Vaterschaftsanfechtung erneuern?

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11 Antworten

Momentmaal !! Sehr undurchsichtig! Zum einem, kann er sein Umgangsrecht einklagen, da er ja der "Vater ?" ist. Zum anderen würde ich sofort zum Jugendamt gehen und das Gespräch dort suchen. Es kann nicht sein, das dem Jungen Lügen erzählt werden und Er am bezahlen ist. Die Zahlungen würde ich aber nicht einstellen sondern Überprüfen ob das Geld dem Jungen zugute kommt oder die Mutter das Kind vernachlässigt...

Zum anderen, er kann aufgrund der neuen Sachlage, einen Antrag auf das ALTE Verfahren stellen " Antrag auf Wiedereinsetzung in den Vorherigen Stand "

Eifelmensch 17.10.2010, 08:03

Dem widerspricht 1600b Abs. 1 BGB

(1) Die Vaterschaft kann binnen zwei Jahren gerichtlich angefochten werden. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Berechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen; das Vorliegen einer sozial-familiären Beziehung im Sinne von § 1600 Abs. 2 erste Alternative hindert den Lauf der Frist nicht.

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Ich glaube das ist inzwischen verjährt!! Zwei Jahre sind ja schon um, seit er Kenntnis davon hat. Würde mal im BGB nachschauen.

Nein, es gibt eine 2-Jahresfrist innerhalt derer eine Vaterschaft angefochten werden kann.

Diese ist abgelaufen. Die Vaterschaft nicht mehr anfechtbar.

Dein Freund ist nun der gesetzliche Vater mit allen Rechten und Pflichten.

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Zur Namensänderung (falls das Kind den Namen des Vaters trug) ist die Zustimmung des Vaters zwingend erforderlich.

Die Zustimmung des Vaters kann durch ein Gericht ersetzt werden, wenn dies dem sehr dehnbaren Begriff Zum Wohle des Kindes entspricht.

ich kann nur soviel sagen , das es da fristen gibt und diese ist leider überschritten, wenn ich alles richtig gelesen habe. -- leider--

Ich würde an Stelle des Vaters eine Besuchsregelung gerichtlich durchsetzen.

Und der Mutter würde ich erklären, daß Unterhalt von einem Verstorbenen nicht gezahlt werden kann. Sie soll sich gut überlegen, wie sie das dem Kind erklären möchte.


Wenn er damals die Auskunft bekommen hat, daß er die Vaterschaftsklage nicht noch mal einreichen kann, dann wird das wohl auch heute noch so sein. Einzig und allein aufgrund neuer Kenntnisse könnte er das vermutlich noch mal tun.

ClubmanGT 15.10.2010, 10:16

Sehr gutes Argument

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Hochbend 15.10.2010, 10:19

Es gibt schon eine gesetzlich geregelte Besuchsregelung aber das Jugendamt hat sich auf die Seite der Kindsmutter gestellt. Da der Junge denkt, mein Freund sei tot, ist es nicht geraten, die beiden zusammenzubringen. Es wäre für das Kind schrecklich zu erfahren, das es die Mutter derart belogen hat. Die Mutter bezieht den Unterhalt vom Jugendamt und mein freund muß an selbiges zahlen.

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anjanni 15.10.2010, 10:28
@Hochbend

Unfaßbar, daß bei so was das Jugendamt mitspielt...!

Anstelle des Freundes würde ich Tagebuch führen, für den Sohn. Und dem Sohn das dann zum 18. Geburtstag schenken.

Ich würde beim Jugendamt anfragen, ob sie es für besser halten, wenn der Junge all die mütterlichen Lügen mit 18 erfährt - und dann bestimmt erst mal eine Therapie braucht.

Das kann doch so nicht sein!!!

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Eifelmensch 17.10.2010, 08:06
@anjanni

Unfaßbar, daß bei so was das Jugendamt mitspielt...!

Das ist typisches JA-Verhalten!

Väter haben in der Regel schlechte Karten bei denen.

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jumba 19.10.2010, 18:24
@anjanni

es wurde doch gesagt das der vater tot ist (der leibliche) somit hat sie ja nicht gelogen. der "vater" der unterhalt zahlt, ist der rechtliche vater. wenn er kontakt zum kind hätte haben wollen, dann wäre er schon längst in umgangsklage gegangen. wirkliiches interesse hat er garnicht.

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alterm ließ dir deinen eigenen text durch: der richter sagte dass man die klage "nie wieder einreichen kann". also man kann es nicht, wenn man die einmal zurückgezogen hat

Das ist schon so speziell, ich glaub da hilft nur ein darauf spezialisierter Anwalt, der auch die höchstgerichtlichen Entscheidungen ähnlicher Fälle aufliegen hat.

Warum die Frage?

"Der Richter sagte ihm damals (2005), dass er sich das gut überlegen sollte, eine einmal zurückgezogene Vaterschaftsanfechtungsklage könne nie erneut eingereicht werden."

Das klärt mal besser mit einem Anwalt für Familienrecht, mit dem Halbwissen hier kann dir keiner weiterhelfen.

das ding ist gegessen-pech gehabt

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