Verändert der Krieg im Osten gegen den IS die Sicht auf Muslime?

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8 Antworten

Ein Konflikt sollte niemals die Sichtweise auf eine Menschengruppe beschränken, oder gar eine Kollektivschuld zuschreiben.

Was allerdings richtig ist, der Islam wurde vor IS schon kritisch betrachtet, und nun ist der Islam in der offenen Kritik.

Die Basis der wahhabitischen, salafistischen und somit terroristischen Ideologien sind Koran, Sunna und Scharia. Die derzeitgien Handlungsweisen werden dabei über Rechtsgutachten und Hadithe (Überlieferungen) gerechtfertigt. Dies bezieht sich sogar auf die Arten der Tötung, sowie dem Umgang mit Frauen und Kindern.

Ich darf in dem Zusammenhang auch nur auf die letzte Woche verweisen, wo ein bekanntes wahhabitisches Land auf höchstrichterlichem Urteil eine reinste Köpfungsorgie veranstaltete. An nur einem Tag wurden über 50 Personen mit öffentlicher Zurschaustellung enthauptet. Das ist nach meiner Ansicht nichts anderes als wie IS es praktiziert.

Ich habe seit langem schon davon gesprochen, dass der Islam eine dringende Reformierung benötigt. Dabei habe ich auch immer darauf verwiesen, dass die Reformation des Islam aus dem Islam selber kommen muss. Es stellt sich nunmehr für mich persönlich die Frage, ob mein Wunsch nach einer Islamreform nicht auch den Anstoss von Außen bedarf. Dabei denke ich nicht unbedingt an einen Konflikt, aber eine klare Abgrenzung hinsichtlich islamischer Gepflogenheiten zumindist hier in Europa. Wenn man den Islam seine Grenzen aufweist, z.B. Verbot von Schächtungen (Tierschutz), Kopftuchverbot, Burkaverbot, Überprüfung eines Sinn nach einem Gesamtislam (der Islam hat in sich weit über 70 Splittergruppen mit unterschiedlichen Glaubensauffassungen), dann könnte dies dazu führen, das der Islam sich anders darstellt. Bei den jetzigen Regelungen fühlt sich der Islam über den Rahmen der Religionsfreiheit nur bestätigt, und lädt sogar ein, da der Islam in Europa angenehmer zu praktizieren ist, als es in den islamischen Ländern selbst. Dies ist dann aber auch gleich der Nährboden für den Salafismus. Betrachtet man IS, dann kommt eine Vielzahl der Terroristen aus der als allgemein nichtislamischen Welt bezeichneten Staaten. USA, Holland, Belgien, England, Frankreich, Deutschland. Gerade diese Länder haben sich in der Vergangenheit durch große Toleranz gegenüber anderen Religionen ausgezeichnet. Hier muss man Nachdenken!!

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Der "Krieg gegen den IS" zeigt für alle sichtbar den moralischen Bankrott der mächtigeren/reicheren arabischen Staaten im Mittleren Osten. Die Aufrechterhaltung des Konfliktes und Status Quo zwischen Sunniten + Schiiten + X ist dort wichtiger, als die Lösung der humanitären Katastrophe. Auch für die Türkei zeigt sich deutlich, daß der Fokus auf der Niederhaltung der Kurdistan-Bestrebung liegt.

Die einzigen, die ernsthaftes Interesse an der Bekämpfung des IS zeigen (wen wunderts, es sind ja auch Schiiten), ist der Iran. Nur wissen die genau, daß die sunnitischen Staaten nur darauf warten, daß sich der Iran eine Blöße gibt, der als Casus Belli hinreicht.

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Leider ist deine Frage sehr mangelhaft formuliert. Wessen Sicht soll sich denn auf welche "Muslime" beziehen? Und wie könnte man die Veränderung einer Sicht nachweisen??  O.O

Beispiel: Japaner und Südafrikaner sehen jedwelche Vorgänge sicher anders als Franzosen. Aber auch "Franzosen" ist viel zu wenig definiert, als man daraus irgendetwas ableiten kann. Es können Menschen mit verschiedensten Religionen sein, alte, junge, gebildet, ungebildet, Kriegsgeschädigte oder Kriegsgewinner, Hobbyeisenbahner oder Operettenliebhaberinnen ... usw.  ;D  lg mary

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Kommentar von Madxx
01.12.2015, 12:56

Ich rede davon ob z.B. du Angst, Wut oder ähnliches gegenüber Muslimen empfindest weil es drüben diesen krieg gibt .. ?

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Wenn du mit deiner Frage die Sicht auf die zum sogenannten IS gehörenden Muslime meinst, dann auf jeden Fall "ja"!

Selbst die Sicht auf die hier lebenden Muslime wird damit beeinflusst, weil sich viele unwillkürlich fragen, wie man sich nur einer so widersprüchlichen Religion anschließen kann und ob Muslimen überhaupt noch "über den Weg" trauen kann.

Sage jetzt bitte nicht, die IS-Jungs wären keine "richtigen Muslime", wenn in der Schrift des Koran schon die Anleitung zu ihrem Handeln verankert ist, welche glücklicherweise von der Mehrzahl der Muslime nur nicht so radikal befolgt wird, weil sie eben nur "halbgläubig" sind, oder sich an den anderen, positiven Inhalten des Koran festhalten.     

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Kommentar von Madxx
01.12.2015, 10:35

Also würdest du deiner Meinung nach einen gläubigen Moslem der in Europa wohnt auf eine Stufe mit einem der der is angehört stellen ?

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es sind nicht  nur Anhänger monotheistischer Religionen ( Juden, Christen, Moslems)  gewalttätig , auch Hinduattentäter begründen ihre Taten religiös und ebenso buddhistische Militärs & Mönche die friedfertige, wehrlose Menschen foltern und töten.

Das ist doch seit Bestehen der Religionsgemeinschaften leider gegeben, das die mit Krieg ihre Religionen beleben :( & die Menschlichkeit töten.

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zum teil , weil hier einige männliche zuwanderer ihre frauen  so " halten" wie es offenbar dem IS recht ist .

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Kommentar von Madxx
01.12.2015, 09:48

Meinst du Flüchtlinge oder Deutsche mit migrationshintergrund ?

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Klares NEIN !

Die "Kämpfer" der IS sind Mörder, Vergewaltiger und nichts anderes. Das hat mit dem Islam nichts mehr zutun.

Ich bin Christ und habe sehr viel muslimische Freunde. In dieser Frage sind wir uns alle einig !

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Kommentar von earnest
01.12.2015, 14:51

Erzähl doch bitte nicht das Märchen, der IS habe nichts mit dem Islam zu tun.

Die verbrecherischen "Gotteskrieger" berufen sich, wie du sicher weißt, auf den Koran und auf die darin enthaltenen Textstellen, die zur Gewalt gegen "Ungläubige" aufrufen.

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Kommentar von hummel3
01.12.2015, 16:49

Die "Kämpfer" der IS sind Mörder, Vergewaltiger und nichts anderes. Das hat mit dem Islam nichts mehr zutun.

Sicher sind sie Mörder, Vergewaltiger usw. - Aber ansonsten irrst du dich gewaltig! - Befasse dich näher mit dem Islam und vor allem dem Koran - der angeblich "von Gott herabgesandten Botschaft".

Dann erkennst du sehr schnell, dass es ohne Koran kein IS geben würde. Der enthält nämlich exakt die Anleitung für das Verhalten dieser Verbrecher. Wer das nicht wahrhaben will, ist auf einem Auge blind.

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Heute bei uns in der Zeitung: "Der Salafismus ist die am stärksten Wachsende "Religion" in Deutschland".

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Kommentar von Madxx
01.12.2015, 10:35

Salafismus ist keine Religion ...

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