Veränderte Zeitwahrnehmung?

6 Antworten

Hallo yoloswagster420,

so geht das den meisten naturwissenschaftlichen Entdeckungen: Sobald sie bekannt sind, reimen sich die Leute irgendwas zusammen und stellen sich was drunter vor, was gar nichts damit zu tun hat.

Nein, die Gravitationswellen sind an Deiner Langeweile ganz unschuldig.

Gravitation verändert den Verlauf der Zeit - ja, ABER nicht für das Individuum im Schwerefeld. Unsere Eigenzeit verläuft immer gleich, bzw. etwas exakter ausgedrückt: Ein Beobachter kann allein durch den Blick auf seine Uhr nicht entscheiden, ob er in einem Schwerefeld sitzt oder nicht. Erst ein Beobachter außerhalb des Schwerefeldes wird bemerken, dass seine eigene Uhr und die im Schwerefeld unterschiedlich laufen.

Gravitationswellen wiederum entstehen, wo sich Massen bewegen. In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist "Gravitation" eine Folge der Effekte, die  Massen auf den sie umgebenden Raum (besser die Raumzeit) haben. Wenn sich sehr große Massen sehr schnell bewegen, so ändern sich auch die Einflüsse auf die umgebende Raumzeit sehr schnell, was zu winzigsten(!) Schwingungen derselben führt.

Um das einmal zu verdeutlichen: Gravitationswellen sind nachgewiesen worden bei einem Ereignis, bei dem 2 Schwarze Löcher verschmolzen sind. Beide Objekte hatten mehrfache Sonnenmasse und haben sich zuletzt mit etwa der halben Lichtgeschwindigkeit umeinander gedreht. Beim Verschmelzen wurde innerhalb von Sekunden ein Energieäquivalent von 2 Sonnenmassen (E=mc²) freigesetzt.
Dieses Ereignis hat zu der enormen (und deshalb überhaupt nur nachweisbaren) Vibration der Raumzeit geführt, die einer Stauchung der Entfernung zum nächsten Stern (4,3 Lichtjahre, also zig Billionen Kilometer) um die Dicke eines menschlichen Haares geführt hat.

Und nein, so ein Ereignis führt nicht dazu, dass Du Dich manchmal langweilst und manchmal nicht.

Wie Shakespeare so schön geschrieben hat:

"
The fault, dear Brutus, is not in our stars, but in ourselves
"

Dass wir den Verlauf der Zeit nicht immer konstant schnell wahrnehmen, ist allein ein psychologischer Effekt, der damit zusammenhängt,  wie gut das Gehirn in dieser Zeit "unterhalten", also beschäftigt ist. Je weniger das Gehirn Zeit hat, über den Verlauf der Zeit nachzudenken, desto schneller vergeht für uns die Zeit. Warten wir dagegen sehnsüchtig auf das Verstreichen der Zeit, erleben wir den Fortschritt des Zeigers bewusst und er kommt uns langsam vor.

Nur deshalb allein kommt uns eine Minute vor der Klotür erheblich länger vor als eine Minute auf der Toilette...


https://youtube.com/watch?v=U8M5NGDAp60

Grüße

Hey, ja man selbst kann die Zeit beeinflussen. Weil Zeit nie vergeht und ewig bleibt. 

Ein leerer Raum z.B. ist auch nur solange leer, wie man auch nichts in diesen hineinstellen tut... 

Du kannst in jede Ecke des Raums gut einblicken, solange du diesen nicht füllen tust. Und so ist auch mit der Zeit, umso mehr du dich beschäfigst mit Dingen die dich Freuen, desto schneller vergeht auch die Zeit für dich. Also umso voller der Raum, desto mehr verlierst  du den Überblick von der Zeit. Die Zeit sind die Wände des Raums. Und da du nicht wissen tust wie Groß der Raum ist, weist du auch nicht wie wo die Wände, bzw. die Zeit verlaufen tut... 

Nur mal so am Rande gesagt. Wenn eine Woche vergangen ist, habe ich diese als die Dauer von ca. 3 bis 4 Tage wahrgenommen. Momentan versuche ich dies noch zu steigern, auf ein Monat gleich eine Woche... Nun ja was man verschnellern kann, kann man auch verlangsamen. Hab da auch schon eine Theorie, wie dies funktionieren könnte. Jetzt nehme ich wieder mein Beispiel leerer Raum, zuhand. Jetzt muss man den Raum entleeren, umso leerer desto langsamer vergeht die Zeit. Weil man ja nur die Zeitwände hat auf die man sich konzentrieren kann. Bloß hier ist auch das Problem, dass man sich auf Sekunden, Minuten, Stunden konzentrieren muss, welche mit 60 Einheiten belegt sind... 

Jedenfalls hänge deine Uhren weg und du wirst es selber sehen. so verrückt wie es sich auch im ersten Moment für den einen anhören tut, desto fester sitzt dieser dann auch gefangen in seinen Zeitkäfig drin. Doch außerhalb des Käfigs, nur dort funktioniert auch die Ewigkeit...

Ich glaube unser Gehirn "erfasst" Zeit nicht. Zeit ist nichts greifbarer, nichts physisches, nichts wirklich konkretes. Es ist eher die ständige Veränderung der Umstände. Ohne Veränderung auch keine zeit und ohne Zeit keine Veränderung.
Ich denke es ist eher die Erfassung dieser Veränderungen und die gespeicherten Informationen / Erinnerungen an vergangene Veränderungen und Ereignisse, mit der wir die Zeit wahrnehmen.
Wir können schließlich nicht die Zukunft "erfassen" auch wenn das manche Menschen gerne behaupten ^^

Also die Zeit, die wir wahrnehmen, wird zusammengesetzt, in dem wir die Veränderungen, die in einer bestimmten Zeit passieren, in relation zu anderen, schon vergangenen Ereignissen setzen und damit ausschließlich ein Produkt unseres Gehirns.
Also zumindest so wie wir sie wahrnehmen.
Daher denke ich, dass sich unser Gefühl für die Zeit ausschließlich psychisch stattfindet und nicht wirklich von außerhalb beeinflusst werden kann.

... Wow ich hoffe das war irgendwie verständlich 😅

Hm aber zurück zu deiner Theorie. Du hast recht, Gravitation beeinflusst zwar die Zeit, aber unser zeitgefühl ist, wie ich oben beschrieben habe, denke ICH nur Kopfsache. Denn wenn wir würden es nicht merken, wenn die Zeit langsamer oder schneller vergeht, da wir ja ebenfalls mit der Zeit langsamer oder schneller werden. Nur wenn wir eine externe Quelle zum überprüfen hätten, würden wir merken, dass die Zeit unterschiedlich verläuft und somit kann man diese Theorie (so schön sie im ersten Moment auch klingt) denke ich nicht wirklich anwenden.

Allerdings, es gibt natürlich auch keine Beweise gegen diese Theorie und auch keine für meine.
Daher... Wer weiß 😋
In der Theorie ist alles möglich, man muss es nur in der Praxis finden :D
Vielleicht beschäftigen sich ja auch schon einige Forscher damit :p

Was möchtest Du wissen?