Verdienen Frauen wirklich weniger Geld als Männer im selben Beruf, Position etc.?

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DAS ERGEBNIS BASIERT AUF 14 ABSTIMMUNGEN

Ja, es ist so, weil... 71%
Nein, es ist nicht so, weil... 28%

15 Antworten

Nein, es ist nicht so, weil...

Ich habe für NEIN gestimmt, weil gerade speziell in diesem Fall der Großteil der Statistiken falsch ist, falsch sein muss. Dazu muss ich sagen, dass ich durchaus der Meinung bin, dass Frauen für gleiche Leistung auch gleiche Entlohnung haben sollten. Für mein NEIN gibt es drei wichtige Gründe, warum Statistiken fast alle gründlich verzerrt sind.

1) Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist seit 2005 erst so richtig auf heutiges Niveau angestiegen. D.h. Frauen rutschen erst langsam in besser bezahlte Positionen, die bis dato von Männern besetzt waren. Das drückt den Durchschnitt, doch dieser Grund relativiert sich zunehmend.

2) Ein Großteil der sogenannten (und in der Statistik mitgezählten) Fraueneinkommen sind keine Fraueneinkommen sondern Familienzusatzeinkommen. Sprich, der Mann ist der Hauptverdiener und Frauen "verdienen dazu". Dabei wollen sie möglichst flexibel für die Familie da sein. Das führt zu einer anderen Einkommensstrategie und zu einem vermehrten Späteinsteigertum in den Beruf. Statistisch drückt das natürlich das Einkommen der Frauen und müsste von reinen "Selbstversorger-Fraueneinkommen" getrennt werden.

3) In der aktuellen Statistik steckt natürlich auch drin, dass erst langsam sich gesellschaftlich durchsetzt, dass Frauen eine ordentliche Bildung und Ausbildung erhalten. Vor allem bei älteren Frauen wird der Einkommensdurchschnitt dadurch gedrückt, dass sie a) Späteinsteiger sind, b) eine geringere Qualifikation haben. Das ändert sich jetzt in deutschen Familien. Jetzt gibt es aber Menschen, die zwei Dinge gleichzeitig wollen ohne den Zielkonflikt zu sehen: Sie wollen vermehrte Einwanderung auch aus Armutsregionen und ob aus den ländlichen Gebieten der Türkei, aus Afrika, aus Tschetschenien oder erst recht Sinti und Roma: Die bringen ein Frauenbild mit, das Jahrunderte hinter unserem hinterherhinkt, aber sie werden, wenn sie einen Hilfsarbeiterjob annehmen, mitgezählt. Hier werden also statistisch zwei Problemfelder gekreuzt, die auseinandergehalten werden müssten, es sei denn, man nutzt gern diese Verfälschungen, um damit "statistisch gedeckt" Propaganda zu treiben.

Soweit das hier nicht der Fall ist, ist also bei allgemeinen Statistiken Vorsicht geboten, da sie spezielle Bestimmungsfaktoren nicht trennen sondern mischen.

Ja, es ist so, weil...

Ja, es gibt durchaus Unterschiede. Diese kommen jedoch auch irgendwo her.

Ein Unternehmen setzt ein gewisses Budget fest, was für eine Stelle ausgegeben werden kann. In etwas höheren Stellen werden dann Gehälter bei der Bewerbung ausgehandelt - Frauen sind dort tatsächlich etwas zurückhaltender.

Frauen in Führungspositionen: Frauen bekommen statistisch wirklich weniger Führungspositionen angeboten. Allerdings lehnen Frauen auch 4 mal mehr eine Führungsposition ab als Männer...

Statistik: ein zweischneidiges Schwert, dass erst kritisch beobachtet werden sollte ;)

Löhne werden bei den Mitarbeitern untereinander selten verglichen. Das wollen die Chefs nicht. Es ist meistens so, dass Frauen weniger verdienen, das liegt noch in der Vergangenheit, da die Männer die Hauptverdiener waren und die Frauen sich nur was dazu verdient haben. Das wird leider immer noch so gehandhabt, hat sich aber in der heutigen Zeit geändert. In den Chefetagen kann eine Frau durchaus genauso viel verdienen wie ein Mann.

Nein, es ist nicht so, weil...

...es Gender-Mainstreaming gibt. Alle verdienen eigentlich gleich für auf relativ bezogene Zeit. Aber die Frauen denke ich werden bald mehr verdienen ;) achja insgesamt verdienen Frauen 7% weniger; aber von den Medien und ähnlichen Anstalten wird es immer bis zu 40% dargestellt. Aber das hängt damit zusammen, dass sie z.B. schwanger sind usw. und deshalb keine Lehrgänge o.Ä. besuchen können.

Nein, es ist nicht so, weil...

Sehr interessante Frage, aber mit falschem Ansatz.

Genau das wird nämlich gemacht: Es werden die reinen absoluten Zahlen miteinander verglichen.

Und da mag es durchaus sein, das Frauen mitunter wneiger verdienen als Männer, obwohl sie den gleichen Posten besetzen.

Die eigentlich wichtige Frage ist aber: Wie kommen diese Zahlen zustande? Kein Mensch berücksichtigt bei diesen tollen Statistiken Ausfallzeiten durch Schwangerschaften, Kindererziehung usw.

Selbe Leistung ist auch so eine Sache ... Wer will mir den erzählen das eine Frau als Fliesenleger die gleiche Leistung dauerhaft erbringt wie ein Mann bei durchschnittlicher Statur?

Ich finde diese Aussagen / Statistiken genau so aussagekräftig wie eine prozentuale Angabe zur Arbeitslosigkeit. - Was nützt es denn wenn 62 Jährige in EDV Umschulungen gepackt werden, damit sie von der Statistik verschwinden oder andere Vollzeitarbeiten und davon doch nicht Leben können.

EllenAquene 27.08.2013, 22:32

Das möchte ich mir nicht ansehen,wie "du"(ich rede nicht von anderen Männern)den 24-stunden Tag einer Mutter,mit geringen Pausen,übernimmst und durchstehst.Und wieviele Frauen können es sich,nach der Geburt eines Kindes,erlauben auszuruhen?!Nix da!Und du willst diesen Frauen erzählen,daß sie als Fliesenlegerinnen etc. nix an Leistungen dauerhaft bringen,du Intelligenzallergiker!?

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RalRam 27.08.2013, 22:53
@EllenAquene

Schöne Ausführungen. Leider das Thema verfehlt.

Was genau hat das mit der Vergleichbarkeit von Leistung und der dazugehörigen Bezahlung zu tun?

Ich habe nicht erwähnt (außer meine Intelligenzallergie hat gerade mein Erinnerungsvermögen beeinträchtigt) oder behauptet, das eine Mutter nichts leistet. Sie kann von mir aus unmenschliches leisten .. dafür verdient hat sie auf dem Fliesenleger Job dafür aber noch gar nichts.

Du wirst im besten Falle dafür entlohnt, was Du an Arbeit in Form einer Anstellung, Dienstleistung oder was auch immer beim Arbeitgeber geleistet hast.

Das bedeutet Du kannst zu Hause 12 Kinder versorgen, wenn Du dann keine Power mehr für Deinen Job hast und eine jämmerliche Leistung ablieferst, verdienst Du für eben diesen Job eben auch nur ein jämmerliches Gehalt. Und wenn Du dummerweise die Mutter bist, die das mitmacht weil der Mann nicht willens ist, ist das schlichtweg Pech. - Aber aus Sicht des Arbeitgebers nur gerecht.

Aber in dem Moment kommt eine Statistik-Tante daher und krakelt los, das die frau ja für den gleichen Job vieeeel weniger bekommt. Und womit? - Mit recht!

Und dabei ist es eigentlich völlig egal, welches Geschlecht Du hast. Warum sollte es den Chef interessieren warum Du keine Leistung bringst, so lange der Chef damit nichts zu tun hat? Und Du willst nicht ernsthaft die Körperliche Leistung in Form von Arbeit (physikalisch: Kraft x Weg) bei einem gehütetem Kind gegenüber eines Fliesenlegers setzen? Körperlich wohlgemerkt, es geht in meinem Beispiel um das Bewegen von Massen.

Ich behaupte nur, das eine 'Durchschnittsfrau' gegenüber einem 'Durchschnittsmann' bei einem körperlich anstrengendem Job Defizite aufweist und daher eine geringere Entlohnung durchaus gerecht wäre. Weil Du nciht für die prozentuale Leidensfähigkeit bezahlt wirst, sondern für das Ergebnis!

Das ist dabei keine Wertung sondern eine These.

So, und nun muss ich mir noch ne Spritze Intellektulin setzen, sonst kriege ich einen Allergie-Schock.

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EllenAquene 27.08.2013, 23:43
@RalRam

Danke für deine ausführliche Beschreibung.So klingt logisch,und nicht geringschätzig,was dein Kommentar vermissen liess.

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Nein, es ist nicht so, weil...

Bei den "Geringverdienern" mag das vielleicht noch teilweise so sein! ABER: So groß ist der Unterschied gar nicht - vorausgesetzt man schaut sich die Nettogehälter und nicht die Bruttogehälter an! Das haben inzwischen auch Deutsche Institute für Wirtschaftsforschung belegt!

Ja, es ist so, weil...

...Statistiken, Umfragen und meine persönlichen Erfahrungen das belegen.

RalRam 27.08.2013, 22:18

Das interessiert mich. Was für persönliche Erfahrungen hast Du denn gemacht?

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Ja, es ist so, weil...

das ist kein mythos (und auch nicht in klammeräffchen zu setzen) sondern schon längst erwiesen. natürlich ist das nicht überall so, aber weitgehend.

RalRam 27.08.2013, 21:53

Gib mir ein Beispiel. Nur eins.

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casala 27.08.2013, 21:57
@RalRam

nachzulesen beim bundesamt für statistik. die beispiele erschlagen dich!

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RalRam 27.08.2013, 22:04
@casala

Ja, such mir mal eins raus.

2 Gleiche Jobs, 2 Identische Voraussetzungen, Mann und Frau und deutlich unterschiedliche Bezahlung. Wenn es so unsäglich viele Fälle davon gibt, sollte es doch ein Leichtes sein, mir kurz ein belegtes davon herauszusuchen.

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casala 27.08.2013, 22:08
@RalRam

wie komme ich dazu eure hausaufgaben zu machen. schaut gefälligst selbst nach. google ist voll von links zu diesem thema!

und ende.

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RalRam 27.08.2013, 22:16
@casala

Genau. Warum wusste ich das? Munter die Medienpropaganda nachplappern, aber Beweise schuldig bleiben.

Ein ernstgemeinter Rat: Wende Dich mal an eine Frauenbeauftragte / Gleichstellungsbeauftragte (Gerne auch an männliche Kollegen - wenn Du welche findest) und frage, wie diese 'Statistik' die da immer herhalten muss, zustande kommt.

Da wirst Du auch keine fundierte Antwort bekommen (Ich habe es nämlich probiert).

Und dann, nur um Dich zum Nachdenken zu animieren, versuche doch mal für Dich selber so ein Beispiel herauszusuchen. Du tust Dir nix dabei, Du wirst hier nicht bloßgestellt ... aber Du erhälst ein Ergebnis.

Und dann grübel mal drüber nach, woher Du diese Gewissheit nimmst, die Du hier vertrittst.

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casala 27.08.2013, 22:48
@RalRam

aus eigener erfahrung und der gewerkschaft !!! die statistik hat nur untermauert, was jahrzehntelang bekannt war.

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RalRam 27.08.2013, 23:08
@casala

Ja, Du hast jetzt mehrere Male behauptet das ist 'allen bekannt' - Was die Behauptung trotzdem nicht richtiger macht.

'Allen bekannt' Ja, allen. Mir nicht. Und ich will doch deshalb nur ein klitzekleines fundiertes Beispiel.

Wenn Du eine eigene Erfahrung gemacht hast poste die doch einfach. Was ist Dir passiert? Wo hast Du denn so viel weniger verdient, obwohl alles gleich war zum Mann?

Mit jedem Posting erneuerst Du Deine Behauptung, kennst Sie aber nur vom Hörensagen anderer. Du wiederholst die Behauptung anderer, Gewerkschaft, Statistik, Zeitung womöglich .. hast sie aber selbst nicht geprüft oder wenigstens den Versuch gemacht. Glaubst Du alles was man Dir so unterjubelt?

Wenn das alles sooooo offensichtlich ist: 3 Sekunden investieren, Link raussuchen und ich bin doch schon ruhig, wenn sich das als wahr herausstellt.

Ich bin/war übrigens Zahntechniker, damals gab es keine Tarifbindung, wir mussten unseren Lohn selbst 'aushandeln' Je nach Verhandlungsstärke bekam man mehr oder weniger. Die Männer verhandelten aggressiver und bekamen mehr Geld dadurch. Das ist aber einfach Pech für die Frauen. Genau so wie es Pech für einen Verhandlungsschwachen Mann wäre. Das hat nichts mit Ungerechtigkeit zu tun sondern mit Befähigung. Also aus mit 'gleiche Bedingungen'.

So Du bist dran ...

Ein Beispiel. Muß doch Kinderleicht sein, frag doch einfach die Gewerkschaft. Die müssen doch auch superviele Beispiele haben (Ich bin jetzt im öffentlichen Dienst - Tarifbindung ohne Ende, da will ich mal so ein Beispiel sehen)

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October2011 28.08.2013, 01:22
@RalRam

Ich bin/war übrigens Zahntechniker, damals gab es keine Tarifbindung, wir mussten unseren Lohn selbst 'aushandeln' Je nach Verhandlungsstärke bekam man mehr oder weniger. Die Männer verhandelten aggressiver und bekamen mehr Geld dadurch.

? Warum fragst du casala nach Beispielen und Erfahrungen wenn du selbst die Erfahrung gemacht hast, dass Frauen im Beruf Zahntechniker weniger verdienen/verdienten als Männer?

October

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RalRam 28.08.2013, 08:38
@October2011

Weil auch hier nicht die gleichen Voraussetzungen gegeben waren und es somit kein Beispiel für meine Frage ist.

Noch einmal zur Verdeutlichung:

3 Stellen. 2 Männer und eine Frau. Die Beiden Männer handeln einen Lohn aus. Der ist Abhängig von Verhandlungsgeschick und der erwirtschafteten Leistung. Die Zusammensetzung ist im Verhältnis bei allen gleich.

Die Beiden Männer verhandeln - einer offensiv, der andere nicht. Der Offensiv verhandelnde bekommt mehr Geld, der andere deutlich weniger.

Die meisten Leute werden sagen: 'Pech, hätte er mal besser verhandelt'

Gleiche Situation: Der Offensiv-Mann und die Frau handeln den Lohn erneut aus. Die Frau bekommt weniger Geld als der Andere.

Die meisten Leute werden sagen: 'HUaaaah, wie ungerecht, die Frau wird benachteiligt'

Nein wird sie nicht. Sie erbrachte im Vorfeld schon weniger 'Leistung' und verdient daher weniger. Bei 2 Männern kratzt das keine Sau, bei einer beteiligten Frau nennt sich das Geschlechterbenachteiligung.

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Ja, es ist so, weil...

Nicht in allen Bereichen, besonders häufig werden da Chefetagen angeprangert. Wo genau, müsste ich selbe nachlesen

Ja,gibt es leider unfairerweise weiterhin.Wurde,und wird,aufgrund von Lohnvergleichen,stets aufs Neue, nachgewiesen.Grüße

Ja, es ist so, weil...

Es schon immer so war und auch immer so bleibt. Wir holen das Geld nach Hause.

EllenAquene 28.08.2013, 03:30

Tight Zukunftsvision!Sag bescheid,wenn es soweit ist,damit ich das auch noch erlebe.

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Willkommen in der Wirklichkeit. Es gibt schon längst Statistiken darüber. Siehe Bundesamt für Statistik.

RalRam 27.08.2013, 22:09

Ist dass das gleiche Bundesamt für Statistik das mir jedes Jahr aufs Neue vorrechnet, das es mir doch eigentlich (durchschnittlich) von Jahr zu Jahr besser geht? Das es 'Deutschland' so großartig geht?

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Das ist kein Mythos, sondern leider Realität.

Ja, es ist so, weil...

Leider ca. 22% weniger -ungerecht

Nuist 27.08.2013, 22:03

was ?

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Nuist 27.08.2013, 22:03

was ?

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