Verändern sich Sexualitäten im Leben oder ist seit der Geburt genau festgelegt, was man sexuell und/oder romantisch anziehend findet?

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13 Antworten

Hallo.

Wie genau sexuelle Orientierungen entstehen und wodurch sie alles bedingt werden können ist wissenschaftlich zur Zeit noch nicht vollständig geklärt.

Was die Ursachen für eine homosexuelle Orientierung betrifft werden in der Wissenschaft (!) zwei Hauptthesen vertreten:
(1.) Ein Mensch ist bereits vor der Geburt darauf festgelegt, eine homosexuelle Orientierung auszubilden.
(2.) Eine Homosexuelle Orientierung wird durch bestimmte Faktoren während der frühen Kindheit oder teilweise auch noch in der Pubertät verursacht.
Teilweise werden auch Positionen vertreten, welche zwischen diesen beiden Hauptthesen liegen. So wird mitunter angenommen, dass sowohl pränatale Faktoren, wie auch Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit eine Rolle bei der Herausbildung einer homosexuellen Orientierung spielen. In jüngster Zeit sind wohl einige Studien erschienen, welche pränatale Faktoren wahrscheinlich machen.

Das sind jedenfalls die beiden Pole, innerhalb derer momentan der seriöse, wissenschaftliche Diskurs abläuft. Egal, welche Position ein Forscher vertritt - fest steht aus wissenschaftlicher Sicht auf jeden Fall, dass eine die sexuelle Orientierung spätestens mit der Pubertät festgelegt ist. Daraus folgt, dass die sexuelle Orientierung bei Erwachsenen eben nicht mehr geändert werden kann. Eine Änderung oder Umpolung der sexuellen Orientierung, wie sie einige "christliche" Reparativtherapien zum Ziel haben, hat damit nach aktuellem Stand der Forschung keine wissenschaftliche Basis.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Homosexualität aufgrund dieses wissenschaftlichen Befundes Homosexualität seit 1992 nicht mehr als Krankheit ein. Auch vor 1992 wurde Homosexualität von der WHO nicht als Krankheit, sondern als "umstrittene Krankheit" eingestuft.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen sich sexuelle Orientierungen bei Erwachsenen noch mal verschieben können. Z.B. können psychische Krankheiten zu vorübergehender Asexualität (also dem Verlieren jeglicher sexuellen Neigungen) führen. Wenn dieser Zustand jedoch endet, ist die alte sexuelle Orientierung wieder da.
Auch der Hormonspiegel kann sexuelle Vorlieben leicht verändern - nicht aber grundsätzlich die sexuelle Orientierung. Wenn z.B. heterosexuelle Frauen die Pille nehmen und diese absetzen, kann es in einigen Fällen passieren, dass sie ihren Partner weniger anziehend finden, als zu der Zeit, in der sie die Pille eingenommen haben. Aber auch hier lässt sich kein grundsätzlicher Wandel der sexuellen Orientierung feststellen.
Ein kompletter dauerhafter Wandel der sexuellen Orientierung ist bisher wissenschaftlich lediglich bei einigen, wenigen Schlaganfallpatienten belegt.


Die "christlichen" Reparativtherapien werden aber nicht deshalb als menschenverachtend kritisiert, weil sie keine wissenschaftliche Basis haben, sondern weil sie nachweislich bei vielen Opfern schwere psychische Schäden anrichten und in einigen Fällen sogar zum Suizid führen können. Besonders dramatisch können die Auswirkungen sein, wenn solche Therapieversuche an Minderjährigen durchgeführt werden.
Dass Versuche Homosexuelle umzupolen schwere Schäden anrichten können ist schon lange bekannt. Früher, als (vor allem männliche) Homosexualität auch in Europa und Nordamerika noch als Straftat galt und verfolgt wurde, wurden immer wieder Homosexuelle zu Therapien gezwungen. Teilweise unterzogen sich Homosexuelle auch freiwillig solchen Therapieversuchen, um sich den gesellschaftlichen, rechtlichen und religiösen Normen anpassen zu können. Erfolge solcher Therapien konnten nicht verzeichnet werden. Aufgrund der auftretenden psychischen Schäden und Selbstmorde gab es auch schon seit dem 19. Jahrhundert Ärzte und Psychologen, welche diese grausamen Therapieversuche kritisierten. Sofern bei diesen Therapien auch Medikamente oder Elektroschocks eingesetzt wurden, traten mitunter auch schwere gesundheitliche Schäden auf.


Es ist ferner zu beachten, dass sexuelle Orientierungen nicht binär sind. Nur wenige Schwule sind so stockschwul, dass sie nicht auch in der Lage wären Sex mit einer Frau zu haben - auch wenn sie Männer bevorzugen. Andererseits gibt es auch Frauen, welche sexuelle Erfahrungen mit anderen Frauen sammeln, diese auch genießen. aber insgesamt doch lieber Männer mögen. So ist auch das Phänomen situativer Homosexualität zu erklären - also, wenn vorwiegend heterosexuell orientierte Menschen, in bestimmten Situationen (z.B. in Gefängnissen) lieber homosexuell leben, als auf das Ausleben ihrer Sexualität komplett zu verzichten.

Auch, dass manche Homosexuelle, die in einem Umfeld aufgewachsen sind, in welchem Homosexualität stigmatisiert wurde und daher zum Zeitpunkt ihres coming outs bereits eine Familie mit einem Partner bzw. einer Partnerin des anderen Geschlechts gegründet haben, lässt sich so erklären.
Möglicherweise könnte dies auch eine Erklärung dafür sein, dass einige Mitglieder der "ex gay movement" nicht nur darauf verzichten ihre Homosexualität auszuleben, sondern sogar Ehen mit Frauen eingehen, obwohl sie vor ihrer Bekehrung zu einem fundamentalistisch orientierten "Christentum" homosexuell gelebt haben. Die letztere Gruppe stellt sich, meines Wissens nach, jedoch nicht für seriöse wissenschaftliche Studien zur Verfügung, weshalb man da nur vermuten kann.


Vielen, Vielen Dank für auch die wissenschaftlichen Ansichten!

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Nach allem, was ich von Homosexualität weiß, ist die Fähigkeit auf männliche oder weibliche Pheromone in einer bestimmten Weise zu reagieren angeboren und geht auf eine bestimmte Kombination von Genen zurück. Das kann nicht geändert oder umerzogen werden.

Dennoch ist es möglich, dass man die Sexualität im Laufe seines Lebens scheinbar ändert. Denn es gibt auch eine These, nach der reine Hetero- oder Homosexualität nur die Endpunkte eines weiten Spektrums an Sexualität und eine Außnameh sind.  Die meisten Menschen befinden sich irgendwo dazwischen und sind bisexuell und tendieren nur mehr oder weniger in die eine oder andere Richtung.

Das heißt, sie können auf männliche und weibliche Pheromone reagieren. Und an dieser Stelle kommt die Erziehung ins Spiel. Jemand der die Möglichkeit hat auf Männer und Frauen gleichermaßen zu stehen, wird sich, in einer Homophoben Gesellschaft, wie sie durch das Christentum oder den Islam entstanden sind, niemals als Homosexuell empfinden.

Nur die Menschen, die ganz am Ende der Skala auf der homosexuellen Seite stehen, bekommen dann ein Problem. Durch diese einseitige Erziehungssache kommt es auch häufiger vor, dass vermeindlich heterosexuelle Menschen irgendwann homosexuell empfinden aber sehr viel seltener umgekehrt. Im Grunde sind sie einfach bisexuell und durch die Erziehung geprägt. Wenn sie sich dann irgendwann über gesellschaftliche Normen hinwegsetzen und einfach Ihren Gefühlen folgen, scheint es so, dass sie homosexuell werden. Und das kann sich auch wieder ändern, denn die grundsätzliche Möglichkeit, ich von beiden Geschlechtern sexuell angezogen zu fühlen ist ja vorhanden.

Das ist eine sehr gute und nachvollziehbare Deutung, Dankeschön!

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Guter Kommentar. 

Dazu ergänzend kann sicher die https://de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Skala genannt werden. 

Ich denke nicht, dass sich die Sexualität ändern kann. Vielmehr kann ich mir gut vorstellen, dass vielleicht nur leichte(seltene) Phantasien vorhanden sind und deshalb das Verlangen, die "andere Sexualität" zu testen, eben erst später/spät kommt. 

Ebenso kann ich mir vorstellen, dass eine besondere Situation dazu führen kann, das man es dann mal ausprobiert. Wie bereits geschrieben, kann dies ein "Zwang" (z.B. Gefängnis) oder auch das Zusammentreffen von vielen besonders günstigen Parametern sein (z.B. alkoholisiert, besonders sympathische Person, passende Umgebung, passende Situation usw....).

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Das weiß man nicht so genau;

denkbar wären aber sowohl biologische als auch Entwicklungsfaktoren;  klar ist nur, dass wenn eine Sexualität (die ja eine primäre und nicht unbedingt eine generelle Ausrichtung beschreibt) sich herausgebildet hat, diese nicht mehr wirklich änderbar ist.

Die Entwicklungsfaktoren haben aber nichts mit Manipulation oder dem Aufwachsen in einem entsprechenden Umfeld zu tun, das kann man anhand der Verteilung sogar ausschließen.

Zum Thema "christliche Umerziehung" - da ist halt der Wunschgedanke Vater der Handlungen, aber nur weil man etwas möchte heißt es nicht, dass es auch geht; unter anderem auch daher werden solche "Projekte" psychologisch und medizinisch als sehr negativ betrachtet.

Schwul "geworden" ist so mancher, der zu seiner Homosexualität nicht stehen konnte und sich in heterosexuellen Beziehungen herumgequält hat. Frag mal genauer nach, wie das heterosexuelle Leben gewesen ist und wie es mit des sexuellen Anziehung dem sexuellen Genuss war!

Die Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens. Die sexuelle Orientierung eher nicht.

Außerdem ist die sexuelle Anziehung zu einem bestimmten Geschlecht in den seltenstensten Fällen zu 100 Prozent eindeutig, so dass allein dadurch "Spielräume" denkbar sind. Die meisten haben aber eine deutliche Bevorzugung.

Verändern sich Sexualitäten im Leben oder ist seit der Geburt genau festgelegt, was man sexuell und/oder romantisch anziehend findet?

Teils teils, bzw. kommt drauf an.

Die "sexuelle Orientierung" (Hetero-/Bi-/Homo-/Pädo-/Asexualität) ist angeboren und nachträglich nicht änderbar. Die "sexuelle Präferenz" hingegen (wie wir unsere Sexualität innerhalb unserer Orientierung ausleben, also z.B. SM oder Fetische) ist im Laufe des Lebens erworben und auch änderbar.

Man sagt ja beispielsweise immer, Homosexualität sei etwas angeborenes und die Leute könnten das nicht ändern.

Das sagt "man" nicht, das ist ein erwiesener Fakt.

Christliche "Sexualitätsänderungsstationen" (?) werden dann auch als menschenunwürdig bezeichnet und gesagt, man könne die Sexualität eines Menschen nicht verändern.

Niemand hat weniger Ahnung von Sexualität, als gläubige konservative Christen. "Nicht sein kann, was nicht sein darf!" ist für manche Glaubensrichtungen sicherlich gut genug, für Wissenschaftler allerdings nicht.

Dann gibt es wiederum Menschen, die von sich oder von anderen behaupten, sie seien erst schwul "geworden", aber seien es nicht immer gewesen. Diese Anziehung wäre also erst gekommen und die zu andersgeschlechtlichen Menschen eventuell sogar erloschen.

Das mag subjektiv so wirken, ist objektiv aber falsch.

Der Mensch ist halt, wie seine nächsten Verwandten im Tierreich auch, prinzipiell eine bisexuelle Spezies.

Wenn er aber kulturell auf Heterosexualität "dressiert" wird, ist das für einen Homosexuellen eine unüberwindbare Hürde, die aber mitunter dennoch überwunden wird (ist nur eine Frage des Drucks - ob er damit glücklich ist, steht in solch repressiven Gesellschaften ja nicht zur Debatte).

Ein Bisexueller hingegen ist höchstens in seiner Sexualität eingeschränkt - ggf. ohne von seiner Orientierung überhaupt zu ahnen, oder Einschränkungen als störend zu empfinden.

Verändert sich Sexualität im Laufe des Lebens (wenn ja, warum, von was abhängig)?

Bei der sexuellen Orientierung kann also ein Schlüsselerlebnis dazu führen, dass man die bisher angenommene (aber nicht tatsächliche) Sexualität neu bewertet. Bei Gelegenheit und ohne Repression kann das ein sehr umwälzender, befreiender Moment sein.

Die sexuelle Präferenz hingegen speist sich aus unseren Lebenserfahrungen. Hat man z.B. mit etwas positive Erfahrungen gemacht, streben wir automatisch und unbewusst dazu, sie zu wiederholen. Aber sie kompensiert ggf. auch einfach Defizite. So neigen z.B. Männer in Führungspositionen überdurchschnittlich oft dazu, in SM-Spielen den unterwürfigen Part zu übernehmen.

Hallo,

Sexualität allgemein ist natürlich angeboren. Jeder hat Sexualität usw. Gefühle sind übrigends auch Sexualiät!

Sexualität kann sich im Leben nicht ändern. Warum auch? Man hat sein Leben lang Hunger und Durst. Das bleibt so, solange man lebt.

Und: Homosexuliät gibt es nicht! Das ist eine reine Einbildung! Es gibt nur Sexulität an sich und sonst nichts! Das ganze Gerede darüber ist reine Gefühlsduselei! Es gibt nur die eine Sex. und sonst nichts!

Es spielt überhaupt keine Rolle, mit wem man Sex hat oder ob man männlich oder weiblich bevorzugt. Sex kann jeder mit jedem machen!

Aber: Der Kopf mischt sich immer ein! Wir denken darüber nach und schon in der Kindheit hat man uns erklärt (oder aufgezwungen), das Homosex (oder Sex vor der Ehe, Sex mit Ausländern oder anderen Religionen) schlecht wären, eine Sünde oder ekelhaft und so weiter ...

Stellen wir uns Jungen und Mädchen vor zu Beginn der Pubertät ohne jede Meinung zur Sexuliät. Sie fangen kreuz und quer an, mit jedem Sex zu haben. Und denken sich nichts schlechtes dabei.

Natürlich gibt es Menschen, die sich im Laufe des Lebens ändern. So gibt es einen Familienvater, der sich nach dem Auszug der Kinder scheiden läßt, um fortan als Schwuler zu leben. Oder ein Schwuler, der sich in eine Frau verliebt - alles schon mal dagewesen. Das Leben ist Wandel und alles kann sich jederzeit ändern!

Falls Du fragst, ob Homosex. angeboren wäre, kann ich sagen, das nein. Ich glaube das nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, Kinder zu beeinflussen. Eine gute Ehe der Eltern z. B. erhöht die Wahrscheinlichkeit, das die Kinder nicht Homo werden! Aber es läßt sich alles nicht beweisen!

Das ganze Leben wäre bedeutungslos, wenn es vorherbestimmt, also angeboren wäre! Für Christen ist klar, das sie von Gott einen Freien Willen bekommen haben, wie kann man da an Angeboren glauben? Und alle anderen sei gesagt, das die Wissenschaft eben nicht nachweisen kann, ob angeboren oder nicht. Schaut man sich die Leute an, ist die Sexualität aber wahrscheinlich flexibel, wandelbar und kann sich auch verändern (im Sinne von Homo oder nicht).

Wandelbarer Gruß vom Klingonen!

Das ist eine schwierige Frage. 

Ich denke, dass keiner mit einer gewissen Sexualität geboren wird, sondern dass sich das erst im Laufe des Lebens entwickelt, je nachdem was man für Erfahrungen macht. Erziehung spielt vermutlich auch eine große Rolle. Wurde man zum Beispiel als Kind von den Eltern missbraucht, könnte das die Sexualität bestimmt auch beeinflussen.

 Sicher kann man das eh nicht sagen, aber das ist meine Meinung...

Ich denke nicht das es unbedingt angeboren ist, auf welches Geschlecht man steht. Konnte mir beispielsweise früher niemals was mit einer Frau vorstellen und mittlerweile hat sich das bei mir komplett geändert.

Finde jetzt beide Geschlechter mega anziehend und könnte mir auch mit beiden eine Beziehung vorstellen.

Allgemein find ich das sich die Sexualität mit der Zeit verändern kann.. mittlerweile steh ich total auf SM. Hat sich alles komplett geändert. Also bin ich der Meinung das es definitiv nicht angeboren ist, man sammelt einfach seine Erfahrungen im Leben. 😅

Naja, Manches bildet sich vielleicht erst mit der Zeit stärker aus. Da du aber wohl "voll" bisexuell bist, ist es bei dir ja eh offen.

Bzgl. SM......sexuelle Orientierung und sexuelle Vorlieben sind dann schon nicht das Gleiche ;-)

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Du schreibst hier von Sexualität, meinst aber sexuelle Ausrichtung. Die Sexualität ändert sich auf jeden Fall mit zunehmendem Alter, das kann ich Dir mit meinen fast 80 Jahren bestätigen. Die Ausrichtung ändert sich wohl nicht, vielleicht nur rein äußerlich.

Also ich denke nicht das es angeboren ist. 

Ich gehe davon aus das es sich ändern kann. 

Wie und warum kann ich dir nicht sagen, da ich keine Studie dazu kenne. 

Ich sage es mal so ganz vereinfacht. Es gibt Ansätze von Studien die besagen das die Erziehung ein Teil mit rein spielt aber auch wie man aufgewachsen ist. Also das man zum Beispiel andere Paare mit einer anderen Sexuellen Orientierung gesehen hat und so gedacht hat: "Hey, was die haben will ich auch haben, sieht echt schön aus so etwas". Ist nur meine Theorie. Dieses Thema ist echt noch sehr offen und unerforscht...

Aus meiner Sicht/Erfahrung und auch aus dem, was ich von anderen weiss, kann ich dir sagen, dass dieser Punkt =>

"......andere Paare mit einer anderen sexuellen Orientierung gesehen hat und so gedacht hat: "Hey, was die haben will ich auch haben, sieht echt schön aus so etwas".

.........wohl sehr sehr selten der Fall ist - wenn überhaupt. Das müsste ja bedeuten, dass man schon recht jung ein homosexuelles Paar kennen lernt, bei dem man recht gute Einblicke in die Beziehung und das "Miteinander" bekommt (viel Kontakt hat). Da kommt dann auch für mich die Frage auf, wie sich Homosexualität in Ländern erklären lässt, wo darauf hohe Strafen (ggf. sogar Todesstrafe) verhängt wird? Dort läuft ja alles sehr versteckt und - auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen - gibt es genauso Homosexuelle (es gibt vielleicht mehr, die es unterdrücken).

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@tobych

Ja das war ja auch nur eine Erklärung. Habe ja nicht gesagt das es nur so geht. Das ist das einzige was ich mir vorstellen kann.

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Ich habe von Wissenschaftlern, im Fernsehen mal gehört, dass auch die Erziehung, Einfluss darauf haben kann.

Aber man kann es nicht nachweisen, da man ja die Zeit NICHT zurück-drehen kann, um die Erziehung anders auszuführen.

Somit gibt es keine Vergleichswerte.

Dabei stell ich mir die Frage, welche "Faktoren" in der Erziehung hier wohl einen Einfluss haben könnten? Es geht ja nicht um das Verhalten, sondern das Interesse. 

Es gibt hier oft die Vorstellung, dass sich ein homosexueller Mann oder eine homosexuelle Frau anders verhalten (müsste), als dies ihre heterosexuellen Vertreter tun. Das ist - aus meiner Sicht - ein grosser Irrtum und wird halt von den Medien oft so dargestellt. 

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@tobych

Ja, das sind nur Spekulationen. Die Wissenschaftler spekulieren nur. Man sollte auch nicht nach den Gründen suchen, sondern es einfach akzeptieren.

Die Menschen können sich ja nicht ihre Neigungen weg-wünschen.

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@tobych

Ich glaube, du verstehst mich falsch:

Da man die Zeit NICHT zurück-drehen kann, um die Erziehung anders auszuführen, gibt es auch keine Vergleichswerte und keine Beweise. Daher sind diese Aussagen auch sehr umstritten, was bzw. wer und ob überhaupt etwas Einfluss darauf hat/haben kann.

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Beides ist der Fall! Es gibt dazu einige Studien im Data Analytics und Data Mining Bereich. Aus so ziemlich jeder Studie geht sehr eindeutig hervor, dass sowohl der genetische als auch der soziale Faktor ins Gewicht fällt.

Allerdings überwiegt der genetische Faktor. Soll heißen: Man kann einen heterosexuellen oder homosexuelle nicht sehr gut "umerziehen", wenn er stark durch seine Gene geprägt ist.

Lassen die Gene einen gewissen "Spielraum", so fällt der soziale Faktor stärker ins Gewicht. An diesem Punkt gibt es dann oft Diskussion, wie sinnvoll es ist, Homosexualität öffentlich zu unterstützen, da der soziale Faktor dadurch gestärkt würde.

Hier findest Du ein paar fundierte Informationen und Literaturhinweise, wenn Du Dich für das Thema interessierst:

http://www.dijg.de/homosexualitaet/angeboren-biologische-ergebnisse/

Ich glaube Sexualität kann sich im Laufe eines Lebens verändern, aber auf den falschen Gründen.

Frauen werden oft im Alter Lesbisch bzw leben mit einer Frau zusammen.

Meist weil der Mann weg ist also die Frau verlassen hat, diese dann aus sehr tiefer Enttäuschung mit Männern abgeschlossen hat. Das ist ja nicht so wie wenn sich ein Pärchen mit Anfang 20 trennt - Bei diesen Frauen liegt mit so einer Trennung die ganze Lebensleistung in Scherben.

Das sitzt sehr tief

Ich glaube auch das es schon Erziehungssache ist ob ein Junge Schwul wird oder sich anders entwickelt. Nicht bei jedem das ist klar

Es gibt Schwule die sind einfach schon immer Schwul gewesen. Da hätte man nichts machen können

Aber grundsätzlich glaube Ich schon das ein Junge einen starken Vater, eine starke Maskuline Vaterfigur braucht


Mein Vater ist im Krieg umgekommen, ich bin mit meiner Mutter und zwei Schwestern in einem reinen Frauenhaushalt aufgewachsen, also ohne starken Vater bzw. Vaterfigur. Ich bin alles andere als schwul geworden.

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