Vater ohne Wohnrecht will nicht ausziehen

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14 Antworten

Scheint eine recht vertrackte Situation zu sein. Klar muss man einrechnen, dass es der eigene Vater ist und nicht irgend eine neutrale fremde Person. Aber auch hier gibt es eine Grenze. Ich würde ihm das - auf möglichst sachlicher Ebene - genau so undiskutierbar klarmachen: Entweder er bezahlt seinen Anteil, oder du musst ihm kündigen und sämtliche rechtlichen Schritte einleiten, die dazu nötig sind. Erkläre ihm, dass du das durchziehen wirst. Vielleicht holst du dir einen Anwalt/Rechtshilfe und lässt ihn das wissen (oder ihn auch dabei sein, was mehr als fair wäre). Spätestens dann weiss er, dass du es absolut ernst meinst. Lenkt er auch dann nicht auf eine gemeinsame Lösung ein, dann hast du dir auch nichts mehr vorzuwerfen, wenn du diese unschöne Sache durchziehst. Verlieren wird vor allem er, denn wenn er eine eigene Wohnung braucht, kostet ihn das ungleich mehr, ganz zu schweigen vom umziehen, den vertrauten Ort verlassen (was v.a. im Alter immer schwerer wird), usw. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass jemand derart verbohrt ist, dass er das nicht selber kapiert, also werdet ihr wohl imstande sein, einen "sachlichen Friedensvertrag" herzustellen. Ich drücke dir die Daumen!

Wenn es weder einen Mietvertrag noch eine andere schriftliche Vereinbarung gibt, hat er grundsätzlich natürlich schlechte Karten. Sicherlich lässt sich ein Gewohnheitsrecht ableiten und nur an dieser Stelle wird es schwierig. Da es sich um ein Elternteil handelt würde ich schon eine einvernehmliche Lösung suchen. Auf jeden Fall weiterhin miteinander reden und am besten eine Vertrauensperson hinzuziehen. Ansonsten kündigst du Ihm das Wohnverhältnis mit einer Frist auf und erkundigst dich bereits im Vorfeld über einen Anwalt über eine Räumungsklage. Letzteres wird wohl der Weg werden.

Erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten, sie haben mir teilweise schon weitergeholfen.

Ich möchte noch hinzufügen,  das ich mittlerweile den Grund für das Verhalten meines Vaters zu kennen meine. Er hat sich vor wenigen Tagen ein neues Auto für angebliche 7000 Euro gekauft, obwohl dies seine seine finanzielle nicht zulässt. Weil er wahrscheinlich dadurch nun eine mir nicht bekannte monatliche Rate bedienen muss, sagt er, das er sich deshalb an den Nebenkosten (Strom, Wasser) nicht mehr beteiligen würde - weil er sonst nach eigener Aussage nicht mit seinen finanziellen Mitteln hinkommt.

 

hallo,versuche nochmal mit ihm vernünftig zu reden...ich weiß es ist schwer,denn ältere menschen können ab und an sehr komisch sein....hoffe immer das ich nicht so werde ;),hatte sowas ähnliches mal in der verwandtschaft...dein problem wird sein das du sonst klagen mußt,wenn er nicht einlenkt,es muß bewiesen werden das es kein mietverhältniss gab....das er nicht im grundbuch eingetragen ist u.s.w. es wird aber noch ein problem auf euch zu kommen,wenn er das passende alter hat und ihr ihn raushabt,kann er in betreutes wohnen gehen und am ende seit ihr wieder die doofen...alles schon erlebt ;) besorgt euch einen rechtsbeistand ist immer besser....seine nebenkosten muß er zahlen,kann ja nicht auf eure kosten leben,wenn er es nicht macht alles schön auflisten....das geld von ihm geflossen ist muß er beweisen.....versucht es im guten,nicht verbohrt sein das ist er ja wohl schon,denn das kann einen ganz langen rattenschwanz hinter sich herziehen...versucht doch mal zu klären warum ihr euch streitet....ich weiß hört sich immer leicht an....der klügere gibt nach,oder lenkt ein,aber nicht zulange sonst ist er der blöde ;) ;)

Ich würde mich mit einem Anwalt kurzschließen. Soweit ich weiß hat er keinen Anspruch, er durfte mietfrei dort wohnen, hat die Hälfte für die Nebenkosten gezahlt und hin und wieder etwas ins Haus finanziert, aber das macht noch lange kein Wohnrecht aus. Du schreibst ja, dass du vor 20 Jahren das Haus gekauft hast, also ist es DEIN Haus und nur DU und deine Familie haben da Wohnrecht. Wenn du ihn rauswerfen willst, dann ist das dein gutes Recht.

Vor allem dann, wenn er sich auf einmal nicht mehr an den Kosten beteiligen will.

Du sagst, er soll wegen unüberbrückbarer Differenzen ausziehen - ich frag jetzt nicht welche - also kann er dagegen auch nichts tun.

Du kannst auch zur Polizeidienststelle gehen und dort klären, wie du am Besten vorgehen könntest, vielleicht kommen auch ein paar Beamte mit, die das mit dir vor Ort regeln.

Viel Erfolg.

In diesem Fall liegt offennsichtlich Eigenbedarf nicht vor. Somit ergibt sich daher abgeleitet kein Grund für eine Räumungsklage. Allerdings könnten unüberbrückbare familiäre Zerwürfnisse, also Unzumutbarkeit  ein solcher sein.

Bei mehrmaligem Lesen des 3. Absatzes kann man jedoch zumindest soviel entnehmen, womit die Standhaftigkeit des "Vaters" mächtig erschüttert werden kann.

Dazu nur soviel und nur ein Stichwort, das da Änderungskündigung lautet.

Noch ein  Hinweis auf Steuern aus V+V, welcher im Ernstfall Nachforderungen in Höhe der Hälfte der ortüblichen Miete und daraus sich ergebenen E-St. nach sich ziehen könnte.

Sorry, aber jedes Wort hier mehr, könnte mir eine Abmahnung wegen unerlaubter Rechtsberatung einbringen. Entweder es sind ausreichend eigene jur. Kenntnisse vorhanden oder ein REA muss da ran.

Er kann kein Wohnrecht einklagen.

 

Du kannst ihn aus dem Haus klagen. Erst mal solltest Du ihm aber kündigen (da man möglicherweise einen Mietvertrag annehmen könnte - es gibt einen Paragraphen im BGB, nach dem Du im Zweifamilienhaus ohne Grund kündigen kannst).

Nimm einen Anwalt.

Als erstes würde ich aber dafür sorgen, daß er einen eigenen Stromzähler bekommt (wenn er den noch nicht hat, ist das eh gut, denn vielleicht willst Du seine Wohnung ja anderweitig vermieten). Und für Heizung und Wasser (läuft ja wohl über einen Hauszähler) schreibst Du ihm eine Rechnung mit Zahlungsfrist ("bis zum..."), anschl. gerichtliches Mahnverfahren.

 

"Er kann kein Wohnrecht einklagen."

Wo steht das?

Er kann es natürlich einklagen und wenn er da schon länger wohnt kann es soger sein, dass das Gericht ein Gewohnheitsrecht feststellt.

In einem gebe ich Dir Recht: ohne Anwalt scheint es nicht zu gehen... oder doch den Rat anderer befolgen und noch mal versuchen mit dem Vater zu reden.

Und selbst wenn der Vater auszieht und sich eine neue Bleibe sucht: hat er ein ausreichendes Einkommen (Rente etc.)? Denn wenn er sich an das Sozialamt wenden würde, um bspw. Wohngeld zu beantragen, wird der Staat versuchen, sich von den Kindern das Geld - zumindest einen Teil davon - wiederzuholen.

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@agamemnon2011

Ein Wohnrecht ist ein grundbuchlich eingetragenes Recht. Wie will er das denn einklagen? Das entsteht auch nicht durch Gewohnheit.

Er kann sich auf einen mündlichen Mietvertrag berufen - mehr nicht. Aus diesem Mietvertrag muß er aber zumindest auch mal die daraus entstehenden Pflichten erfüllen, in diesem Fall also Zahlung seines Nebenkostenanteils.

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@anjanni

Ah, Du meinst das Wohnungsrecht nach 1093 BGB bzw. Dauerwohnrecht § 31 WEG? Das wird normalerweise ins Grundbuch eingetragen und wurde zuvor notariell beurkundet.

Nein, darauf kann er sich natürlich nicht berufen, denn sowas scheint es ja nicht zu geben.

Ich habe mich etwas auf eine umgangssprachliche Wortwahl hinreißen lassen... sorry.

Bei einer Klage durch den Sohn/die Tochter könnte er aber auf sein Gewohnheitsrecht bestehen, sofern er schon länger dort wohnt.

Ein mündlicher Mietvertrag könnte auch vermutet werden, wobei hier die Beweislage problematisch ist.

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@agamemnon2011

Betrachten wir das mal aus der Sicht eines Richters.Richter haben meist die Eigenschaft einiges an Lebenserfahrung gewonnen zu haben und durch Ihren Beruf so ziemlich jedes menschliche Elend schon erlebt zu haben.

Die erste Frage die der Richter stellen wird wird einfach jene sein > Wie ist es denn dazu gekommen das der Vater eingezogen ist. Nun steht man doof da wenn es nicht grade so sein wird das er unerwartet vor der Tür stand und nur mal eine Nacht Übernachten wollte. Also gab es definitiv irgendwelche Absprachen bei denen Der Vater in Treu und Glauben inkl. seinem ersparten davon ausgehen konnte das er bis an sein Lebensende bei der Tochter wohnen kann. Ich denke das wird denn meisten hie wohl auch plausibel erscheinen. Rechtlich wirst du dich vermutlich durchsetzen können. Moralisch kann man das mit demjenigen Vergleichen, der seinen Hund an der Autobahnraststätte aussetzt. Falls du in einer dörflichen Umgebung wohnen solltest wirst du dann sicher auch damit Probleme bekommen.
 

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zahle ihm das geld zurück, was du von ihm erhalten hast, bausparverträge usw., dann wird er auch seine miete zahlen. alles, was dir passt nimmst du, aber wenn da mal nichts mehr kommt, dann setzt man den geber vor die tür? nette/r tochter/sohn bist du.

Also wenn er sich wirklich wehrt und die Etage NICHT räumen will, würde ich mir an deiner Stelle einen Rechtsanwalt schnappen, und Ihn raus klagen. Auch wenn es dein Vater ist, aber so gehts ja nich.

Von der rechtlichen Seite her kann ich dich leider nicht beraten.Aber ich sehe es menschlich.Er ist dein Vater.Vielleicht könnt ihr euch mithilfe eines Dritten,eines Mediators sozusagen,annähern und alle Differenzen zum Guten klären.Das wäre sicher die für alle Beteiligten die beste Lösung.Irgendwie würdest du dir immer Vorwürfe machen,deinen eigenen Vater hinausge............zu haben.Man lebt nur einmal.Deshalb mach`s dir nicht schwerer als notwendig und suche nach einer humanen Lösung,Wenns klappt wirst du dich auch wohler fühlen

Eine Frage....

Darf man sich so daneben benehmen, nur weil man der VATER IST?

Eltern sollten die jenigen sein, die vernünftig sind und sich nicht alles erlauben nur weil sie es geschafft haben Kinder zu zeugen....!!!

Warum sind es immer die Kinder, die nachsicht mit Ihren Eltern haben sollen oder gar alles hinnehmen müssen, was die Eltern sich so leisten?

Etwas Einsicht und Vernunft kann man von Papa schon erwarten...

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wen du ihn nicht SCHRIFTLICH dazu aufgefordert/gebeten hast etwas am haus mitzuwirken so war das freiwillig (rechnungen gibts ja nciht)

daher kann er das rechtlich nicht verwenden

einfachste lösung dreh ihm strom gas wasser etc ab

ist das nicht möglich...

räumungsklage dann muss er raus

im härtefall wegen hausbesetzung verklagen
(weis nicht ob das der juristische fachbegriff ist )

dann von polizei oder ordnungsamt je nach zuständigkeit räumenlassen

wen du sowas vorhast vorher nicht drohen oder andeuten eifnach machen sonst kann er sich vorbereiten ;)

 

gruß

Kev

na, dein name passt aber 100% zur antwort

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@agamemnon2011

naja wen ihr meint hab den selben weg bestritten und habs geschafft und das ent nur mit meinen eltern sondern 3 weiteren parteien

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im notfall rausklagen. oder euch gütig einigen. ist für beide parteien das billigste. setz ihn fristgerecht vor die tür. aber so wie ich das lese wirst du wohl rechtsbeistand brauchen.

 

oder fass dir ein herz und rede mit ihm normal man hat nur einen vater! bedenke das. irgendwann ist es zu spät. so diese möglichkeiten hast du.

Das kann man auch andersrum auslegen....

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Wie lange wohnt er denn schon da? Er hat vielleicht kein Wohnrecht, das im Grundbuch steht, aber möglicherweise hat er durch die langjährige Nutzung der Wohnung ein Gewohnheitsrecht erworben?

Ferner könnte es sein, dass hier eine Art Mietverhältnis vermutet werden kann (auch wenn keine Miete bezahlt wurde) - dadurch hätte er noch mehr Rechte. 

Ich denke ein Mietverhältnis kommt nur dann zustande, wenn er Miete zahlt??

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@DieViwi

denke gemeitn ist das gewohnheitsrecht das ist aber juristisch lächerlich ;)

 

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@DieViwi

Ein Mietverhältnis kommt durch einen Vertrag zustande (mündlich oder schriftlich) und vertraglich kann auch eine Miete von null Euro vereinbart werden.

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@agamemnon2011

Nein. Das Gewohnheitsrecht habe ich ja auch schon angedeutet und das halte ich für am wahrscheinlichsten, dass das durch einen Richter im Falle einer Klage festgestellt wird, sofern der Vater da schon länger wohnt.

Was daran übrigens juristisch lächerlich sein soll kann ich nicht nachvollziehen.

Ein Mietverhältnis kann auch vermutet werden, denn ein Mietvertrag kann auch mündlich geschlossen werden. Da kommt es ein wenig auf die Beweislage und vorhandene Zeugen an. In einem Mietvertrag, gerade in der vorliegenden Verwandschaftskonstellation, kann durchaus eine Miete von null Euro und die Teilung der Nebenkosten vereinbart sein. Das ist hier nur ein Indiz und deshalb habe ich das erwähnt.

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@jemandzehage

Dann muss man nur noch hoffen, auch Recht zu bekommen...

Ich weiß, ist ein dummer Spruch, aber er stimmt: Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge!

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Jaha,Rausklagen,und das Vorgestern,den wirste los,lass dich bloß nicht Einschüchtern

dein name ist programm...

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