Venus-Sichel

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo MrFreeman92! ;)

Wenn wir morgens gegen 5:00 Uhr aus dem Fenster gucken und einen sehr hellen Stern sehen, dann liegt der Entschluss nahe, dass es sich hierbei um die Venus handelt. Sie steht ein Stück unter Jupiter und neben dem Stern Aldebaran, welcher sich als rötlicher Punkt bemerkbar macht!

Mit dem bloßen Auge erkennen wir keinerlei Einzelheiten! Sie sieht dort nur aus wie ein normaler heller Stern. Doch schauen wir durch das Teleskop, dann erkennen wir eine Sichel. Diese Sichel hat die Venus immer vor oder nach der unteren Konjunktion mit der Sonne. Wir erkennen klar, dass sich eine Hälfte im Schatten befindet und die andere angestrahlt wird.

Oberflächendetails lassen sich leider nicht beobachten, da Venus eine sehr dichte Atmosphäre mit einer großen Wolkendecke besitzt. Wir sehen Venus selbst durchs Teleskop also nur in einer Weißlichen Farbe.

Auch ein einfaches Fernglas reicht aus, um die Sichelgestalt zu erkennen aber mit dem bloßen Auge erkennen wir nur einen leuchtenden hellen Punkt. Die Venus besitzt -4,2 Mag. und ist mit das hellste Objekt am Nachthimmel. Da Venus auch Morgen oder Abendstern genannt wird ist sie logischerweise immer nur Abends oder früh morgens zu erkennen.

Die Sichelgestalt der Venus ist also nur mit einem Fernglas oder Teleskop sichtbar. Das bloße Auge reicht leider nicht aus. Wir sehen die Venus nur als einen hellen Stern ohne jegliche Einzelheiten. Mit einem Teleskop lohnt es sich aber sehr, Venus einmal mit Sichelgestalt zu beobachten auch wenn sie nur weißlich erscheint!

LG Pflanzengott! ;)

Hallo! Offenbar gibt es beim Auge des Menschen latente Fähigkeiten, die ebenso unterschiedlich sind, wie in anderen Bereichen des Lebens. Ich bin davon überzeugt, dass zumindest manche das können. Sicher gibt es aber auch viele, die das Wissen die Sichel oder Jupitermonde erkennen lässt. Ich persönlich glaube auch oft, eine Sichel zu sehen, bei den Jupitermonden nicht. Will mal eine andere Variante des Zusammenspiels von Wissen und Fähigkeiten der Sinne ins Spiel bringen. Wir alle wissen : Das Auge dreht auf Grund seiner optischen Eigenarten um. Betroffen ist das Baby - bis das Wissen ausreicht, diese Umkehrung wieder umzukehren, die gesehene Kuh steht wieder. Der normale Refraktor dreht die Kuh wieder um, sie steht auf dem Kopf, man braucht eine 2. Linse. Verzichtet man auf diese und beobachtet sehr lange und oft, so gibt es Momente, wo offenbar das Hirn auch wieder umdreht. Zumindest für Momente-

Hallo MrFreeman92!

Rein vom Winkeldurchmesser am Himmel könnte es sich gerade so ausgehen, wie Astronomieguru richtig andeutet.

ABER, für das Erkennen geometrischer Formen ist der Kontrastumfang einfach zu hell. Die gleißende Venus am schwarzen (am Land ... :-)) Himmel. Geht nicht. Maximal könnte ich mir vorstellen, dass das Auge die "Vollvenus" etwas anders zeigt, als dies etwa die Halbvenus. Ein Hauch von Asymmetrie etwa ...

Allerdings dürfte das beim Vorgang des Sehen durch Streuungseffekte ab den Wimpern bis hin zu Einschlüssen im Glaskörper des Auges wohl verwischt werden ...

Tatsache ist, dass zum einen manche Menschen wirklich verblüffend gut sehen, zum anderen es verbürgte Berichte gibt, nach denen Amateurastronomen gefragt wurden, was den das für ganz schwache Sterne extrem eng bei Jupiter seien. Und dies von Beobachtern, die keinerlei optische Hilfsmittel verwendeten ...

Unglaublich! Da wurden tatsächlich die Jupitermonde mit bloßem Auge gesehen ...

Auch erstaunlich: die Erfahrung, Übung eines Beobachters. Man kann insbesondere bei sehr lichtschwachen Objekten durch gewisse Methoden (indirektes Sehen z.B.) viel mehr erkennen, als dies untrainierten Personen möglich ist.

LG

Interessante Antwort, danke :)

1

Was möchtest Du wissen?