Verdi kann mir nicht weiterhelfen. Hat mir geraten mich krank schreiben zu lassen?

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4 Antworten

Hallo,

der immer weiter steigende Personalmangel, grenzenlos überforderte Pflegekräfte und dann noch Mobbing und Pflegemissstände- das klingt richtig heftig!!

Es ehrt Dich,dass Du Rücksicht auf Deine Arbeitskollegen/innen nimmst,aber ,wenn Deine Nerven so blank liegen ,wie Du es beschreibst,ist ein Krankenschein kein "Luxus",sondern notwendig.

Ich meine damit,dass Du die Zeit brauchst, um Dich zu regenerieren und neue Kraft zu schöpfen- mit etwas Abstand kannst Du in Ruhe überlegen ,wie Du das Problem angehst.

Schade,dass Verdi keine Hilfe bietet! Gibt es einen Betriebsrat bei Euch oder wenigstens eine Mitarbeitervertretung?

Ist es Dir finanziell möglich mit den Stunden herunterzugehen?,kannst Du Dir eine andere Arbeitsstelle suchen? Fachkräfte in der Altenpflege werden händeringend gesucht,Du bist in einer guten Ausgangsposition-ansonsten sehe ich leider auch nicht viel Handlungsspielraum für Dich.

Grüße

Wir haben eine Mitarbeitervertetung, aber die sind selbst so überlastet und können im Grunde nichts erreichen. Der Geschäftsführer blockt alles ab... und mir einfach eine andere Stelle suchen ist sicherlich möglich, aber es geht doch in fast alles Pflegeheimen so zu, würde also nicht wirklich was bringen, außerdem sind mir "mein" Bewohner ans Herz gewachsen, wenn ich gehe was bleibt dann für die Bewohner? Und ich habe schon nur eine 30 Stunden Woche, zu reduzieren ist sicherlich möglich, aber davon habe ich nichts, eingesetzt wird man trotzdem, wenn sonst keiner da ist zum Arbeiten. Momentan habe ich über 70 Überstunden und die habe ich alleine in 2 Monaten aufgebaut.

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@wanda0102

Hallo,

Deine Worte kommen mir so bekannt vor-ich habe 20 Jahre als exam.Altenpflegerin im APD gearbeitet-heute mache ich etwas anderes .

Pflegen möchte ich immer noch,aber nicht unter diesen Umstände, denn die machen auf Dauer einfach krank-leider weiß ich für Dich keinen zufriedenstellenden Rat-aber eine "Auszeit"( Krankmeldung) würde ich mir an Deiner Stelle auf jeden Fall nehmen.

Gruß

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@wanda0102

@wanda0102 - das mit den Überstunden verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht! Das wäre das Erste, was ich abstellen würde - "Dienst nach Vorschrift" sozusagen. Das würde Dir auch schon einmal helfen.

Im Übrigen müsste man bei den Überstunden (wenn sie angeordnet sind) auch prüfen, ob sie a) den Erfordernissen des Arbeitszeitgesetzes entsprechen und b) ob sie gerecht auf die Mitarbeiter(innen) verteilt sind...

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überall der selbe mist! WARUM kriegen es die leute in solchen betrieben bloss nicht fertig einen betriebsrat zu gründen? als begründung kommt dann: "wir werden alle gekündigt"- ABER: wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!!!!! MEINE idee dazu: ein "konspiratives" (heimliches) treffen aller betroffenen mitarbeiter und wahl eines betriebsrates, der nun bei eventuellen kündigungen ein wort mitzureden hat.

wir sind eine kirchliche einrichtung, dort gibt es halt nur eine mitarbeitervertretung und das gesetz sieht nichts anders vor.

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Das ist wohl typisch für die Situation in (vielen) Alten- und Pflegeheimen. Hier sind mehrere Mitarbeiterinnen wegen ähnlicher Probleme an die Öffentlichkeit gegangen (Presse + Gewerbeaufsichtsamt) - und es hat nach einem "großen Aufstand" dann (etwas) bessere Bedingungen gegeben.

Wer ist denn der höchste in der Kette ?

Die Geschäftsleitung

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@benjaminbbaum

Ich habe mich an VERDI gewand, was soll ich denn noch machen? VERDI meint das sich der Chef immer ganz hart am gesetzlich möglichen hält und solange nur einzelne von uns versuchen sich zu wehren, keine Chance besteht. Man müsste halt ne Sammelklage machen...

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