Venöse oder arterielle Blutung?

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2 Antworten

Was ich bisher gesehen habe:

- Frau rasiert sich die Beine, erwischt ne Krampfader an der Wade: Blut erreicht Spritzweiten von 40-50cm. Ganz klar venöse Blutung, weil der Strahl konstant war und nicht pulsierte, und weils Blut dunkelrot war.

- Chirurg im OP erwischt die Arterie am Handgelenk: Blut spritzt pulsierend geradeaus in die Höhe, schafft immerhin die Distanz von Bauchhöhe bis zum Gesichtsschutz des Chirurgen. Hellrotes Blut.

Um eine Arterie zu erwischen, muss man tief schneiden. Mit dem Küchenmesser sanft über die Haut ziehen reicht absolut nicht. Der Rasierer schafft das auch nicht. Wenn für wenige Sekunden ein kontinuierlicher Strahl kam und es dann dauerhaft weniger wurde, könnte in der Vene einfach aufgrund des venösen Rückstaus etwas Druck vorhanden gewesen sein.

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Der Druck im arteriellen Blutkreislauf ist höher als im venösen. Bei der Verletzung einer Arterie wird das Blut unter einem höheren Druck synchron zum Herzschlag austreten als bei der Verletzung einer Vene.

Bei venösen Blutungen sickert das Blut eher aus der Wunde und es genügt oft ein einfacher Druckverband zur Stoppung der Blutung.

Oberflächliche Verletzungen sind eher venöser Art, da die (grossen) Arterien zu deren Schutz tiefer im Körper liegen.

Trotzdem kann man die Quelle einer Blutung auf diese Weise nicht generell unterscheiden, weil auch im venösen Blutkreislauf ein Restdruck vorliegt, der aufgrund der Saugwirkung des Herzens Schwankungen unterliegt.

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