Verantwortungsbewusstsein für ein Haustier, um von der depressiven Stimmung abzulenken, gute Idee?

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6 Antworten

Haustiere sind immer eine gute Idee

Also da ich selber bereits in der Grundschule hart gemobbt wurde und viele Jahre später nach meiner Ausbildung immer wieder in diversen Firmen, weiß ich, dass diese Wunden niemals ganz heilen werden.

Aber freu dich doch erstmal, dass du 'wieder' normalgewichtig bist. Versuch, die positiven Aspekte zu beleuchten - es mag erstmal so scheinen, aber es gibt nicht immer nur schlechte Sachen.

Wenn du deinen Körper weiter trainierst und formst, desto mehr Menschen werden dich anschauen, und zwar, weil du eine hübsche Figur hast - und rede dir nicht ein, dass irgendwelche Fremden, nur weil sie glotzen, sich ein solches Urteil erlauben ("[...] übergewichtig zu werden]. Vielleicht schaut dich ein Großteil der Menschen an, weil du gut aussiehst oder eine sympathische Ausstrahlung hast?

Wenn du so starke Suizidgedanken hast (meiner Meinung nach ist man nach dem Sterben nicht "frei", sondern komplett weg); hast du dich schonmal schlau gemacht, ob es in deiner Umgebung Psychiater und/oder Psychotherapeuten gibt? (Ich habe damals mit dem Psychiater/Neurologen angefangen, denn die Psychiater haben, zumindest hier in der Region, viel eher einen Termin. Und ein Psychiater kann mit dir gemeinsam nach einem geeigneten Medikament suchen, das deine Stimmung hebt.

Um das Mobbing zu verarbeiten, könnte dir eventuell eine Psychotherapie helfen (Ich mache zur Zeit auch eine). Leider sind meistens die Wartezeiten bei Psychologen sehr lang, deshalb empfehle ich halt erstmal einen Psychiater (ich würde an deiner Stelle, wenn du dort anrufst, die Not schildern, in der du steckst, und dass du dringend einen Termin benötigst...dann geben sie dir vielleicht einen früheren Termin).

Du kannst im Internet nach Psychologen suchen, oder eventuell deine Krankenkasse fragen, ob die eine Liste haben, die du durchgehen kannst. Da drücke ich dir die Daumen, und mach der Arzthelferin vielleicht auch klar, dass du dringlich Hilfe brauchst.

Normalerweise bezahlt eine gesetzliche Krankenkasse bis zu 5 Probesitzungen je Psychologe, damit du einen findest, mit dem du dich verstehst und bei dem du dich gut aufgehoben fühlst.

So, ansonsten hab ich noch eine Idee - geh mal shoppen und kauf dir neue, gut aussehende Klamotten...und danach oder davor zum Frisör und mal was ganz anderes ausprobieren, sich eine neue Frisur gönnen. Also zumindest ist es bei mir so, dass es mir immer nach dem Frisör erstmal wieder ein paar Tage sehr gut geht. 

Und wenn wirklich manche Leute negativ schauen, dann stell dir vor, dass das nur dumme Schafe sind oder glotz so lang zurück, bis sie wegschauen (das ist ne geile Methode - anfangs mental anstrengend, macht aber nach einiger Zeit richtig Spaß und fördert das Selbstbewusstsein).

Ausbildung, Minijob, Studieren - freu dich, dass du diese Möglichkeiten hast! Genieß das Leben! Schau öfters in den Himmel, geh im Wald spazieren, male/zeichne was, etc. etc....

Es gibt Leute, die haben nichts in der Richtung, was sie tun können; keine Qualifikationen zum Beispiel.

Es gibt auch Menschen, die todkrank sind und die wirklich sterben müssen...ich glaube, dass viele von ihnen dir 'nen Vogel zeigen würden, würdest du das mit dem Suizid erwähnen. Denn wahrscheinlich bist du körperlich tadellos gesund.

Um noch auf deine eigentliche Frage zurückzukommen - ich würde mir an deiner Stelle einen Hund zulegen (falls du jemanden hast, der sich, während du weg bist um ihn kümmern und mit ihm Gassi gehen kann). Hunde sind sehr verspielt und voller Enthusiasmus, wenn man mit ihnen spielt. Das steckt förmlich an.

Falls ein Hund keine Option ist, habe ich noch eine Idee; kauf dir zwei Ratten. Ratten sind sehr kluge und emsige Tiere, an denen man auch richtig Freude haben kann. Wenn du sie gezähmt hast, kannst du sie auf deinen Schultern rumklettern lassen und, falls du dazu überhaupt Zeit hast), kleine Tricks beibringen.

Viel Glück, alles Gute, und -verdammt nochmal- Kopf hoch!

@ Dolchwespe

Um Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen, sollte man vor allem selber so stabil sein, dass man auch einem Haustier voll gerecht werden kann.

Sicher kann ein Haustier helfen, es kann Trost geben und es kann einen verstehen ohne Worte.

Aber es sollte nicht dazu dienen, dass man sich einer Therapie entzieht, denn die kann auch ein Haustier nicht ersetzen.

Wenn du bald eine Ausbildung machst, dann passt ein Hund da auch nicht rein, denn der wäre viel zu lange alleine

Du steckst immer noch in deinem Selbstmitleid, warum kommst du nicht endlich da raus und gehst zur Therapie.

Ist nicht böse gemeint, aber komme mal von dem Tripp herunter, dass du gemobbt wurdest, das passiert tausend Menschen und sie schaffen das auch, dass sie das irgendwann mal überwinden.

ABER sie stellen sich ihren Problemen und jammern nicht nur, aber anders geht es leider nicht.

Dir wird keiner helfen können, auch nicht mit zig Fragen vom selben Thema.

Du bist doch keine 12 mehr und bist für dein JETZIGES Leben verantwortlich und für deine Zukunft,. aber DU musst deine Beine in die Hand nehmen und zum Arzt laufen, schubsen kann man dich nicht.

Auch dich nicht an die Hand nehmen,sondern dir nur den Rat geben, was du
tun könntest, wann willst du damit anfangen, dass es dir besser geht?

Grund für das Mobbing, war wohl mein Übergewicht.

Hier denke ich mal, dass da noch andere Probleme im Hintergurnd waren, denn viele sind übergewichtig und die können damit anders umgehen.

Irgendwann muss man auch mit dem was war, versuchen abzuschliessen und mal nach vorne schauen, ändern kannst du die Vergangenheit nicht, aber deine Zukunft kannst du beeinflussen.

Ein Tier ist ein Tier und kein Therapeut.

Das ist so das wichtigste.
Es kann sein, dass dir ein Tier unheimlich gut hilft. Aber es kann auch sein, dass du es nicht schaffst dich um ein Tier zu kümmern, wenn du es momentan selbst nicht schaffst.

Ich persönlich weiß von mir, dass ich mich in einer akuten Phase nicht um ein Tier kümmern könnte.

Ich habe das Glück, dass ich nicht alleine wohne und unser Hund schon immer ein Gemejnschaftshund war. Ich trage somit nicht die komplette Verantwortung für ihn.

Da dich niemand kennt,wird dir auch niemand sagen können, ob ein Tier für dich gut ist oder eher schlecht.
Das musst du selbst wissen.

Tiere können immer hilfreich sein. das will ich gar nicht abstreiten, aber Tiere sind auch mit viel Arbeit/Verantwortung verbunden.

Dolchwespe 30.06.2017, 19:35

Wer sagt, dass ich mich um mich nicht kümmern kann. Habe Alles im Griff. Nur fühle ich mich manchmal emotional vernachlässigt. Das hat aber Nichts damit zu tun, dass ich nicht mein Leben in den Griff bekomme u ein Tier, als Therapeut..So war das nicht gemeint.

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depressivekunst 30.06.2017, 21:13

niemand hat gesagt, dass du dich nicht um ein Tier kümmern kannst. du tagst allerdings auch Depressionen und diese gehen häufiger mit Antriebslosigkeit einher. daher habe ich das erwähnt.

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Dolchwespe 30.06.2017, 21:23

depressive Phasen, keine Depressionen. Dennoch bekomme ich Alles hin.

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Natürlich ,,juckt" es jmd.

1. Sind alle, die dich gemobbt haben, arschl*cher und auch die, die dich jetzt noch schief angucken und dumme Gedanken haben. Das zeigt nur, dass da in der Erziehung und im weiteren Umgang ordentlich was schief gelaufen ist und sie nen Tunnelblick haben und mit etwas oder jmd der anders ist, nicht klar kommen.

2.es gibt immer was, für das es sich zu leben lohnt! Ich habe auch oft das Gefühl, dass alles sinnlos ist und die Existenz keinen Sinn ergibt, aber letztendlich komme ich immer wieder dazu, dass es doch was gibt. Ob ein hobby, liebe, Familie , Freunde oder die Welt entdecken, es gibt immer was!

3.ich finde die Idee mit einem Haustier sehr gut, aber bitte dann etwas das auch action bringt, wie z.b. ein Hund:) ein Goldfisch würde dir nicht viel neues zeigen. Außerdem kann man mit einem Tier auch gut Kontakte knüpfen.

4. Nett gemeinter Rat, mach einfach mal etwas, dass dich aus dem Haus bringt:) mach dinge , die du noch nie gemacht hast. Lern neue Leute kennen und unternimm mit anderen was. Nicht alle Menschen sind vollid*oten;)

Lg

Der Sinn und Zweck von Haustieren zur Selbst-Therapie ist, dass man eine Verantwortung für ein anderes Leben übernimmt, wenn man diese nicht mehr für sich selbst tragen will/kann.

Daher solltest Du Dir vorher aber auch darüber ganz klar sein, dass es ab dem ersten Tag mit Haustier KEINE Flucht mehr gibt. Du bist dann dazu verpflichtet, Dich um das Tier zu kümmern, bis zu seinem natürlichen Tod – "natürlich" heißt aber auch ohne Ausreden!

Abgeben ist immer eine schwere Belastung für das Tier und dann überträgst Du Deine Last auf das Tier.

Das Tier ist ein Helfer und Freund und nicht bloß Mittel zum Zweck.

Wenn Du das beherzigen kannst, dann ist das eine gute Idee.

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