Vegetarierhund?

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20 Antworten

Bei sowas krieg ich ja sofort Wutausbrüche. Das ist pure Tierquälerei. 

"Es ist erstaunlich, auf welche Ideen der Mensch in der Diskussion um die Ernährung von Hunden (und auch Katzen) kommt. Eine dieser „grandiosen“ Ideen ist es, Hunde vegetarisch ernähren zu wollen. Darüber kann man sich im Internet belesen, es gibt auch diverse Bücher zum Thema.
Als Begründung, einen Hund fleischlos oder – „noch besser“ – gar vegan zu ernähren, werden verschiedene Gründe genannt. An erster Stelle steht hier der Tierschutz. Meist handelt es sich hier um Menschen, die sich aus ethischen Gründen selbst vegetarisch oder vegan ernähren und dieses Prinzip dann auch auf ihren Hund übertragen. So unter dem Motto: „Kein Tier darf für die Befriedigung der Bedürfnisse eines anderen sterben.“ Es wird mit schrecklichen Haltungsbedingungen, Tiertransporten, Schlachtung und Tierquälerei argumentiert.
Es ist ganz sicher richtig, sich gegen industrielle Massentierhaltung und die damit verbundenen Qualen für die Nutztiere zu wenden. Eine dringende Aufgabe. Als Mensch habe ich natürlich auch die Freiheit, aus diesen Gründen auf den Verzehr tierischer Produkte zu verzichten. Soweit so gut. Aber habe ich das Recht, dies auch dem Hund aufzuzwingen, für dessen Wohlergehen ich die Verantwortung übernommen habe?
Werfen wir doch vorab mal einen Blick ins Deutsche Tierschutzgesetz, Zweiter Abschnitt – Tierhaltung – § 2. Hier steht: Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, „muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen“, und unter § 3: „… muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“
Aha, interessant. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob vegetarische Kost für einen Hund eine seinen Bedürfnissen entsprechende Ernährung darstellt. Welche Bedürfnisse hat ein Hund im Zusammenhang mit seiner Ernährung?
Unsere Haushunde stammen vom Wolf ab und sind wie ihre wilden Vorfahren Carnivoren, also Fleischfresser. Da sie auch einen pflanzlichen Anteil mit ihrer Nahrung aufnehmen (z.B. Magen­inhalt der Beutetiere, Kräuter, Beeren), bezeichnet man sie häufig auch als omnivore Carnivoren. Der Hauptbestandteil des Futters unserer Haushunde muss demzufolge tierischer Herkunft sein. Man geht dabei von ca. 80 – 90 % tierischen und 10 – 20 % pflanzlichen Bestandteilen in der Gesamtfuttermenge aus. Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte eigentlich jedem klar sein, dass die vegetarische Ernährung von Hunden alles andere als artgerecht ist. Ich persönlich bin der Meinung, dass sie einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt und Tierquälerei ist. Das Argument der Massentierhaltung ist dem Hund egal. Er fragt nicht nach der Quelle. 
Das können aber die Hundehalter tun. Es ist deren Aufgabe, auf die Herkunft von Futter und Fleisch zu achten. Ich kenne sehr viele Vegetarier, die selbstverständlich bereit sind, ihrem Hund Frischfleisch zu füttern, weil sie das als artgerecht erkannt haben. Sie füttern auch kein Fertigfutter. Ihr Argument ist, dass sie mit ihrer eigenen Ernährung bewusst umgehen und dies dazu geführt hat, das Gleiche auch bei der Fütterung ihrer Hunde zu tun. Na schau mal einer an!
Das Argument der Anpassung ist schlicht und ergreifend falsch. Der Verdauungsapparat der Hunde hat sich in den vielen Jahren der Domestikation kaum verändert und ist dem seiner wilden Vorfahren, der Wölfe, fast gleich geblieben. Das heißt, dass seine Verdauung auch heute noch auf die Verarbeitung hauptsächlich tierischer Futtermittel ausgelegt ist und diese auch zwingend zu seiner Gesunderhaltung benötigt. Wer sind wir Menschen eigentlich, dass wir uns permanent einbilden, der Natur reinreden zu müssen und sie verbessern zu wollen?
Betrachtet man nun alles zusammen, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass vegetarische Hundeernährung vielleicht die ethischen und moralischen Bedenken der Verfechter mildert und ihnen ein ruhigeres Gewissen verschafft. Aber ist es ethisch zu rechtfertigen, aus einem von der Natur zum Carnivoren bestimmten Tier einen Pflanzenfresser, einen Vegetarier oder gar Veganer zu machen? 
Jeder Hundehalter hat sich verpflichtet, die Verantwortung für seinen Hund zu übernehmen und ihn art-, tier- und bedürfnisgerecht zu ernähren und das heißt nun einmal: Ein Fleischfresser braucht Fleisch. Punkt. Alles andere ist Tierquälerei. Wer sich damit nicht anfreunden kann, sollte auf das Zusammenleben mit Hund und Katze verzichten und sich stattdessen Kaninchen halten. (Da fällt mir noch ein: Ob wohl ein „eingefleischter“ Fleischesser auf die Idee kommen wird, seinem Kaninchen ein schönes fettes Steak vorzusetzen? Wohl kaum…)
Isabelle Czok-Alm, Tierheilpraktikerin 
und Ernährungsberaterin, Mildenitz "

Boxerfrau 24.08.2015, 13:33

Naja es gibt auch Idioten die ihrem Pferd Burger oder ne Rindswust geben. aber das ist halt dann wirklich nur ein paar einzelne Idioten. Wohin gegen die Hundefutterindustrie ja tatsächlich schon Futter entwickelt hat. und es tatsächlich angenommen wird. was für mich unverständlich ist. wenn wir Menschen uns dafür entschieden ok. ich selbst esse auch nur noch Fleisch von unserem Bauern. Da weiß ich das die Tier zu vor ihr Leben draußen verbracht haben und 5 min zum Schlachter brauchen und keine 10 Std. von daher kann ich die Einstellungen der Menschen schon i wo nachvollziehen, aber eben nicht wenn es um den Hund geht. als mensch braucht man nicht unbedingt Fleisch.

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friesennarr 24.08.2015, 13:42
@Boxerfrau

Stimme dir ja schon zu, nur ist mir z.B. durchaus bekannt, das Isländer auf Island durchaus toten Fisch fressen, und das stellt ihnen keiner hin, sondern die holen sich Krebse und Fische am Strand. Soweit zur rein veganenen Ernnährung von Pferden.

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Boxerfrau 24.08.2015, 14:01

Echt das wusste ich garnicht. aber gut die müssen ja auch schauen wie sie ihre Nährstoffe und auch Fett Reserven bekommen. und Pferde bei uns fressen ja warscheinlich auch so einiges mit. Wenn sie Gras fressen.

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Also ich weiß das es von Josera auch ein Trockenfutter gibt das Veggi ist. Hab auch schon viel Berichte darüber gelesen. Die meisten Tierärzte halten so ein Fütterung für sehr bedenklich. Ganz erlich es ist schön wenn man als mensch vegan oder vegetarisch ist. Aber wenn ich mir ein Raubtier hole, dann sollte ich es auch Artgerecht ernähren. Wenn man dem Hund kein Fleisch geben will, dann muss man sich eben einen Hasen oder ein Pferd holen. Dem braucht man kein Fleisch zu geben.

friesennarr 24.08.2015, 13:45

Wenn man dem Hund kein Fleisch (oder extrem wenig davon) füttern will kann man heute ja leicht fündig werden, siehe Royal Canin:

ZUSAMMENSETZUNG:

Reis, Weizenkleberfutter, Tierfett, Weizen, Maiskleberfutter, Mais, Mineralstoffe, Hafer (geschält), Geflügelleber(hydrolisiert), Sojaöl, Rübentrockenschnitzel, Fischöl (Quelle für EPA und DHA), Leinsamen, Fructo-Oligosaccharide, Borretschöl (Quelle für Gamma-Linolensäure), Tagetesblütenmehl (Quelle für Lutein).

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Boxerfrau 24.08.2015, 13:55

Ja und dafür nehmen die noch ein Haufen Geld 😂 und die Leute kaufen es weil sie denken: Es ist Teuer und deshalb nur das beste drin! es ist doch kein Wunder das sooo viele Hunde und die Rasse jetzt mal egal. An futterunverträglichkeit Leiden. in fast jedem fertig Futter ist nur Müll drin.

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Ohje, das schadet sicherlich der Gesundheit des Hund!!! Der wird wohl leider nicht lange leben, da er alle möglichen Mangelerscheinungen bekommen wird. Außer sie spricht das genau mit ihrem Tierarzt ab, aber auch dann ist es nicht artgerecht und eigentlich nur wahnsinnig :(

Frag sie doch mal, was sie davon halten würde, wenn man ein Pferd oder eine Kuh nur mit Fleisch füttern würde!?!?

Vielleicht versteht sie dann, was gemeint ist!

Nein, das ist nicht gesund für das Tier. Wenn sie das so betreibt, muss das Tier unbedingt regelmäßig betreut werden und muss außerdem spezialfutter erhalten. Auf lange Sicht kommt es bei solchen Maßnahmen in Eigeninitiative oft zu Erblindung zum beispiel. Man kann sein Tier vegetarisch ernähren, allerdings dann nur mit genügend wissen und den ersatzpräparaten. Gut ist es aber in jedem Fall nicht, egal wie. Wenn deine Freundin gegen domestizierte Tierarten und Tierhaltung und Ausbeutung von Tieren ist und sich daher vegetarisch ernährt, sollte sie rein ideologisch betrachtet keinen eigenen Hund haben, da sie damit selbst die Haustierzucht unterstützt .

Ich weiß gar nicht, was für ein Theater um die Hundeernährung gemacht wird. Hier wird immer vom Menschen auf das Tier projeziert. Der Hund stammt vom Wolf ab. Wölfe sind Fleischfresser. 

Unsere Hunde,  wir halten seit mehr als 25 Jahren welche, bekommen in kälteren Zeiten jeden Tag, in den warmen Zeiten jeden 2. Tag Fleisch. Ab und an ein rohes Ei, wenn welche drüber sind. Und auch Knochen und mal ein paar Reste vom Tisch. 

Die Tiere sind gesund und mobil und sterben an Altersschwäche. Heute wird alles neu erfunden, selbst das Fleischfressen der Hunde. 

LG

könnte es seiner Gesundheit schaden

nicht könnte, es wird der Gesundheit schaden.

Hunde sind Fleischfresser und müssen auch artgerecht mit Fleisch oder Fleischprodukten ernährt werden. Obst und Gmüse zwischendurch ist okay, aber nicht ausschließlich!


Das ist definitiv gesundheitsschädlich für den armen Hund. Ein Hund ist und bleibt ein Fleischfresser. Auch wenn wir Menschen uns dazu entscheiden, vegan oder vegetarisch zu leben, sollte man einem Hund so etwas nicht aufzwingen. Es ist keine Artgerechte Haltung. Im schlimmsten Fall sollte man hier den Tierschutz informieren.

Tja Hunde sind Raubtiere und ich denke mal fast, dass Hunde schon Fleisch fressen sollten. Im Gegensatz zum Menschen, den man als Allesfresser bezeichnen könnte. Ich vermute mal fast, dass die Verdauung des Hundes einfach nicht für das Verdauen von Pflanzen gemacht ist und das auf dauer dem Hund sicher nicht so gut bekommt.

Bitterkraut 24.08.2015, 13:21

Richtig, Hunde haben einen kurzen Fleischfresserdarm, und keine zig Mägen wie manche Pflanzenfresser. sie können aus Pflanzen praktisch keine Energie gewinnen.

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Hallo BlueFlower02

gehe bitte zu diesem Mädchen und halt ihr WeiserManns Antwort unter die Nase, bis sie sie auswendig kann. Abgesehen davon, dass ich Hunde für Allesfresser statt Fleischfresser halte (hab mich aber nie damit beschäftigt), stimme ich ihm vollkommen zu. Hunde BRAUCHEN schlicht und ergreifend Fleisch, und das wird sich auch nicht ändern, indem man ihnen einfach kein Fleisch mehr gibt. Die Folgen sind vermutlich Mangelerscheinungen, Krankheiten, Schwäche, der Hund wird mit der Zeit quasi verhungern. Neben dem Fleisch kann man Hunden natürlich gerne andere Dinge anbieten: Reis, Möhren, gerne trockenes Brot, Käse, Äpfel, Birnen, Bananen... all das essen meine Hunde beide gerne ab und zu als Ergänzung. E-R-G-Ä-N-Z-U-N-G. Zum Trocken- und Nassfutter, das beides hauptsächlich (!) aus FLEISCH besteht. Weißt du was? Halte dem Mädchen meine Antwort am besten auch unter die Nase, um es ihr einzutrichtern. Sie soll wenigstens mal googlen, bevor sie die Ernährung eines Hundes so verdreht.

Übrigens fressen Hunde mit Mangel an Nährstoffen notfalls Kot. Gerne menschliche (von Obdachlosen z.B.) und wenn es nicht anders geht, die von anderen Hunden. An diesem Verhalten erkennt man leicht, dass es dem Tier vermutlich an etwas mangelt. Tun allerdings nicht alle Hunde.

LG, Kuzu

NEIN das ist nicht gut! Das ist aktive Tierquälerei. Wenn sie sich selbst zwingt wider der natur zu leben bitteschön. Aber Hunde zu zwingen Obst und Gemüse zu essen - nur weil man selbst die Natur nicht akzeptiert - ist aktive Tierquälerei. Entweder sie gibt dem Hund Fleisch oder du meldest das beim nächsten Veterinäramt. Sie kann das Tier nicht artgerecht ernähren, also soll sie es auch abgeben!

Bin selbst Vegetarier aber kann sowas absolut nicht verstehen. Der Hund hat nicht mal die Macht, drüber zu entscheiden ob er Veggie ist oder nicht, und es ist einfach unnormal für einen Hund. Ich denke mal, dass sie aus 'tierliebe' kein Fleisch verzehrt, was sich wiederum mit ihrem Verhalten widerspricht

Sowas nennt man Tierquälerei. Hunde sind Fleischfresser, und vegetarische Nahrung ist nicht artgerecht.

Wir Menschen sind Allesfresser und können es uns aussuchen, aber Hunde eben nicht.

Ist das den gut für denn Hund

Natürlich nicht.

Von Obst und Gemüe wird der Hund vehungern.

Er wird irgendwann Mangelerscheinungen bekommen.

Ich habeschon mit ihr geredet da ich selber einen Hund habe, aber sie hört nicht auf mich

Omnivore01 24.08.2015, 14:06

Ab zum Veterinäramt und melden, damit ihr der Hund weggenommen wird!

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Nicht gesund!! Wieso zwingt sie den armen Hund dazu. Damit schadet sie ihm!! Keine Tierliebe was sie da macht.

Ich hab es geschaft sie um Stimmen. Ihr Hund kriegt jz jeden Tag frisch Fleisch!!!:) Endlich Haus der Hund mal Gut!!!;D 

Nein das ist nicht gut sondern Tierquälerei! Hunde brauchen Fleisch!

Das grenzt schon an Tierquälerei!

Bitterkraut 24.08.2015, 13:22

einen hund wissentlich mangelhaft zu ernähren, ist Tierquälerei.

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