Vaterschaft anerkannt, wie wieder "aberkennen"?

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7 Antworten

also du musst garantiert beim standesamt vorstellig werden und seeeehr gute gründe angeben, um die vaterschaft wieder "abzugeben". so einfach ist das nicht (ich glaube da reicht nichtmal nur ein vaterschaftstest, du musst darüber hinaus noch nachweisen , dass du nicht geeignet für die kindeserziehung bist, zu wenig geld hast um das kind hinreichend zu betreuen oä.)

Thunder1262 13.07.2011, 18:18

Standesamt hat damit nichts zu tun. Dort läßt man nur ein -, aus- oder umtragen. Aus oder umtragen nur mit Richterlichem Beschluß.

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Also ich glaube nicht, das man sich da wieder "austragen" kann und die Vaterschaft "aberkennen" kann.

Wenn er der Vater bleibt wird er Unterhalt zahlen müssen. Wenn die Mutter klagt kann es auch sein das er den Unterhalt der letzten Jahre nachzahlen muss. Ob er das Kind sehen darf bleibt dann eine Sache die der Richter entscheiden wird, es sei den die Mutter lässt den Kontakt zu. Aber um die Unterhaltszahlung wird er nicht herum kommen.

Hat der Vater einen Vaterschaftstest machen lassen? Wenn das durch einen Vaterschaftstest eindeutig ist, dass er nicht der Vater ist sollte er auf jedenfall was tun. Weil wie gesagt...Unterhalt wird er ja wahrscheinlich zahlen müssen nehme ich mal an. Wie alt ist den das Kind?

dawala 13.07.2011, 17:53

Ob der Glaube wohl Sache der Kirche ist? Gerade in solchen Fällen?

Es mag ja sein dass es Dir Spaß macht unseren Rechtsstaat zu ignorieren. Er besteht aber unabhängig von Deinen abstrusen Vorstellungen.

Behalte sie doch in Zukunft für Dich. Hier werden Fragen gestellt. Sich noch Kraft rauben lassen ist nicht im Angebot.

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Tamara101 13.07.2011, 19:31
@dawala

Wer sagt den bitteschön das es mir Spaß macht den Rechtsstaat zu ignorieren?

Ich bin Assistentin in einer Rechtsanwaltskanzlei...meine Chefin macht hauptsächlich Familienrecht...aber naja wenn du meinst ich habe abstruse Vorstellungen dann ist ja gut...jeder was er meint ;)

mir ist es egal was du denkst...ich wollte helfen mehr nicht...aber wenn du es so viel besser weißt dann passts schon...tz

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Thunder1262 13.07.2011, 18:17

Die Mutter kommt auch um ein Besuchsrecht des Vaters nicht drum rum. Er kann es notfalls auch einklagen und was noch geht, er kann das Aufenthaltsbestimmungsrecht einklagen, wenn berechtigte Zweifel an der Erziehungsmethode der Mutter gehegt werden. Das Sorgerecht können beide zu gleichen teilen sich eintragen lassen, ob sie Verheiratet waren oder nicht. Einem Vaterschaftstest braucht die Mutter nur zustimmen, wenn die Anordnung vom Gericht kommt. Wenn der Vater diesen heimlich macht ist dieser kein Beweis, weil ohne zustimmung der Mutter verboten.

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Am besten Mann geht zum Anwalt , Vaterschaft anzweifeln , Vaterschaftstest verlangen und wenn der wirkliche Vater bekannt wird , kann eventuell gezahltes Unterhaltsgeld von dem eingefordert werden.

der der die vaterschaft anerkennt übernimmt die pflichten des vaters. wenn du es nun nicht bist, bist du es gesetzlich trotzdem und der leibliche vater ist von seiner pflicht entbunden. sonst bleibt dir wohl nur zu klagen um den leiblichen vater in die pflicht zu nehmen....!

Thunder1262 13.07.2011, 18:19

Wenn ihm aber ein Kukuksei angedreht wurde kann er die Vaterschaft anzweifeln und vor Gericht anfechten.

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Du gehst auf lexetius , gibst das Stichwort ein und erfährst genau wie der aktuelle Stand ist wenn Du beachtest dass die angezeigten Urteile nicht zeitlich sortiert sind. Wahrscheinlich bist Du da schneller als wenn Du beim Bundesverfassungsgericht im Archiv nachsuchst. - Leider erinnere ich nicht wann dieses gravierende Urteil gefällt wurde zum Thema.

Das war jetzt der Weg um aus der Vaterschaft raus zu kommen.

Erfährt der Mann er hat ein Kuckucksei ist es seine Sache ob er das Kind weiter als Eigenes anerkennt oder nicht. Hier geht aber das Wohl des Kindes sicher vor. Also wenn das Kind auch erfährt "Mein Papa ist gar nicht mein Papa" und möchte den natürlichen Vater anerkennen so ist das altersabhängig, situationsabhängig, also wohl Einzelfall. Kannst Du aber dort auch nachsehen ob es eine wesentliche Entscheidung gibt.

In der Regel legen aber Kinder keinen Wert auf eine standesamtliche Änderung.

Also, wiso wurde die Vaterschaft anerkannt? Woher weiß der Vater das er es nicht ist? Er kann die Vaterschaft jetzt nur noch Gerichtlich anfechten. Das Gericht veranlaßt bei einem gerechtfertigten Zweifel einen Gentest. Ist dieser dann Negativ, so wird die Vaterschaft aberkannt. Berechtigter Zweifel ist zum Beispiel, wenn die Mutter wissentlich den waren Vater verschwiegen hat oder zum Zeitpunkt der Zeugung mit mehreren Männern geschlafen und dieses verschwiegen hat. Will er legal der Vater bleiben ist er wie jeder andere Unterhaltsverpflichtet und hat natürlich auch ein Recht darauf, das Kind zu sehen. Notfalls kann er es auch Einklagen. Er kann sich das gemeinsame Sorgerecht eintragen lassen, wenn er meint die Mutter ist nicht fähig kann er auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht des Kindes einklagen.

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