloten nagen nicht am Hungertuch, aber das hat auch nichts mit der Rechtmäßigkeit eines Streiks zu tun. Es ja nicht erst bittere Not vorliegen bis man etwas gegen drohende oder tatsächliche Nachteile unternimmt oder für bessere Arbeitsumstände kämpft.

Es geht um Altersversorgung, mehr Lohn als Beteiligung an Wachstum der Lufthansa und mehr Sicherheiten.

Hier ein Ausführlicherer Bericht über den Streik.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lufthansa-piloten-107~_origin-4564aed4-b053-4934-aed3-89944ad41356.html

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:53

Naja, wenn ich mir das durchlesen, dann sehe ich, dass die Piloten für all das streiken, für das Millionen andere Arbeitnehmer nicht streiken können.

Ich bekomme aktuell in zisch Jahren ca. 240€ Altersversorgung, streiken kann ich nicht.

Es gibt so ein Sprichwort:

Das, was man hat, das schätzt man erst richtig, wenn es weg ist.

So ein Konzern kann schneller in eine Schieflage geraten als man denkt.

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Warum wird hier jetzt immer und immer wieder die Frage nach den Gründen oder Inhalten für einen Streik gefragt? 

Was kann ein normaler GF-Anwender besser beantworten als das bestreikte Unternehmen oder streikenden Mitarbeiter, vertreten durch ihre Gewerkschaft? 

Abgesehen davon, verdient kein Linienpilot 250.000 €/Jahr, auch nicht bei LH. Um in diese Verdienstklasse zu kommen, braucht man schon einige Qualifikationen mehr, die durch eine entsprechende Berechtigung des Luftfahrt-Bundesamtes bescheinigt werden. 

Und: "... dass die Piloten für all das streiken, für das Millionen andere Arbeitnehmer nicht streiken können." 

Ja, und jede zivile Pilotenausbildung muss vom Bewerber/Schüler selbst finanziert werden, egal, ob über Kredit oder das Schlachten des Sparschweins. Das war noch nie anders - aber man muss den Job ja nicht machen. Wer sich drauf einlässt, sollte natürlich auch die Modalitäten kennen und sich nicht erst hinterher beschweren. 

Millionen AN könnten selbstverständlich für "all das" streiken, wenn die Gewerkschaften nur stark genug wären. Es ist ja nicht verboten, utopische Forderungen zu stellen, auch wenn man, wie Piloten, keinen Ausbildungsberuf gelernt hat, sondern nur ein "Angelernter" ist. 

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Das bilden sie sich ein.

Sehr viele Menschen wären glücklich, ein Zehntel deren Einkünfte zu bekommen. Aber sie sind eben unersättlich.

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:44

Pro Tag kostet der Streik die Lufthansa eine Million € oder mehr, weiß ich nicht mehr genau.

Wenn mein Arbeitgeber pleite ist oder Probleme bekommt, dann ist mein Lohn auch nicht mehr "sicher".

Die Hand, die einen füttert hackt man eigentlich nicht ab.

Nachdem ich nun besser weiß, was so ein Pilot verdient, ist hier die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewahrt.

Analog könnten ja die Manager bei VW, Opel,......... streiken, weil sie zu wenig verdienen.

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Antworten zu den Gehältern hast du bereits bekommen.

Anmerken möchte ich, dass man Gehälter nie in netto angibt, sondern immer in brutto. Welche Abzüge ein Arbeitnehmer hat, darauf hat der Arbeitgeber keinen Einfluss.

Zu deinem Satz Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Piloten mit "nur" mit 3000€ bis 4000€ NETTO nach Hause gehen:

Dann nimm mal das von PawnHitsQueen genannte Anfangsgehalt von 73.000 Euro brutto. Bei geschätzten 45% Abzügen bleiben davon 40150 Euro übrig. Macht ein Monatsgehalt von 3345 Euro, was du dir nicht vorstellen konntest.

Ebenso hast du nicht bedacht, dass die 2-jährige Ausbildung in der Flugschule größtenteil selbst bezahlt werden musste.

Bei der Verantwortung, die ein Pilot trägt, finde ich dieses Gehalt als eher mickrig. Mit am Hungertuch nagen hat das nichts zu tun. Wir leben nicht im Kommunismus, in dem das gehlt unabhängig von der Qualifikation bestimmt wurde.

Bedenken solltest du auch, dass es 2 konkurierende Gewerkschaften gibt, die sich in ihren Forderungen nicht einigen können. Wenn die Eine zufriedengestellt wurde, fängt die Andere an, zum Streik aufzurufen.

Welches Auto Jemand fährt, wie in einem deiner Kommentare angegeben, sagt übrigens nichts über die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse aus.

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Die Piloten beklagen sich in der Regel nicht über ihr Gehalt. Es geht um Altersvorsorge und vor allem um die Arbeitsbedingungen. Schlechte Arbeitsbedingungen können eben als Pilot schnell zum enorem Sicherheitsrisiko führen. In der Regel stimmen die Gewerkschaften dann halt kleinen Gehaltszuschüssen zu. Dies besänftigt die Piloten zwar für eine kurze Zeit, die eigentlichen Probleme bleiben aber.

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Piloten leben ganz einfach ihre Möglichkeiten aus, welche seit Jahrzehnten im Betriebsverfassungsgesetz in diesem Staat als ihnen zustehend genannt sind. 

Och nee:

Diese Möglichkeiten stehen eben nicht nur den Piloten zu. Sie stehen allen organisierten Arbeitenehmern zu. 

Wer also zu faul ist, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern, der braucht sich nicht über jene aufregen, die eben einen etwas höheren Selbstwert haben und leben. 

So einfach ist die Sache. 

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Mich persönlich interessiert es nicht mal, ob die Piloten gute Arbeitsbedingungen haben. Denn in dem Bereich habe ich nie gearbeitet. 

Was nutzt es mir, ständig nach anderen Menschen mit für mich fremden Angelegenheiten zu starren, wenn ich dabei meine eigenen Angelegenheiten und Lebensaufgaben ignoriere?

In meinem Berufsbereich habe ich für Veränderungen mit gesorgt. Das hätte ich nie leisten können, wäre ich ständig mit den Sachen wildfremder Menschen beschäftigt gewesen. 

Denke mal ernsthaft drüber nach. Denn wenn Du zu wenig verdienst, dann liegt es an Dir, ob Du an diesem Zustand was ändern willst oder nicht. Belesen kannst Du Dich dazu heutzutage ganz faul von zuhause aus. 

Zu meiner Zeit kam ein Mensch nur ans Betriebsverfassungsgesetz als Arbeitnehmer, wenn die Person Mitglied einer Gewerkschaft war. Wir haben es noch auswendig gelernt. Ja. Den ganzen Text. Denn wir hatten kein elektronisches Gerät, auf welches wir während Gesprächen und Verhandlungen und Zeug und Sachen zugreifen konnten. 

Von Nix kommt Nix. 

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Mein Nachbar ist zufällig Pilot bei einer großen Fluggesellschaft. Der hat sich jetzt letzte Woche eine Berechtigungskarte von der Tafel geholt, da kann er sich jetzt immer für einen Euro eine Tüte voll Lebensmittel abholen ....

Sagen wir mal so - das ist Jammern auf hohem Niveau! Ein Pilot bekommt eventuell die Ausbildung von keiner Verkehrsgesellschaft finanziert trägt zudem Verantwortung und hat teilweise besch.... Schichtpläne. Dennoch muss hier nicht auf hohem Niveau gejammert werden!

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:40

Ich denk, dass auch deren Lebensstandart seit der Ausbildung sehr gestiegen ist.

Und wenn die LH jetzt sparen will, dann wird sich das auswirken und wer will schon von einer 120m² Wohnung in eine 90m² Wohnung umziehen, so als Beispiel.

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Kommentar von Karl37
28.11.2016, 12:54

Bis jetzt war es noch immer so, das die Pilotenausbildung bei der LH in Bremen  in Höhe von ca. 150'000 Euro zu einem Drittel vom Anwärter getragen wurde und zu Zweidrittel von der LH.

Der Eigenanteil von 50'000 Euro wurde meist mit Bankkrediten finanziert, das bedeutete einen Berufsanfang mit einem Schuldenberg zu beginnen.

Darin unterscheiden sich aber Piloten nicht von den übrigen Menschen. Wenn man keine reichen Eltern besitzt, ist der letzte Teil des Studiums bzw. Promotion mit Krediten zu bezahlen.

Ich komme auch nicht aus einem reichen Elternhaus und musste beim Beginn der Berufstätigkeit jeden Pfenning zweimal drehen und habe es überlebt.

Verantwortung ist schlecht zu quantifizieren, der Kapitän eines Kreuzfahrtschiff besitzt Verantwortung über 5'000 Menschen, hat er deshalb die Zwanzigfache Verantwortung wie ein Flugkapitän?

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das gehalt fängt bei 100000€ an

die nagen auf keinem fall am hungertuch

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:28

Und 20% mehr..... nein, das rechne ich nicht aus.

So viel habe ich nicht mal auf der hohen Kante.

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Die Piloten streiken nicht wegen dem Gehalt. Sie sind sauer, daß Jobs in Billigfirmen "verschoben" werden. Nur dummerweise dürfen sie dagegen nicht streiken, das haben sie versucht und von den Gerichten eine rote Karte dafür erhalten. Also suchen sie sich ein Thema, und das ist eben jetzt das Gehalt, und streiken halt aus dem Grund.

Und genau deswegen werden sie jedes Angebot des Arbeitgebers als ungenügend zurückweisen. Jeder Streiktag kostet der Lufthansa so richtig viel Geld, die Pilotengewerkschaft will die Lufthansa mürbe machen, so daß die von dem Billigflieger-Konzept abrücken.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eurowings-und-lufthansa-der-wahre-hintergrund-des-streiks-a-1118719.html

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Lufthansa-Piloten gehören zu den bestbezahlten Angestellten
Deutschlands. Nach Unternehmensangaben steigen junge Flugoffiziere nach
der zweijährigen, zum guten Teil selbstbezahlten Flugschule mit einem
Grundgehalt von 55.500 Euro ein, das inklusive Zulagen für Schichtdienst
und Flugstunden über das vereinbarte Maß hinaus ein Anfangsgehalt von
rund 73.000 Euro ergeben kann.

Nahezu jedes Jahr folgt nun nach dem sogenannten Senioritätsprinzip
die nächste Gehaltsstufe. Nach derzeit 23 Schritten ist die oberste
Kapitänsstufe mit einem Grundgehalt von 193.000 Euro erreicht, inklusive
Zulagen können das dann mehr als 225.000 Euro brutto werden.

In der von Lufthansa aufgekündigten Übergangsversorgung erhält ein
Ex-Kapitän bis zur gesetzlichen Rente in der Regel bislang 124.000 Euro.
Als Rentner sind dann 54.000 Euro Betriebsrente und rund 23.000 Euro
gesetzliche Rente drin. Die Kündigung dieser Übergangsversorgung zum
Jahresende 2013 und die Bestrebungen der Lufthansa in Sachen
Billigflieger ist ein wichtiges Motiv der Piloten für die Streikserie.

Quelle: http://www.airliners.de/pilotengehalt-lufthansa-bestverdiener-im-cockpit/31906

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:35

55.500€ wären "recht wenig", aber die anderen Summen können schon mit einigen Managergehältern mithalten.

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Kommentar von Schewi
28.11.2016, 12:38

Die Klagen auf hohem Niveau.
Immer wenn ich Streiks sehe, frage ich mich was das soll.

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nach ner alten Definition ist Geld das Ereignis, von dem man nie genug haben kann.

Kommt ja auch übrigens immer drauf an mit wem ich mich vergleiche, um zufrieden oder unzufrieden zu werden.

der Pilot, der seinen Autopiloten eingeschaltet läßt und sich ein Nickerchen in der Kanzel gönnen kann, der vergleicht sich vermutlich nicht mit nem Überland-Busfahrer oder nem Fernfahrer, sondern mit dem Millioneneinkommen das man im höheren Management verdient. Na ja nicht verdient, sondern eben bezieht.

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Kommentar von Pilotflying
29.11.2016, 07:20

Auch ein Pilot kann sich bei eingeschaltetem Autopilot nicht einfach ein Nickerchen "gönnen" und vergleicht seim Einkommen auch nicht mit dem Millioneneinkommen aus dem Management.

Das ist eine Aussage, die fernab jeglicher Realität und noch dazu fachlich völlig falsch ist. 

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Die Frage wird doch mittlerweile jeden Tag hier gestellt.

Bist Du den nicht in der Lage, hier im Forum die Suchfunktion zu benutzen oder den täglichen Nachrichten zu folgen?

Und wie kommst Du zu der Annahme,  jeder Pilot würde 250.000 Eur im Jahr verdienen? 

Viele verdienen auch keine 4000 Eur netto im Monat, haben aber einen riesen Berg Schulden und wären froh, wenn sie überhaupt was verdienen würden. 

Also: einfach mal die täglichen Nachrichten verfolgen. Dann bekommst Du das tägliche Geschehen mit. 

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Es sind nicht die Piloten die streiken, sondern auch die Begleiter. Und ohne Begleiter kann ein normaler Flug stattfinden.

 

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Kommentar von tommy40629
28.11.2016, 12:33

In den Nachrichten haben sie gerade gesagt, dass die Lufthansa Piloten streiken.

Vom Bordpersonal sagten die nix.

Und denen geht es auch gut, meine Nachbarinnen sind 2 Flugbegleiterinnen und beide fahren einen Sportwagen  für mehr als 60.000€ 

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das hängt sehr davon ab bei welcher Firma er / sie arbeitet

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Bei der Lufthansa verdienen sie heute noch ziemlich gut. Bei vielen anderen Fluggeselschaften nicht mehr.

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Ja, bin selber auch Pilot. Lebe am Existenzminimum. 

LG manudavi! :(

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