Verarmt durch die Überbewertung der Rationalität die Gefühlsebene des Menschen?

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8 Antworten

Ja, in der westlichen Welt spielt die Rationalität, der technische Fortschritt und die Wissenschaft eine dominierende Rolle. Dadurch gehen nicht nur Gefühle verloren sondern es bedroht auch die Religionen.

Zudem führt das Internet und die neuen Kommunikationsmöglichkeiten dazu, dass es zu einer Verrohung der Sitten und Sprache kommt.

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Kommentar von juste55
06.02.2017, 19:24

Tondar,

wenn ich dich richtig verstanden habe, siehst du also Auswirkungen.

Ich beobachte auch eine Verarmung an Gefühlen, z.B. auch die Qualität der Gefühle, mit denen man mit anderen liebevoll umgeht.

Manchmal glaube ich, viele Menschen wissen gar nicht mehr, wie das geht :-(

Man könnte auch im Internet höflich sein, oder?

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Verarmt durch die Überbewertung der Rationalität die Gefühlsebene des Menschen?

Nein, überhaupt nicht. Ich bin ein sehr rationaler und zudem sehr emotionaler Mensch. Ich zeige sehr offen meine Gefühle, ob nun Schmerz, Trauer, Wut, Freude, Glück, Liebe. All das sieht man mir an, hört es und spürt es.

Ich weiß aber auch, dass alle Gefühle nur chemische und elektrische Prozesse in unserem Gehirn sind.

Das steht nicht im Widerspruch.

Eines der emotionalsten Dinge ist für mich das Deepfield von Hubble.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hubble_Ultra_Deep_Field

Ich bekomme jedesmal eine Gänsehaut, wenn ich das sehe. Das funktioniert aber nur, weil ich weiß, was ich da sehe. Ohne dieses Wissen wären es nur Kleckse. Erst die Ratio kann hier das Gefühl erzeugen.

Rationalität kann man gar nicht überbewerten, weil sie unser einziger verlässlicher Zugang zur Realität ist. Gefühle sind Reaktionen auf die Realität.

Somit stehen Ration und Emotion nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bedingen einander.

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Kommentar von juste55
07.02.2017, 12:12

realsausi,

ja, das Deepfield ist sehr eindrucksvoll.

Die Naturwissenschaft gibt uns tiefe Einblicke in die Struktur der Welt.

Sie hat den Menschen vielfältige Möglichkeiten eröffnet.

Um mit diesem Wissen umzugehen, brauchen wir eine abwägende, verantwortungsvolle Vernunft, die sich auch aus unseren Gefühlen speist.

Es gibt um die Geschichte des Atombombenerfinders die Aussage, dass er , hätte er um den Mißbrauch gewußt, sie nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hätte!

Wir versuchen neue Erkenntnisse in unser Leben zu integrieren, die uns wissenschaftlich interessant erscheinen. Können wir sie aber auch mit unserer Vernunft, die auch aufgrund unserer Gefühle gesteurt wird, sachgercht "verwalten".

Ich denke, daß viele Erfindungen des Menschen mißbraucht werden und mißbraucht worden sind. Das zeigt, daß der Mensch damit unvernünftig umgeht/umgegangen ist.

Stehen die beiden Ebenen also gleichwertig gegenüber oder entwickelt sich die eine Ebene auf Kosten der anderen Ebene?

Folgt aus unserem Wissen zwangsläufig eine Gefühlslage, die dieses Gewissen sachgerecht anwendet?

Wird Wissen nicht eher oft dazu gebraucht, Gefühle zu manipulieren, Machtstrukturen aufzubauen und andere Menschen zu unterdrücken?

Wissen als Machtinstrument

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Ich denke, dass der wissenschaftliche und technische Fortschritt eine neue Umwelt hervorbringt, die einen "neuen" Menschen erfordert!

Diese Menschen, die heutzutage noch die einfachen Jobs ausführen, werden in der Zukunft aussterben, nicht, weil ich es will, sondern weil die Umwelt sie dazu zwingt.

Das ist Evolution.

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Immer mehr Menschen neigen dem Drogenkonsum zu

Diese Aussage ist so sinnvoll wie" Zu Fuß ist es weiter als über den Berg".

"Mehr" im Verhältnis zu was? Worauf beruht diese Einschätzung? Kannst Du da Zahlen vorbringen? Um welche Drogen geht es dabei?

Also ohne diese Daten ist das einfach heiße Luft.

Zunahme von Aggressionen

Ich weiß ja nicht, wo Du lebst. Aber ich bin nun 53 Jahre alt und habe im Gegensatz zu irgendeinem meiner Vorfahren noch keinen Krieg erlebt. Ich habe mich noch nie geprügelt, spucke keine Menschen an und brülle nicht.

als Ausdruck emotionaler Unzufriedenheit

Das ist eine unsinnig Wortkombination. Sowie gefrorenes Eis. Eine Tautologie.

Unzufriedenheit ist eine Emotion. Was sollte denn emotionslose Unzufriedenheit sein? Auch hier kann natürlich die Ratio Trigger des Gefühls sein. Wer feststellt, dass er ausgegrenzt wird, wird sich unzufrieden fühlen.

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Kommentar von juste55
07.02.2017, 07:50


realsausi,

und du belegst deine Gegenargumente nicht.

Sind sie Schall und Rauch?

Damit hast DU nichts bewiesen! :-))

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Kommentar von juste55
07.02.2017, 10:00

realsausi2,

so kann man sich irren, wenn man versucht, jemanden einzuschätzen (hätte nicht auf dein Alter getippt)

Aber daran kann man sehen, daß man nie etwas nur annehmen sollte....:-))

Du bleibst Quellen für deine "Gegenargumente" schuldig, zweifelst meine aber an.

Nun hier ein Link unter vielen, die man ganz leicht unter dem Stichwort "Drogenkonsum" finden kann, wenn man denn will

http://www.faz.net/aktuell/statistik-der-laender-drogenkonsum-an-den-schulen-nimmt-deutlich-zu-14733506.html

Ähnlich verhält es sich mit der allgemeinen Zunahme von beobachtbaren Aggressionen. Bitte suche dir selbst Quellen, wenn es dich interssiert, sie sind, wie gesagt, recht schnell im Internet zu finden.

Daß du als Kind/Jugendlicher nicht geprügelt hast, ist für mich schwer vorstellbar.

Vielleicht holst du hier bei gf so einiges auf mentaler Ebene nach?:-))))

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Traust Du den Menschen nicht auch zu, ihre Gefühle sich zu bewahren, selbst wenn andere Umstände dies Deiner Meinung nach forcieren sollten? ;-)  Mich hat es nicht verarmt.

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Kommentar von juste55
06.02.2017, 19:09

AriZona04,

ich wollte mit meiner Frage nicht unterstellen, daß "ich es den Menschen nicht zutraue":-)

Es sind ja Fakten (z.B. Zunahme des Drogenkonsums) , die ich aufgezeigt habe. Dafür muß es ja Ursachen geben.

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Kommentar von nowka20
06.02.2017, 23:47

es geht nicht um dich, sondern allgemein um die menschen

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Kann gut sein.
Ungebildete Menschen sind oft temperamentvoll.
Gebildete Menschen eher Ruhig, und beherrscht.

Deine Annahme Beruht aber darauf, dass alle schlauer werden (Rationalität). Aber die Ungebildeten(Relativ gesehen) wird es immer geben.

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Kommentar von juste55
06.02.2017, 19:12

QuestKiller,

ha, "schlauer" vielleicht schon :-), aber nicht unbedingt intelligenter.....

Ich meinte mit Rationalität eigentlich, daß, wenn du heutzutage etwas nicht wissenschaftlich erklären oder erfassen kannst, kaum noch für "voll" genommen wirst

Sage mal in einer Diskussion, "ich glaube.....",gleich wirst du als "dumm" usw. dargestellt....und abgestempelt...

Beweise und Fakten zählen.

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Kommentar von QuestKiller
06.02.2017, 19:15

Achso:)

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Kommentar von QuestKiller
06.02.2017, 20:24

@juste55, Ist mit Herzensbildung die emotionale Bildung gemeint?

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In keinster Weise. Es gibt nur einen Unterschied wann man emotional und wann rational agieren sollte.

Drogenkonsum und Aggression haben nichts mit Rationalität zu tun, sondern mit gesellschaftlichen Missständen, wie der verschwindenden Mittelschicht zum Beispiel.

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Kommentar von juste55
06.02.2017, 19:20

Andrastor,

eben.

aus Unzufriedenheit erwachsen Aggressionen, die aus Depressionen entstehen,  und   Realitätsflucht in Form von Alkoholkonsum

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absolut richtig!


aber juste!

das weist du doch alles aus dem wachturm, oder?

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Kommentar von juste55
07.02.2017, 07:49

nowka20,

und du hast noch nicht gelernt, wirklich sachlich zu sein.

Ich mag solche Anspielungen überhaupt nicht.

Quellen sind immer subjektiv, ich greife die deinen auch nicht an.

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