Verändern Antideptessiva stark die Persöhnlichkeit?

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6 Antworten

Hallo,

das kommt immer ein bisschen drauf wie man auf die Medikamente reagiert. Habe schon miterlebt wie Anti-Depressiva den Charakter schwer verändert haben, da waren aber die Tabletten aber auch nicht richtig eingestellt.

Das sieht man immer erst wenn man die Tabletten genommen hat.

Wenn du die Tabletten nimmst dann lass dich einfach mal von jemanden im Auge behalten der dich gut kennt und der dich einschätzen kann - das wirst du selber vielleicht gar nicht mehr so merken. Dann hast du eine andere Meinung ob du dich verändert hast oder nicht.

Wünsch dir alles gute mit deinen Stimmungen!

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"" hatte kein Bock mehr irgendwas zu machen war den ganzen Tag müde und schlecht gelaunt usw "" 

An dieser Stelle musste ich dann doch lachen. Nicht etwa,weil es lustig war,eher weil ich schon seit 7 Jahren so rumlaufe,ganz OHNE eine Psychische Krankheit oder einen Fehler zu haben. Ich bin einfach ein zynischer,perfektionistischer kleiner Depp,sitze zumeist in einem dunklen Zimmer,meide also Sonnenlicht,und sehe,trotz all´ dem, recht gut aus. Paradox und leicht dämlich,danke das ist mir bewusst :)

Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt,rein aus beruflichem Grund,ein Antidepri zu versuchen,vielleicht zu "Nehmen". Da kommt man ja heute leider viel zu einfach ran! Nun,eines dunklen Tages habe ich das eben dieses Medikament vor mir liegen gehabt. Nach der Einnahmen habe ich etwa 10-15 Minuten nichts gemerkt. Ich habe den ganzen Tag nichts bemerkt. Später,am Abend des Tages, habe ich etwas festgestellt. Ich habe den Tag über wesentlich seltener negativ gedacht und war im generellen wesentlich "Besser" drauf. Allerdings nicht so mit einem breiten Grinsen,mehr so eine Art gute Laune.

Hier kommt der Punkt,an dem man entscheiden muss,finde ich das so besser,oder nicht? Wahrscheinlich würde jeder normale Mensch dies so beibehalten wollen. Nur sehr wenige Menschen ohnehin würden diese Veränderung überhaupt bemerken,da dies eine gute "Selbsterkenntnis" voraussetzt! 

Mir jedenfalls ist direkt schlecht geworden von diesem Gedanken! Nicht etwa,weil es schlecht war,nein! Die Veränderung war ja eigentlich was gutes,wenn man so will. Es ging darum,ich hatte mich verändert,ohne es zu merken quasi! Und obwohl noch auf "Droge :D" rief eine von den Stimmen in meinem Kopf,welche normalerweise nur die Melodie von Tetris summt, "LASS´ ES SEIN,DAS BIST NICHT DU!"

Mjoa,ich habe das Medikament darauf wieder abgesetzt. Des weiteren haben mir Freunde,mit denen ich an dem tag telefoniert habe, berichtet,ich sei weitaus weniger ironischer und sarkastischer gewesen,als ich es normalerweise gewesen wär´. Da ich allerdings gerade diese Dinge an mir schätze,war mir klar,ich werde so ein Mittel nicht erneut nehmen!

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Hier,nach so einer spannenden Geschichte ein paar Fakten :::

Welche Antidepressiva gibt es?

Zur Behandlung von Depressionen stehen viele verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die sich zu unterschiedlichen Gruppen zusammenfassen lassen. Dieser Text informiert vor allem über die folgenden, am häufigsten verwendeten Antidepressiva:

Trizyklische Antidepressiva (TZA)Selektive Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI)Selektive Serotonin-Noradrenalin-Rückaufnahmehemmer (SSNRI)


Trizyklische Antidepressiva sind am längsten auf dem Markt. Sie werden als Antidepressivader ersten Generation bezeichnet. SSRI und SSNRI gehören zu den Antidepressiva der zweiten Generation.

Weniger häufig verschrieben werden:

Alpha-2-Rezeptor-AntagonistenMonoaminoxidase(MAO)-HemmerSelektive-Noradrenalin-RückaufnahmehemmerSelektive Noradrenalin-/Dopamin-RückaufnahmehemmerMelatonin-Rezeptor-Agonist und Serotonin-5-HT2C-Rezeptor-Antagonist

Darüber hinaus gibt es Medikamente wie Trazodon und Lithium, die keiner Gruppe zugeordnet werden; außerdem pflanzliche Arzneimittel wie das Johanniskraut.


Wie verläuft die Behandlung?

Antidepressiva werden normalerweise täglich eingenommen. In den ersten Wochen und Monaten geht es darum, die Beschwerden zu lindern und die Depression möglichst sogar zum Verschwinden zu bringen. Wenn dieses Ziel erreicht ist, wird die Behandlung noch mindestens vier bis neun Monate fortgesetzt. Diese sogenannte Erhaltungstherapie ist wichtig, um erneuten Beschwerden vorzubeugen. Manchmal werden die Medikamente auch noch länger eingenommen, um Rückfälle zu vermeiden (Rückfall-Prophylaxe). Die Dauer der Einnahme hängt unter anderem davon ab, wie sich die Beschwerden entwickeln und ob ein erhöhtes Rückfall-Risiko besteht. Manche Menschen nehmen über mehrere Jahre Antidepressiva.

Es ist wichtig, dass die Ärztin oder der Arzt regelmäßig den Verlauf der Therapie überprüft.  Man bespricht, ob sich die Beschwerden der Depression bessern und ob Nebenwirkungen aufgetreten sind. Wenn nötig, wird die Medikamentendosis angepasst. Keinesfalls sollte man die Dosierung der Tabletten selbstständig erhöhen oder verringern: Das kann dazu führen, dass die Tabletten nicht ausreichend wirken oder mehr Nebenwirkungen auftreten.

Zum Ende der Behandlung wird die Dosis über Wochen allmählich verringert. Es kann beim Absetzen vorübergehend zu Schlafstörungen, Übelkeit oder Unruhe kommen. Solche Beschwerden treten vor allem dann auf, wenn Antidepressiva abrupt abgesetzt werden. Ein eigenständiges Absetzen der Medikamente, sobald es einem besser geht, erhöht außerdem das Risiko für ein erneutes Auftreten der Depression. Anders als viele Schlaf- und Beruhigungsmittel machen Antidepressiva aber nicht körperlich abhängig oder süchtig.

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Kommentar von roboboy
22.07.2016, 12:50

*Nach hinten schau und gucken ob die Jalousie unten ist* 

Hast du in deinem ersten Absatz mich beschrieben? Ich könnte das irgendwie eins zu eins kopieren^^ 

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Ich kann nur abraten!

Keiner weiss wie AD wirken.Die Serotoninlüge ist längst überholt.

Die Dinger haben massive Nebenwirkungen, machen körperlich abhängig (warum wohl muss man sie sonst ausschleichen?)

Und eine Wirksamkeit bei leichten bis mittelsxhweren Depressionen wurde nie bestätigt, bzw. sie liegt auf Placebo-Niveau und daher wird in den Leitlinien eine AD-Therapie in dieser Indikation auch nicht empfohlen.

und ja, sie können schlimme Persönlichkeitsveränderungen verursachen, einhergehend mit massiven Suizidgedanken.

Du solltest Dich fragen:Möchtest Du eine Tablette nehmen, deren Wirkung sehr umstritten ist(und das ist noch positiv formuliert),die Deine Lbido evtl. auf Null bringt, die Dir Suizidgedanken in den Kopf setzt, die Du evtl. nur sehr schwer absetzen kannst und deren Existenz auf einem Pharma-Mythos  beruht (nichts anderes ist die Serotonin-Lüge) und deren Zulassung nur aufgrund manipulierter Studien mit Laufzeiten von 6-8 Wochen erfolgte?

Ich denke, die Antwort kennst Du...ich habe mir die Frage leider vor 8 Monaten nicht gestellt...und habe all das o.a. durchmachen müssen!

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Hi Kalimes,tricyclische Antidepressiva sollten wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungen nicht mehr verschrieben werden,Die neuen Antidepressive,die schon in einer Antwort ausführlich beschrieben wurden,haben wesentlich weniger Nebenwirkungen,können gezielter verordnet werden und die Persönlichkeit des Patienten wird nicht verändert,ausser eben die traurige oder "tränenlose"Verstimmung.Die Wirkung tritt erst bis zu 3 Wochen später auf.Sie sollten durch einen Facharzt für Psychiatrie verordnet werdenLG Sto

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Du kannst die Ärzte mal nach den Nebenwirkungen  von Valdoxan fragen. Und wenn sie sagen sie hätten keine, dann kann man sicher gehen, dass sie nur ihre Pillchen losbekomen wollen.

Zu mir haben auch schon Ärzte gesagt dass das Medikament Citalopram dura keine Nebenwirkungen hätte (habe mich dann selber schlau gemacht), als ich dann über die Nebenwirkungen gefragt habe, wurde ich gleich blöd angemacht. 

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Antidepressiva verändern die Persönlichkeit nicht oder nur sehr sehr selten. Zudem ist Valdoxan ein sehr schwaches Antidepressivum.

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Kommentar von Midlife16
23.07.2016, 00:53

Was bitte ist ein schwaches Antidepressivum??

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