Vater verstorben, Mutter und vier Kinder sind Erben. Sollen die Kinder ihr Erbe ausschlagen?

7 Antworten

Langsam:

  • Erbausschlagung ist vollständiger Verzicht des väterlichen Erbes, dass auf die in der Erbfolge Nachfolgenden überginge. Es bedarf zwingend der form- und fristgerechten Ausschlagung und wäre unwiderruflich.
  • Eine Verzicht nach dem Erbfall wirkt auch mündlich erklärt. Aussagen wie "Ich möchte Vaters Geld nicht, behalte das für dich" könnte die Geschwister oder deren Partner auf die Idee bringen, dies vom Gesamterbe der Mutter später abzuziehen.

Nach der gesetzl. Erbfolge fiele der Witwe hälftig neben den Kindern des Erblassers anteilig (also je 1/8) Nachlass zu.

Und sie darf die zur Haushaltsführung notwedige Einrichtung und Ausstattung einschl. des Familienautos als Voraus beanspruchen.

Mithin würdet ihr zu je 1/16 Miteigentümer der vermutl. hälftigen Miteigentums eures Vaters an der erwartet gemeinsamen elterlichen Immobilie, eurer Mutter bekäme die andere Hälfte und besäße dann 12/16. Dies von Todes wegen eintragen zu lassen wäre erstens kostenfrei und zweitens für die Witwe unschädlich, wenn niemand von euch auf Verkauf und damit teilungsversteigerung drängt.

An seinem Erbrecht von 1/8 am sonstigen Nachlass (außer dem Voraus) muss man ja keine Auszahlung durch Nachlassteilung stellen, man kann es einfach ruhen lassen. Der Erbanspruch an dem vom Vater ererbten verjährt erst nach 30 Jahren.


Man könnte den immer noch stellen, wenn Mutter das ererbte Geld verschleudern oder einseitig verschenken würde.

Oder ihr eben belassen, damit man keinen Elternunterhalt für ihre Pflege zahlt, wenn sie damit wie erwartet umgeht.

Fazit: Immobilienanteile eintragen lassen, sonstige Gegenstände und Geld nicht beanpruchen und abwarten.

G imager761



Respekt vor dieser heilen Familie, in der sich 4 Kinder einig sind, sich nicht wegen des Geldes in die Haare zu bekommen und nicht einen klassischen Erbstreit anzetteln.

Wenn das Verhältnis so gut ist, sollte man dennoch mal darüber nachdenken, wie sinnvoll es wäre das Erbe nicht auszuschlagen. Eure Mutter wäre finanziell entlastet und Ihr könntet in dem Haus rumsanieren. Und darüberhinaus weiss man nie was im steigenden Alter kommt. Sie könnte das Haus komplett verlieren bzw. verkaufen müssen und dann wäret Ihr alles los. 
Ich würde den Spies sogar umdrehen und die Mutter bitten, Euch das vollständig zu überschreiben und ihr dafür lebenslanges Nutzungsrecht usw einzuräumen.

Ehepartner und alle Kinder zusammen jeweils zu 50%. 

Nun gibt es hier bessere Spezialisten für Erbfolgen als mich. Aber ihr müsstet gar nichts unternehmen. Ihr seid gleichberechtigt beim Tode eurer Mutter die Erben, sonst Niemand. Vorausgesetzt aber immer, es existiert auch dann kein Testament.


Testament der Eltern - Ungleiche Erbverteilung - Emotionen, entzogene Liebe, mangelnde Anerkennung?

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Ich werde das Erbe ausschlagen und den Kontakt zu meiner Familie abbrechen. Zu meiner Schwester hatte ich noch nie ein inniges Verhältnis. Sie hat mich so oft ausgespielt.

Eröffnung des Testaments im Mai 2011 meiner Eltern nach dem Tode meines Vaters im April 2011. (Namen und Ortsangaben, sowie Grundstücksgemarkungen bleiben anonym.)

Unser letzter Wille!

Die beiden Eheleute setzen sich gegenseitig bi zum Ableben des Letzten zum alleinigen Erben ein. Stirbt einer der Eheleute, geht sämtlicher Besitz auf den anderen über. Nach dem Ableben beider geht deren ganzer Besitz mit folgender Aufteilung auf deren zwei Kinder B. (B. = das bin ich) geb. am…. und A., geb. am…. mit allen Vollmächten gegenüber Banken, Versicherungen und Behörden über.

Barbesitz aus Bankkonten und Versicherungen sind zum gleichen Anteil aufzuteilen. Das Haus auf dem Grundstück 49a in XXXXXX soll unsere Tochter A. übernehmen. Sie hat einen Anteil von 35% des derzeitlichen amtl. Schätzwertes vom bebauten Grundstück 49a in XXXXXX an ihre Schwester B. (ich) auszuzahlen. Sollte dieses Grundstück innerhalb 10 Jahren nach dem Ableben des letzten der Eheleute verkauft werden, ist ein Ausgleich von 15% des Verkaufswertes an ihre Schwester B. zu zahlen. Dazu erhält A das Grundstück auf der Gemarkung XXXXXX, Lgb. Nr. XXXXb ….XY-Acker und den Erbanteil von dem Grundstück Lgb. Nr. 934 in XXXXX auf der Gemarkung XXXX . Die Tochter B. erhält das Grundstück XXXX Lgb.-Nr. XXX in YYYYY, Gemarkung XY.

Sollte dieses Grundstück ebenfalls innerhalb 10 Jahren anch dem Ableben der Eheleute in der Baunutzungszone ausgeweisen werden, sind an die Tochter Annette 25% des Verkaufsertrages zu zahlen.

XXXX, den xy.September 1991

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