Vater ist gestorben

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6 Antworten

Das ist normal - deine Schuldgefühle - da du zu seinen Lebzeiten deinen Wunsch unterdrückt hast, Kontakt zu ihm zu halten oder aufzunehmen. Alle unterdrückten Wünsche, die echte Bedürfnisse sind, wenden sich gegen einen selber und äußern sich in negativen Stimmungen und Gefühle. Die gute Nachricht ist: du mußt deinen Vater jetzt auch noch im Herzen, in der Erinnerung begraben. Ich glaube fest daran, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. Ich habe selber mehrere unglaubliche Kontakten mit Verstorbenen gehabt, was mich zu diesem Glauben geführt hat. Und eins kann ich dir noch sagen: sie suchen uns manchmal in Träumen auf, oder wie es für uns halt annehmbar ist, um bei uns zu sein und uns zu helfen oder zu sehen. Es schein so zu sein, daß ihnen die Liebe bleibt, als würden sich belastende Beziehungen zu Lebzeiten jenseits irgendwie vom Schmutz der negativen Gefühlen und Haltungen reinigen. Du darfst und sollst frei an deinem Vater denken, so oft du willst. Die Schuldgefühle werden mit der Zeit vergehen, wenn du dir sagst, daß der Mensch den Zeitpunkt seiner Geburt und seines Todes frei wählt, aus einem höheren Sinn heraus. Nicht vielen ist es gegeben, diesen Sinn für sich zu Lebzeiten zu erkennen, aber unsere Seele weiß es.

'tschuldigung, Satzfehler: ich meinte, du brauchst ihn nicht auch noch in Erinnerung zu begraben, dort kannst du mit ihm sprechen und ihm alles sagen, was du willst.

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Hey, du kannst nix für den Tod deines Vaters! Dass ihr euch nicht oft gesehen habt, liegt nicht nur an dir, vielleicht hätte auch dein Vater sich mal bei dir melden können, aber du kannst das jetzt nicht mehr ändern. Es ist traurig, aber es ist leider zu spät und auch wenn du deinen Vater vielleicht nicht gut kanntest, und er dich auch nciht, ich bin sicher, er hat dich trotzdem sehr doll lieb gehabt. Sich jetzt dafür die Schuld zu geben bringt nichts, erinner dich lieber an die Zeit mit ihm, an die du dich vielleicht noch erinnern kannst, oder lass dir was von deiner Mutter über ihn erzählen. Mein Beileid, du packst das schon, schau immer nach vorn!

Mein Mitgefühl, Dennis!

Schuld? Wofür? Das Kind bist Du.

Nun gut. Dein Vater und wohl auch Deine Mutter waren wohl beide noch jung als Du auf die Welt kamst. Und das Leben ist sehr bunt.

Ich kann sehr gut verstehen dass Du ihn gerne näher hättest kennen lernen wollen. Dann sind aber diese Dinge zu tun, das ist gerade wichtiger und dann ergibt sich keine Gelegenheit. Zudem hängt es ja wohl auch von Deiner Mutter und Deinem Vater ab, den Umständen in denen auf beiden Seiten gelebt wird.

Ich habe meine Eltern auch sehr früh verloren. Gerade meine Mutter konnte ich nicht richtig kennen lernen. Das hatte viele Gründe. Es lag nicht daran dass wir getrennt gewesen wären. Aber es waren sehr wichtige Fragen die unbeantwortet geblieben sind. Lange dachte ich, es würde keine Möglichkeit geben Antworten zu bekommen. Aber ich bin stur. Ich habe sie bekommen. Und weil ich nicht aufgehört habe an diese Dinge zu denken, nach Antworten zu suchen, habe ich sehr viel mehr gelernt als wenn sie selbst mir Antworten gegeben hätte.

Es ist seltsam manchmal auf dieser Welt. Aber wo viel Schatten ist da muss auch viel Licht sein. Sonst könnte es den Schatten gar nicht geben. Heute magst Du das nicht verstehen. Ich wünsche Dir von Herzen dass Du es später einmal so sehen kannst.

Für jetzt hast Du immerhin eine gute Idee gehabt mit dem Brief. Da kann sich mancher erwachsene Mensch ein Beispiel nehmen.

Bitte gib acht dass vor lauter Schuldgefühlen die Trauer nicht zu kurz kommt.

Mach dir hier keinen Kopf, er hätte ebenso gut sich bei dir melden können, m M nach müssen.

Er wollte eben nicht den Kontakt und dann ist es für dich auch so zu akzeptieren und du kannst es nicht ändern.

Gerecht ist in der Welt kaum etwas, oder wir überblicken es wohl nicht..

Mein herzliches Beileid zum Hinschied deines Vaters. Schuldgefühle musst du ganz bestimmt nicht haben. Ja, ich weiss, das schreibt sich so einfach, für dich ist es viel schwieriger.

Wenn ich deinen Text richtig verstanden habe, ist dein Vater erst 37 Jahre alt. So hätte er doch allermindestens nochmals solange leben "müssen". Über dein Alter kann ich nur Vermutungen anstellen, aber ganz sicher bist du noch sehr jung. Vermutlich hattest du doch gar keine Möglichkeit, deinen Vater in Polen zu besuchen. Er hatte vermutlich seine Gründe, dass der Kontakt zu dir nicht enger war.

Mein Beileid.

Das habe ich mich auch gefragt, als meine Tochter gestorben ist: Warum dürfen Andere leben, und mein gutes Kind musste gehen?

Aber vertiefe Dich nicht zu sehr in diese Frage. Du wirst keine Antwort finden.

Und Schuldgefühle brauchst Du auch nicht zu haben. Er hätte sich ja genauso gut bei Dir melden können, wenn er näheren Kontakt gewollt hätte. Das geht immer in beide Richtungen.

Der Vater meiner Töchter ist auch gestorben. Aber er hatte keinen Kontakt zu ihnen gewolt. Deshalb hatte meine noch lebende Tochtre auch keine Schuldgefühle. Sie wollte ihn zwar mal besuchen und zur Rede stellen, bzw. seine Version hören. Aber dazu ist es aber nicht mehr gekommen, weil er zu jung verstorben ist.

Das Leben ist nicht gerecht! - (tot, Frieden)

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