Verbot von SUV?

89 Antworten

Wer sich was von seinem Geld kauft, hat niemand anders zu entscheiden.

Wer viel verdient und 42% oder gar 45% nur an Lohnsteuer blecht, darf sich ja wohl das Auto kaufen, das er will. Gilt genauso für jeden anderen. Geld wächst nicht auf Bäumen und mit Geld kauft man sich schöne Dinge oder auch nicht (Ansichtssache). Wenn man einen SUV schön findet, soll man das Recht haben, sich einen zu kaufen. Ebenso bei jeder anderen Fahrzeugklasse.

Wieso die Steuer erhöhen? Wenn das dauernd angeführte Argument des höheren Spritverbrauchs zieht, zahlt man doch sowieso mehr Steuern als für ein kleineres und vorallem leichteres Auto.

Wie auch immer.

Zum Thema SUV:

Soll jeder fahren, was er will. Beruflich fahre ich oft abwechselnd verschiedene 3l Diesel Kombis (2 Audi A6 und einen 5er Kombi) und einen X5 40d. Immer das selbe Streckenprofil. Hauptsächlich Stadt/Autobahn und etwas Landstraße. Mit dem X5 fährt man auf der Bahn immer 10-20 kmh langsamer weil es einfach ein anderes Fahren ist und der Verkehr nicht mehr zulässt mit dem Trümmer. (Mit Rücksicht)

Der Verbrauch ist fast identisch. Lass es mal 0,3l mehr sein.

Die Umweltbelastung nur durch das Benutzen der SUV ist nicht so viel höher wie es dargestellt wird. Vorallem nicht im Verhältnis zur Masse.

Mein erstes Fahrzeug war ein Smart mit 84 PS Motor. 1l Hubraum und 3 Zylinder. Verbrauch auf 30.000 km im Schnitt 6,9l (manchmal 6,x und manchmal 7,x pro Tankfüllung). Der X3 meiner Mutter brauchte im Schnitt (ebenfalls nachgerechnet) 7,5l. Das ist marginal mehr. 800 kg zu fast 1800 kg. Smart gegen SUV. Der Smart war 4 Jahre neuer.

Selbst wenn beim Diesel 10% (?) mehr CO2 ausgestoßen wird pro verbranntem Liter Diesel, ist das keineswegs in dem Ausmaß wie es dagestellt wird.

„Dass große SUV Spritfresser sind steht ja außer Frage“

das wäre der Fall, wenn Fahrzeug A mit vergleichbarer Motorisierung und Abmessungen (Kombi bspw.) 5L Diesel und der SUV 10l Diesel schlucken würde.

". Geld wächst nicht auf Bäumen" Naja um genau zu sein, wird Geld aus nix erzeugt, deswegen heißt es ja auch FIAT-Geld ;)

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Schon als die ersten "SUV" auftauchten und insbesondere auch in den Städten erschienen (wo sie oft mehr als nur ein Parkfeld versperren), war mir klar, dass solche Monster-Fahrzeuge für die meisten Leute, die sie sich leisten konnten, eigentlich unsinniger und überflüssiger Luxus sind, der nur dazu dient, vor anderen zu protzen.

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@rumar

Wenn Du Dir die Abmessungen anschaust, dann sind viele SUVs von Länge und Breite genauso wie andere Mittelklasse PKW.

Soll man als nächstes die E-Klasse von Mercedes und den 5er BMW verbieten?

Und was heißt unsinniger und überflüssiger Luxus?

Wenn ich bei Dir zu Hause bin finde ich auch Dinge, die überflüssiger und unsinniger Luxus sind. Und falls Du eines Tages Geschäftsführer mit 500.000€ Jahresgehalt und mehr bist, spätestens dann beginnst Du damit, Dir unnötigen und unsinnigen Luxus anzuschaffen.

Das liegt nämlich im Auge des Betrachters.

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@rumar

Bist du mal einen gefahren? Nein? Dann hast du ein gigantisches Fahrgefühl verpasst, das dir kein Cabriolet und Smart bieten kann^^

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@Laury95

Weder SUV noch Cabriolet noch Smart - aber das alles fehlt mir auch nicht, da mein Lebensgefühl nicht auf "Fahrgefühle" aufbaut ...

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@rumar

Dann kannst du schon mal gar nicht mitreden.

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@AlexausBue
Wenn Du Dir die Abmessungen anschaust, dann sind viele SUVs von Länge und Breite genauso wie andere Mittelklasse PKW.

Ganz genau: SUV sind im Wesentlichen vor allem höher und wirken oft breiter oder bulliger, tatsächlich sind sie aber i.d.R. nur wenig breiter und oft sogar deutlich kürzer als die entsprechenden Kombis. Und Höhe oder Aussehen verbraucht ja nun keinen Fläche...

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Vergleiche von Kleinwagen mit SUVs kann man machen, aber dann bitte so, dass man sagen kann, die Bedingungen waren gleich.

Wir haben einen UP 75 PS und einen Golf 140 PS. UP= Stadt verkehr 6,5 Liter und Golf Autobahn 5,9 Liter. Werte die wenig aussagen!

Im Übrigen ist die Diskussion völlig überflüssig. Vor 20 Jahren waren dicke SUV-Diesen noch steuerbefreit, weil so umweltfreundlich. Warum also nun, da sich die Ansicht der Politiker gedreht hat nicht einfach die Steuern rauf?!

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@klamadu

Ich rede vom selben Streckenprofil.

Das war auch kein seriöser Vergleich im üblichen Sinne, sondern eine selbstgemachte Erfahrung, die man irgendwie in Relation setzen kann.

Klar fährt man den einen etwas flotter oder mal mehr Autobahn etc. Dafür bin ich aber beide Wagen mit nahezu unverändertem Streckenprofil gefahren.

Klar, braucht der Smart vlt 7 L bei nur Stadt und der X3 10l. Im Drittelmix haben sie sich aber nicht viel gegeben.

Hier ausschlaggebend aber das Konzept. Fremdzünder gegen Selbstzünder.

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Ich als SUV Fahrer (Seat Tarraco 2.0 TSI) kann nur bestätigen, dass dieses wunderschöne Fahrzeug genauso viel Super 95 verbraucht wie mein 16 Jahre alter Opel Signum 2.2 direct davor. Beide Fahrzeuge liegen ca 250kg auseinander und da muss ich wirklich sagen das die SUVs als Dieselstinker betitelt werden oder als Menschentöter ist toaler Schwachsinn.

Klar gibt es Leute die mit ihren SUVs angeben wollen, aber für die meisten sind es alltags Autos wo man viel zuladen und auch einen geilen Urlaub mit der Familie machen kann. Dazu herrscht ja auch die Meinung das SUVs größer sind als "normale" PKW. Zb der normale Seat Leon ist 4,28m lang, die Kombi Variante ist 4,55m lang und mein Seat Tarraco ist 4,73m. Also so viel größer sind SUVs auch nicht, obwohl meiner auf Basis des Tiguan Allspace basiert und damit zählt er zu den größeren SUVs. Die kleineren Ateca, Arona, Karoq, Kamiq, CX5, CX3 usw. die liegen etwa zwischen Kombi und normalem PKW.

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@Payns

ganz genau. Der Vergleich der Größe war jetzt zwar unpassend gewählt. 4.28m (Leon) zu 4.73m (deiner) sind Welten.

Das Argument muss man mit Kombis machen. Wenn dein Kombi 4,73m lang ist, misst der vergleichbare SUV fast 5m. Er ist einfach flacher und meistens etwas schmaler, das muss dann für das selbe Volumen irgendwo kompensiert werden.

Die SUVs sind nie länger, wenn man sie realistisch vergleicht.

Bei den Skodas kenne ich mich nicht aus. Schau dir mal einen BMW X3 an. Der dürfte ziemlich genau so groß sein wie dein wagen (etwas über 4.70m).

Der vergleichbare Kombi ist der 3er. Dürfte ebenfalls die selbe Länge haben, ist aber in keiner Hinsicht vergleichbar. Das ist leicht übertrieben gesagt wie Golf gegen Passat.

Also. Der 5er BMW wäre die Alternative. Platztechnisch und vom Laderaum. Der hat knapp 5m.

Genauso wie beim Verbrauch will ich damit folgendes sagen:

Manche Dinge lassen sich einfach nicht vergleichen und in Relation setzen. Genau das verstehen die „Hater“ miss und verbreiten Schwachsinn. Nicht alles, aber vieles wird übertrieben (Spritverbrauch)

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Naja, sogesehen darf sich jeder von seinem Geld einen Jet kaufen und durch die Luft fliegen

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... wer sich was von seinem Geld kauft, hat niemand anders zu entscheiden. Dieses "Argument" ist Blödsinn, schließlich interessiert sich die Staatsanwaltschaft ständig dafür, ob die Leute Heroin oder Uran kaufen, z. B. Die Frage bei SUVs ist doch, ob sie dermaßen asozial sind, dass ein Verbot gerechfertigt sei. Bisher habe ich noch keine Begründung gelesen, außer als Senioren o. Behindertenauto, warum nicht. Wenig überraschend sind Prokommentare durchgängig egoistischer Natur. Wenn eine Gruppe Menschen ihre ureigensten Motive über die aller andere Stellen, ist es schon gerechtfertigt, dass der Staat sich einschaltet. So funktioniert nunmal unser Gemeinwesen.

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@Dummenheilung

Sich bei sowas auf SUV einzuschießen, ist nur reichlich absurd und einfach blinder Populismus. Was ist mit Cabrios, die immer deutlich schwerer sind und eine schlechtere Aerodynamik haben als das entsprechende Coupé, aus rein „egoistischen“ Gründen, wenn man so will? Was ist mit Sportwagen, die im Verhältnis zu Sitzplätzen und Nutzlast relativ gesehen extrem schwer und groß sind? Da bringt auch niemand ein Verbot ins Spiel, wäre ja noch schöner, also bitte lasst doch auch die SUV in Ruhe..

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Er schrieb, dass viele große SUV's spritfresser sind, nicht alle.

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Wer sich was von seinem Geld kauft, hat niemand anders zu entscheiden.

Themenverfehlung

Soll jeder fahren, was er will.

Ja soll jeder fahren was er will. Aber nicht wo er will und auch nicht so billig wie er will.

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Wer sich was von seinem Geld kauft, hat niemand anders zu entscheiden.

... noch nicht

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Wer Smart fährt, ist selbst schuld.

Wohl doch nicht so Smart wie sie heißen.

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Als Besitzerin eines SUV möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben.

Ich fahre den SUV, weil es das Auto ist, in das ich mit einer Behinderung und fortgeschrittenem Alter hinein und vor allem wieder heraus komme. Wenn ich mich auf dem Supermarkt Parkplatz umsehe, stehen da mehrere SUV, die fast alle ebensolchen Menschen gehören wie ich es bin.

Mein SUV ist von den Abmessungen kleiner als ein Golf, nur eben etwas höher. Bei meiner letzten längeren Fahrt (Autobahn in D, B und F) war der durchschnittliche Verbrauch 5 l auf 100 km. Eine Großstadt hat mein SUV noch nie gesehen, eine Kleinstadt nur sehr selten.

Ich wohne auf dem Land und muss in der Lage sein, meine Einkäufe, Arztbesuche etc. zu erledigen. Ich würde gern ein kleines Auto fahren, wenn ich eines finden könnte, aus dem ich aussteigen könnte ohne fremde Hilfe. Ohne Auto geht es nicht, denn die Öffis sind für mich auch nicht geeignet.

Als ich vor ca. 20 Jahren in dieses Dorf gezogen bin, gab es hier eine Bankfiliale, eine mobile Bank kam, es gab eine Poststelle und einen Tante Emma Laden, wo man alles kaufen konnte, sowie auch eine nette Kneipe mit gutem Essen. All das gibt es nicht mehr, so dass man ohne Auto aufgeschmissen ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

nicht nur höher...auch erheblich breiter und schwerer...

d.h. Unfälle sind in der Regel schwerwiegender und die Parkplätze z.B. bei Supermarkten sind nicht für SUVs ausgelegt. Wenn also ein SUV da steht, dann kann ein anderer Autofahrer nicht mehr einsteigen ( selbst mehrfach erlebt )

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@lupfi

Mein Auto ist nicht breiter und schwerer als ein Golf. Ich komme oft nicht in mein Auto, weil ein anderer Fahrer so nah geparkt hat, dass ich die Tür meines Autos nicht weit genug öffnen kann, aber ich weiß nun mal, dass ich den seitlichen Platz brauche und versuche so zu parken, dass links Platz bleibt.

Fast jeder Mercedes und BMW ist länger, breiter und schwerer als mein sogenannter SUV.

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Das ist selbstverständlich nur blöder Populismus.

Falls ein SUV mehr Sprit verbraucht als ein anderes KFZ, dann wird der Besitzer durch die bereits vorhandene Spritsteuer, demnächst vllt. CO2-Steuer, sowie die KFZ-Steuer ohnehin "gestraft".

Davon abgesehen braucht ein SUV aber gar nicht zwingend mehr Sprit als andere Autos. Das bezüglich Luftwiderstand ungünstigere Profil von SUVs wird erst bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar (Luftwiderstand wächst grob quadratisch mit der Profilfläche), die innerorts ohnehin nicht relevant sind. Auch das Gewicht hat mit der SUV-Form wenig zu tun, denn Platz wiegt nichts.

Klar ist ein Sportwagen schnittiger - aber da kann man auch weniger Personen mitnehmen. Und wer kauft sich einen Sportwagen um langsam zu fahren?

Soll heißen: Alles grober Unfug. Wenn wir Spritverbrauch/CO2-Ausstoß bestrafen wollen, dann sollten wir einfach den Sprit (noch) teurer machen. Wenn es hingegen um etwas völlig anderes geht, dann sollter man das klar benennen - und nicht SUV-Shaming betreiben.

Die Stärke der Luftwiderstandskraft ist im Falle einer turbulenten Strömung (also bei nicht sehr kleinen Geschwindigkeiten) durch die folgende Formel gegeben:

Sie hängt also von mehreren Faktoren ab:

  • vom Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) des Körpers
  • von der Querschnittsfläche (Stirnfläche) A des bewegten Körpers in Fahrtrichtung
  • von der Dichte ρ der Luft (die in großen Höhen, zum Beispiel der Flughöhe eines Flugzeugs, deutlich abnimmt)
  • vom Quadrat der Geschwindigkeit v (genauer der Relativgeschwindigkeit zwischen Körper und Umgebungsluft)

Also quadratisch zur Geschwindigkeit in Fahrtrichtung. Nicht der Oberfläche. Wollte ich nur mal gesagt haben.

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Klima retten = Demokratie abschaffen?

In der letzten Woche habe ich zwei... Sehr außergewöhnliche Artikel gelesen. Es ging wieder einmal um die einzigen Themen, die aktuell überhaupt noch von Belang zu sein scheinen: Klimawandel, Fridays for Future, Weltuntergang. So weit nichts Besonderes. Nur fällt mir auf, dass der Ton allmählich radikaler wird.

Im ersten Artikel wurde behauptet, dass die Menschheit nur noch "18 Monate Zeit hat". Das ganze Schreiben war von äußerst düsterer, apokalyptischer Weltuntergangsrhetorik und tiefer Verachtung für all jene, die noch nicht in Panik verfallen sind, durchsetzt. Der Autor gab letztlich zu verstehen, dass er nur eine einzige Lösung für den Klimawandel sieht: einen bewussten zivilisatorischen Rückschritt. De-Industrialisierung, Verbot von Flugreisen, Verbot von individuellem Autoverkehr, Verbot von Plastik. Quasi einen Sprung in die Zeit um Achtzehnhundert-x nach Christus.

Der nächste Artikel reiht sich direkt in den Tenor ein, auch wenn der Autor die Ansichten nicht teilt, sondern objektiv wiedergibt. Er warnt darin vor extremistischen Elementen in der Klimabewegung, die sich auch gegen die parlamentarische Demokratie richten. Die Aussage der "Demonstranten" lautet in etwa so: die gegenwärtige Gesellschaftsordnung sei zu lahm, entsprechend zu handeln. Deshalb müsse das aktuelle demokratische System gestürzt und durch eine "wohlwollende Öko-Diktatur" ersetzt werden, in der Wissenschaftler und Klimaforscher die politische Macht ausüben.

Ich bin kein Klima-Experte. Genauso wenig, wie wohl rund 95% der Menschen. Aber wenn jetzt schon zu einem "Systemwechsel" oder gar einer "Revolution" aufgerufen wird, finde ich das mehr als besorgniserregend. Die ganze Sache entwickelt sich meiner Meinung nach in eine sehr dunkle Richtung.

Frage an euch: teilt ihr solche Ansichten? Glaubt ihr, dass es eine "grüne Revolution" geben muss, die Kapitalismus und Demokratie beseitigt und durch ein völlig neues, komplett unerprobtes Modell ersetzt?

Welche Lösungen haltet ihr für die Klimaproblematik (die ich keinesfalls leugne!) für angebracht?

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