Vater hat Bauchspeicheldrüsenkrebs und will weder essen noch trinken, was tun?

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4 Antworten

Es ist sehr schwer, diese Situation zu ertragen. Wahrscheinlich ist dein Vater austherapiert und bekommt Opiate oder Ähnliches als Schmerzmittel, die den Appetit erheblich mindern und ihn auch wegdämmern lassen. Bei meinem Vater war das in den letzten Wochen auch so und ich hatte Panik, dass er mir verhungert. Ihm fiel auch das Schlucken schwer, sodass ich schon froh war, wenn er die Brühe der Suppe trank. Ansonsten habe ich Grießbrei gekocht ,viel Butter und Eigelb drangemacht, um möglichst viel Nährwert in wenig Nahrung unterzubringen. Dann habe ich viel Panik gemacht, um ihn in die Klinik zu bekommen, damit er über einen Tropf wenigstens Flüssigkeit bekommt.. Zwei Tage später schlief er für immer in der Klinik ein. Ich habe ewig die letzte Entscheidung bereut, denn sicher wäre er lieber zu Hause geblieben. Aus heutiger Sicht kann ich nur empfehlen, nehmt euch beide Zeit für den Abschied. Wenn dein Papa nicht mehr will, dann gestatte ihm zu gehen und sei einfach nur da.. Äußert er sich zum Sterben, schiebe es nicht weg, lass ihn über seine Ängste reden. Mit wem soll er es sonst tun. Um dir nichts vorwerfen zu müssen, sprich dich mit dem Hausarzt ab und versuche zu akzeptieren, dass das Leben endlich ist. Je eher du dich mit diesem Gedanken auseinandersetzt, je mehr Kraft hast du für deinen Vater. Die werdet ihr beide jetzt brauchen und dafür wünsche ich euch alles alles Gute.

patinau 29.08.2013, 17:24

Das ist es ja... er redet ja nicht... er liegt nur und dämmert vor sich hin.. Schmerzmittel bekommt er gar keine...

Das mit deinem Vater tut mir wirklich leid...

Danke für deine Antwort!!

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carolle 29.08.2013, 18:15
@patinau

Dass er gar keine Schmerzmittel bekommt, ist doch sehr merkwürdig. denn Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eigentlich sehr schmerzhaft. Normaler Weise werden Schmerzpflaster gegeben. Du solltest dringend den Hausarzt danach fragen. Denn Schmerzen müssen heute wirklich nicht mehr sein. Außerdem könntest du dich auch um einen Platz in einer Palliativklinik kümmern. In den meisten größeren Ballungsgebieten gibt es auch ambulante Palliativdienste ,die sich sehr gut mit den Problemen von Krebspatienten auskennen und auch andere Möglichkeiten haben als normale Kliniken bzw .Ärzte. das müsste zu ergoogeln sein , Aber auch die Krankenkasse oder die Krebsliga müssten dir da weiterhelfen können.

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carolle 29.08.2013, 18:25
@carolle

Meine Freundin erzählt mir gerade, dass sie das mit den Füßen von ihrem Mann auch kennt. Dies war damals eine Nebenwirkung des Morphiums und dann nehmen die Patienten wohl auch nichts mehr zu sich und dämmern vor sich hin. Aber um die Verordnung zu Hause muss man sich dann wohl wieder kümmern. Schau mal in den Befund vom Krankenhaus, da müsste eigentlich stehen, was er bekommen hat. Deshalb ging es ihm wahrscheinlich auch im Krankenhaus besser.

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Dickerchen123 29.08.2013, 20:39
@carolle

Carolle, du hast es perfekt geschrieben. Ein dickes DH für dich. Kompli natürlich auch :-) Besonders deine letzten Sätze im ersten Post kann ich nur unterstreichen, ebenfalls aus Erfahrung

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patinau 29.08.2013, 23:06
@carolle

Ich versichere dir, dass er keine Schmerzen hat, nur Magenschmerzen da er nichts isst und ich versichere dir auch dass er weder Morphium noch andere Schmerzmittel bekommen hat. Weder im KH noch hier.... Danke für deine Mühen, ich bin verzweifelt....

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carolle 29.08.2013, 23:25
@patinau

Magenschmerzen sind von denen der Bauchspeicheldrüse eigentlich kaum zu unterscheiden. Wo auch immer sie herkommen, ist ja auch egal. Lass dich nicht abwimmeln und ruf den Notarzt. Ich kann deine Ohnmacht so gut nachfühlen. Du musst das aber nicht alleine durchstehen. Hol in den o.g. Institutionen Hilfe und das gleich morgen früh. Manchmal hilft auch nur das Gespräch mit Leuten, die wissen ,was du durchlebst. Meine Gedanken sind auch bei euch. L G Carolle

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patinau 30.08.2013, 10:32
@carolle

Ich muss mich entschuldigen! Er nimmt doch Novalgintropfen.... Ích wusste das nicht, meine Mutter hat das mehr im überblick. Weiß vl igendwer was dieses hicksen ist? und dieses "quiecken" ? Das macht mir und meiner schwester nämlich sehr Angst. Er benimmt sich so komisch, als wäre er dement.... Aber von einer Sekunde auf die andere kann er z.b ganz normal am Telefon sprechen.... Meint ihr wirklich wir sollten ihn wieder ins Spital bringen lassen ? nehmen sie ihn da wieder auf ? Er wurde entlassen weil er "keine Professionelle hilfe" braucht... Er will auch nicht Schlucken, sagt aber er es tut ihm nicht weh... zumindest interpretieren wir das so.... Ich weiß nicht mehr weiter....

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patinau 30.08.2013, 10:33
@carolle

Ich muss mich entschuldigen! Er nimmt doch Novalgintropfen.... Ích wusste das nicht, meine Mutter hat das mehr im überblick. Weiß vl igendwer was dieses hicksen ist? und dieses "quiecken" ? Das macht mir und meiner schwester nämlich sehr Angst. Er benimmt sich so komisch, als wäre er dement.... Aber von einer Sekunde auf die andere kann er z.b ganz normal am Telefon sprechen.... Meint ihr wirklich wir sollten ihn wieder ins Spital bringen lassen ? nehmen sie ihn da wieder auf ? Er wurde entlassen weil er "keine Professionelle hilfe" braucht... Er will auch nicht Schlucken, sagt aber er es tut ihm nicht weh... zumindest interpretieren wir das so.... Ich weiß nicht mehr weiter....

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carolle 30.08.2013, 13:36
@patinau

Novalgin sind starke Schmerzmittel, deshalb der Dämmerzustand. Ein normales Krankenhaus bekommt bei austherapierten Patienten kein Geld mehr von der Krankenkasse, nur bei neuer hinzugekommener Diagnose ,bspw. Lungenentzündung o.Ä.. Er bekommt wirklich nur noch mehr Hilfe auf einer Palliativstation.Das ist auch ein Krankenhaus,dass sich aber auf unheilbar Kranke spezialisiert hat und die dürfen auch mehr tun als ein normales Krankenhaus. In vielen Orten kommen die aber auch nach Hause und können mehr tun ,als ein normaler Hausarzt.

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patinau 30.08.2013, 18:42
@carolle

Er ist nun wieder im Krankenhaus... Ich werde mich erkundigen über die dinge die du mir geraten hast! viel lieben dank!!!

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wow das tut mir leid.....

ich würde eine psychologen aufsuchen.... mehr für euch um euch tipps zu holen was zu tun ist!!

ich tippe stark darauf das es die reaktion auf die diagnose ist ... dein vater kommt nicht damit klar!! egal was er sagt!! dieses "weggetreten" ist ein abwerhmechanismus deines vaters sich der sache nicht zu stellen.. bzw. es zu ignorieren!!

er muss essen! das steht außer frage...

viel erfolg ;)

patinau 29.08.2013, 12:32

Vielen Danke für deine Antwort!

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Hier kann dir keiner wirklich gute Tipps geben, da wir keine Ärzte sind. Das einzige, was ich dir raten kann, ist, dass dein Vater so schnell wie möglich zum Arzt geht. Und sich allenfalls im KH weiter behandeln lässt

patinau 29.08.2013, 17:25

Vl hat jemand tipps, weil er selbst das mal beobachtet oder gar erlebt hat. Er ist im Krankhaus in Behandlung, immerhin bekommt er ja ne chemo :)

Danke für deine Anwort!!!!! :)

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Informiere dich mal im www zum Thema Cannabis als Medizin.....

patinau 29.08.2013, 17:41

Danke, mach ich !!

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