Verbrennen neue Holzöfen wirklich besser als alte?

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5 Antworten

Hallo

Wenn sich allgemeine Randbedingungen ändern, profitiert meist irgend ein Teil der Wirtschaft, denn schließlich sitzen die Lobbyisten ja in den jeweiligen Entscheidungsgrmien.

Andererseits lassen sich die Umweltprobleme ohne Verschärfungen für den Einzelnen nicht lösen, denn freiwillig ändert der Einzelne meist kaum etwas.
Daher ist hier ein gewisser Zwang erforderlich.
Hinzu kommt, dass Stückholzverbrennung die energetisch ungünstigste Art bei Verbrennungswärmeerzeugern ist. Anlagenaufwwandszahlen ~ 2,5 sind absolut keine Seltenheit. Bedeutet, es wird 2,5 mal soviel Energie (Holz) verbraucht, als eigentlich erforderlich wäre. Das gilt insbesondere für Werstattöfen, Kaminöfen etc. aus dem Baumarkt.
Günstige sind z.B. echte Grundöfen (1,7...1,8).
Gut dimensionierte und geplante Anlagen erreichen dagegen deutlich geringere Anlagenaufwandszahlen GBW ~ 1,1; modulierende Öl Anlagen ~ 1,25.

BSFM sind nun mal die vom Gesetzgeber vorgesehenen Kontrollorgane.
Gegen deren Entscheidungen kann man Rechtsmittel einlegen, was sicherlich nur sinnvoll ist, wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Das widerum lässt sich wohl nur gutachterlich abklären, was ebenfalls mit Kosten verbunden ist.

Im voliegenden Fall ist es sicherlich nicht verkehrt zu überlegen, auf die alten Öfen zu verzichten und die vorhandene Zentralheizung hinsichtlich niedriger Anlagenaufwandszahl zu optimieren.

v.G.

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Kommentar von Cantoclass
25.11.2016, 22:53

Woran liegt es denn, dass ein Ofen das Holz besser, der andere schlechter verbrennt? Es kann doch nur an dem Sauerstoffzufuhr liegen, denn Filter haben Holzöfen nicht.

Dann, wie kann ich heute etwas qualitativ hochwertiges kaufen, beispielsweise nach bimschv 2, wenn ich jetzt damit rechnen muss, dass es morgen wieder out ist und entsorgt werden muss?

Da überlege ich mir doch, nur noch Ramsch zu kaufen, da die Halbwertszeit vorauszuahnen ist. Ich investiere doch nicht mehr in einen qualitativ hochwertigen Ofen tausende Euro, wenn mir morgen so etwas blüht.

Zwei Öfen die ich 2009 kaufte, nachdem Feinstauberverordungen schon heraus gegeben wurden, sollen 2020 schon wieder entsorgt werden. Ich fühle mich betrogen.

Da läuft doch etwas gründlich schief in unserem System.

Jedenfalls, obwohl sonst sehr umweltbewusst, geht meine Motivation diesbezüglich gegenwärtig gegen 0.

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Es geht um die Absenkung des Feinstaubes und der Stickoxide. Dazu wurde eine Rechtsverordnung des Bundesimmissionsschutzgesetzes verschärft. Alte Öfen erzeugen wesentlich mehr Feinstaub, etc.

Wenn du nachweisen kannst, dass die Öfen schon vor 1950 hergestellt oder eingebaut wurden, dann darfst du die Öfen drin lassen (Historische Öfen). Ansonsten musst du sie austauschen oder stilllegen.

Im Baumarkt gibt es geeignete Holzöfen, die kosten ein paar Hundert Euro. Oder schaue mal hier: https://www.kamdi24.de/kaminofen

Du kannst dich damit trösten, dass es viele andere Leute gibt, die auch die Öfen austauschen müssen.

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Wir heizen fast ausschliesslich mit Holz.
Wir hatten bis vor kurzen einen 35 Jahre alten Schwedenofen.
Haben ihn ersetzt.
Zum Glück.
Verbrauchen jetzt wirklich weniger Holz und haben auch Speichersteine, die Wärme soeichern usw.
Lässt sich sicher nicht so einfach sagen, aber unser neuer Ofen ist besser.
Haben aber auch einen besseren.
Von den Bauhaus Öfen habe ich noch nie was gutes gehört

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Kommentar von Cantoclass
25.11.2016, 00:22

Mich würde sehr interessieren welchen Ofen Ihr habt. Nennst Du ihn mir bitte.

Denn das Angebot ist groß, aber es scheint viel minderwertiges zu geben, gerade was den Wärmespeicher angeht.

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Kommentar von Hundele
25.11.2016, 06:14

wir haben einen von Skantherm

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Bei uns in Baden-Württemberg wird gerade darüber diskutiert, ob man die Holzöfen ab 2017 wegen der Feinstaubbelastung nicht ganz verbietet.

Dafür darf sich unser (Stuttgarter) Flughafenchef einmal im Jahr in der SZ darüber auslassen, wie der die Fluggastzahlen am Stuttgarter Flughafen zu steigern gedenkt (So nach dem Motto: Jeder Asi muss 2 mal im Jahr zum Ballermann geflogen werden).

So sind die Prioritäten.

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Kommentar von Cantoclass
25.11.2016, 13:47

Ja, mir scheint, es ist der Wahnisnn ausgebrochen.

In Frankreich haben sie sogar bei 75 000.- Euro Strafe einem Gärtner verboten, Brennesseljauche auszubringen. (Brennesselkrieg)

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Erstens sind solche Sachen immer eine lobyistische Wirtschaftsförderung.
Zweitens hat alles gewisse Ausnahmen und Kann-Bestimmungen.

Ich frage mich, warum manche Bundesbürger nicht in der Lage sind, solche Zeitungsberichte genauer zu lesen. Wenn darin eindeutig von kann und muss nicht unbedingt geschrieben wird, gibt es eindeutige Ausnahmeregeln usw.

Außerdem sind alle Regeln beliebig manipulierbar.
Die bisher übliche Bluthochdrucktabelle wurde auch aufgrund lobbyistischer Wirtschafsförderung angehoben.
Außerdem, wer kann denn die Messungen kontrollieren usw. Gefälligkeiten sind ebenso machbar wie Gefälligkeitsgutachten!
Und Gerichte wissen genau dass es Gefälligkeitsgutachten gibt, gehen aber nicht gegen solche vor, bzw fordern teilweise sogar solche abgekarterten Betrügereien.

Wer will denn einem Gericht abgekarterte Betrügereien nachweisen? Wer kontrolliert die Messungen eines Schornsteinfegers?

In dem Bericht steht auch eindeutig drin, dass einige Stellen sinngemäß ein Auge zudrücken und es kaum bisher große Aktionen gab. Es werden sogar Zweifel geäußert und auf eine Ofenliste verwiesen, die vorausschauend Angaben machen könnte, welche Öfen nicht betroffen sind. Schon in diese Liste rein geschaut, oder bist du einer der sich gerne über ungelegte Eier aufregt?

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Kommentar von Cantoclass
25.11.2016, 00:18

Ungelegte Eier? Was soll ich denn machen, wenn der Schornsteifeger, der zweimal jährlich kommt, anordnet, dass drei ersetzt werden müssen? Mich weigern?

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