Ventil ausbauen?! Ford Focus 1.6 1999, Ventil Zylinder Schaden- Brauche schnelle Hilfe!

11 Antworten

Lass da die Finger von, Zylinderkopf abbauen und Ventile tauschen ist keine Arbeit wie Reifen wechseln, was man mal eben in 20 Minuten macht.

Den Zylinderkopf abbauen, das kriegst du eventuell hin. Die Ventile aus ihren Sitzen zu bekommen, wird für einen Anfänger und ohne Spezialwerkzeug aber schwierig und mitunter sogar gefährlich. Du musst die Ventilfedern hierfür entspannen und die haben jede Menge Spannung. Wenn dir da eine Ventilfeder wegfliegt und dich am Kopf trifft, dann kippst du um und stehst so schnell nicht wieder auf...

Also überlass das lieber einer Werkstatt. Bei älteren Autos sollte man immer ein bisschen Geld auf der Seite haben, um solche unerwarteten Reparaturen bezahlen zu können. Nur mal ein Tipp: Du kannst ja auch mal bei MyHammer.de ein Inserat schalten, in dem du beschreibst, was an deinem Auto gemacht werden soll. Da melden sich dann verschiedene Werkstätten bei dir und schicken dir Kostenvoranschläge, so kannst du dir dann das günstigste Angebot aussuchen.

Was mich etwas interessieren würde wäre wie es dazu kam dass ein oder mehrere Ventil(e) kaputt sind.

Von der Arbeit her kann ich mich nur dem Vorredner anschliessen, das ist etwas das sogar erfahrenen Mechanikern nicht ganz einfach fällt. Da müsste tatsächlich zunächst der Zylinderkopf runter, womit bereits so einige Freizeitschrauber überfordert wären. Von wieder einbauen und Steuerzeiten einstellen ganz zu schweigen. Hat man dann den Zylinderkopf abgebaut muss man aus dem noch die Ventile ausbauen. An manchen Motoren muss dazu noch die Nockenwelle raus und schliesslich benötigt man Spezialwerkzeug um den Federteller des Ventils auszudrücken und die Haltekeile rauszuholen. Bereits ausbauen ist ne Fummelei, die Ventile müssen dann aber auch wieder rein. Abgesehen davon sollte auch der Ventilsitz nachgeprüft und ggf eingeschliffen werden.

Das sind Arbeiten die man nicht so Mal eben mit ner Anleitung machen kann, schon gar nicht wenn man nicht die Ahnung hat loszulegen. Problematisch hinzu kommt noch dass zu dem kaputten Ventil auch noch der zugehörige Kolben beschädigt sein kann.

Was Du machen könntest wäre Dir ein Reperaturhandbuch zu dem Auto zuzulegen, da sollte dann drinstehen (mit Bildern erklärt) wie man den Zylinderkopf abnimmt und worauf man achten muss wenn man ihn wieder aufsetzt. Vielleicht könntest Du grade noch die Arbeit übernehmen und nur die Ventile im Kopf von der Werkstatt wechseln lassen. Glaube aber dass es besser wäre es komplett von der Werkstatt machen zu lassen.

Das Reparaturhandbuch werde ich mir holen, warum die Ventile kaputt sind weiss ich leider selbst nicht. Der Ford hat gerademal 120000 runter und ich hab auch nix falsches getankt, bzw. bin auch nicht ständig mit durchgelatschtem Pedal gefahren.

Stand an der Ampel und wollte bei grün losfahren, hab dann gemerkt, dass er leicht ruckelt und er garnicht anzieht, musste das Pedal im ersten Gang total durchtreten, damit er voran kommt und ich hab dann auf ca. 25 km etwa 6 Liter Benzin verbraucht, was auch nicht normal ist.

Woran kann das sonst noch liegen? einfach Verschleiss?

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@Raphael1986

Etwas merkwürdig, dass Du offensichtlich ganz normal an eine Ampel gefahren bist und beim Anfahren dann die Ventile kaputtgegangen sein sollen.

Ventile können abbrechen oder verglühen und wegbrennen, allerdings passiert sowas eher wenn der Motor stark belastet wird.

Was hat eigentlich die Werkstatt gemacht um den Ventilschaden festzustellen? Haben die Kompression geprüft? Sich davon überzeugt dass nicht ein Problem in der Ventilsteuerung ist (das Eine oder andere Ventil nicht ganz zu geht)? Haben die evtl was von Zahnriemen geredet, könnte der übersprungen sein (dadurch könnten auch Ventile kaputt gehen)?

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Falls jemand Interesse an dem Auto hat und das eventuell selbst in Ordnung bringen kann, auch immer gerne, Zustand Innenraum ist Super für das Alter, TÜV geht auch noch 1,5 Jahre. Einfach mal schreiben...

Die wollen die 900 Euro nicht ihne Grund. Wenn ich ehrlich bin würde ich Dir raten eine andere Werkstatt zu suchen die günstiger ist oder sogar überlegen ob Du vielleicht ein anderes Auto kaufst.

Hallo

nun ja

  • 16 Ventile
  • Zylinderkopfdichtsatz
  • Schraubensatz
  • Steuersatz evtl mit Wasserpumpe
  • Pleullagersatz
  • evtl 8 oder 16 Dichtringe erneuern
  • Flüssigkeiten, Verschleissteile, Kleinteile

sind schon mal 400-500€ Material

Dann Zyl-Kopf A&E, bei Bedarf Kopf zerlegen, planen und remontieren und bei Bedarf die Pleullager erneuern sind schon mal 6-10 Stunden Arbeitszeit aufwärts bei den üblichen Stundensätzen ab 50€ aufwärts sind die 900€ schon realistisch bis günstig.

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@IXXIac

Danke erstmal allen für die schnellen Antworten!

Ja, wenn du es mir so auflistet, ist der Preis wahrscheinlich echt gerechtfertigt, andere Möglichkeit wäre das Auto für den Export zu verkaufen, bekommt man leider nur 400-500 Euro, was mir echt zu schade ist, da der Zustand echt nicht dem niedrigen Wert entspricht.

Wie sieht es aus, wenn ich ihn privat verkaufe, muss ich da eine Garantie oder Gewährleistung geben? bzw. lohnt es sich überhaupt?

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Ich erzähle dir mal was! Ich kenne mich bei Autos einiger Massen aus: vor rund 25 Jahren habe ich mal - nach einem Zylinderkopfdichtungs-Defekt beschlossen, die selber zu tauschen! Habebei meinem CX dann in Selbsthilfe-Werkstatt, Zahnriemen vom Euro-Motor entfernt (CX Ahtena 2,o Liter Benziner!) Zylinderkopfdichtung erneuert, neuen zahnriemen aufgelegt aufgepasst, dass Markierungen passen und dann zum TEst einmal mit Strater durchgedreht: Folge Ein Ventil beschädigt, weiul entweder zahnriemen falsch markiert war (Forstinger = Zubehör-Handel) oder wir schlicht und einfach schlecht geschaut haben: Danach also alles wieder runter Ventil ausgebaut neues gekauft Ventil eingeschliffen, (hatte davon Blasen auf den Händen!!) Dann hatt es wieder gefunzt!! ich rate dir aus ERfahrung: lass die Finger davon, überhaupt dann wenn Du keine Ahnung von der Materie hast!! Vieleicht austauschmotor von Ausbandler besorgen? Alex

Wie sieht es denn aus, wenn ich einen Austauschmotor besorgen würde, könnte ich diesen in einer Selbsthilfewerkstatt selbst einbauen, oder sollte das auch eher von Fachleuten gemacht werden? Raphael

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