Vater leidet an Depressionen, Scheidung der Eltern (wie soll ich damit umgehen)?

8 Antworten

Du musst Dich bei Deiner Schwester und Deiner Mutter offener zeigen, damit Ihr das zu dritt bewältigen könnt! Es zu verstecken bringt nichts und macht alles nur noch schlimmer. Und im Endeffekt, bist Du es ja, die ihre Familie am besten kennt, das heißt, wir werden wahrscheinlich nicht so viele passende Tips geben können, egal wie sehr wir es versuchen.

Aber trotzdem müsst Ihr als Trio irgendwie weitermachen, auch wenn Ihr Euch um Euren Vater sorgt.

Danke für deine Antwort! Ich werde demnächst mit ihnen sprechen und versuchen eine Lösung für uns alle zu finden :)

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Ich glaube du musst mit allen reden! Und zwar komplett ehrlich und mit allem was dich belastet. Ich habe auch meine Erfahrungen mit stark sein und stark sein müssen gemacht aber du bist auch wichtig! Es wird dann immernoch schwierig sein und bleiben aber mit dir allein kannst du das Problem nicht lösen. Hoffe wirklich das das besser wird und wünsche dir viel Glück und frag ruhig wenn du noch spezifische Fragen hast.

Gut ich werde so bald wie möglich mit meiner Familie darüber sprechen, danke!

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Erst einmal, die Situation hört sich wirklich furchtbar an. Für jeden von uns hier draußen im Internet ist die Lage trotz deiner ausgesprochen ausführlichen und detaillierten Erklärung, welche mittlerweile immer mehr zur Seltenheit werden, trotzdem nicht ganz so leicht zu überblicken. Trotzdem zeigt es auch gleichzeitig, dass dir die Sache verdammt nahe geht und das kann dir wohl keiner verübeln.

Selbstmordgedanken bei Eltern sind das Schlimmste, was man sich bei Depressionen im familiären Umfeld vorstellen kann. Dass dein Vater deine Liebe nicht erwidert hatte, kann sehr gut daran liegen, dass er einfach komplett am Boden zerstört war und es ihm unangenehm war, dass gerade seine Tochter ihm dabei helfen will, aufzustehen. In solchen Situationen denkt man nicht mehr klar und obwohl du rein gar nichts falsch gemacht hast, kann es sein, dass er sich Erbärmlichkeit eingeredet hat.

Die Scheidung dürfte einen ganz entscheidenden Teil in seiner Trauer spielen. Vielleicht ist er traurig, dass er nicht oft genug für euch da war oder dass er die Frau verlässt, der er ewige Liebe geschworen hatte. Dass er homosexuell ist, kann sich ebenfalls aus dieser Trauer und aus diesen Streiten entwickelt haben. Oder es war einfach schon länger so und er wusste nicht, wie er es euch sagen sollte. Denn selbstverständlich bedeutet sowas das Zerbrechen einer Familie.

Die Streite waren bestimmt nicht leicht für dich oder deine Schwester und deine Mutter. Ich weiß natürlich nicht, worum es da genau ging, aber Meinungsverschiedenheiten, die auf beinahe täglicher Basis zu Streiten ausarten, sind nicht förderlich für irgendjemanden. Das macht niemanden glücklich und er bereut diese Dinge bestimmt selber.

Sei auf jeden Fall für ihn da. Dräng ihn nicht, aber mach ihm klar, dass er nicht alleine dasteht und alles verloren hätte. Denn das hat er nicht. Eine Tochter, die sich in so einer Lage so große Sorgen um seinen Vater macht, ist das Schönste, was sich jedes Elternteil vorstellen kann.

Viel Glück und liebe Grüße,

Raffael

Danke für deine aufmunternden Worte. Ich werde mein bestes geben, dass es ihm bald besser geht aber ich werde ihn auch, wie du es gesagt hast nicht drängen!

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