Vater gestorben, falle von Zeit zu Zeit in ein tiefes Loch. Was kann man dagegen tun?

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4 Antworten

Das mit der fehlenden Vaterfigur kenne ich sehr gut. Der eigene Vater (egal ob leiblich oder nicht) ist meistens nur sehr schwer zu ersetzten. Auf der anderen Seite hast Du ohne präsenten Vater die Freiheit Dich an anderen Vaterfigure zu orientieren, die Dir möglicherweise auch viel mehr liegen als Dein eigener Vater. Du kannst zwischen viel mehr Vorbildern auswählen.

In traurigen Zeiten hat mir alles geholfen was meinem Alltag und Leben Struktur gibt. Zu viel schlafen ist ganz schlecht. 8 Stunden reichen und dann den Tag so mit Aktivitäten vollpacken die einem Erfolgserlebnisse bringen, dass man gar nicht auf traurige Gedanken kommen kann. Im Studium beim Lernen ist das natürlich leichter gesagt als getan. Ich habe mir deshalb einen DinA4 Jahreskalender genommen und jeden Tag meine Netto-Lernzeit und meine Liegestützen usw. eingetragen. So hatte ich jeden Tag ein Erfolgserlebnis und eine Motiviation nicht mit dem Lernen und dem Sport aufzuhören.

Und: such Dir auf jeden Fall jemand mit dem Du reden kannst. Auch gute Freunde sind wahrscheinlich nach einer Weile überfordert. Daher würde ich Dir auf jeden Fall zu einem Profi raten. Wenn Du Zahnschmerzen hast, gehst Du ja auch zu eine Profi. Und die menschliche Seele ist noch ungleich komplexer als das Gebiss. Ich wünsche Dir alles Gute!


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Kommentar von Jomaney11
18.07.2016, 19:27

Vorweg bedanke ich mich bei dir. 

Ich finde du hast in allen Punkten Recht. Die Vaterfigur war durch dir Krankheit leider nicht großartig vorhanden, trotzdem ist er "mein Held" ( noch mehr gearbeitet, bevor es gar nicht mehr ging um meiner Mutter, meiner Schwester und mir die Sicherheit zugeben die wir brauchen). Ich bin auch ein Mensch, der sehr viel unterwegs ist, nur leider habe ich gemerkt es ist nur Ablenkung bzw. ich verdränge meine Inneren Gefühle. Ich war beispielsweise das letzte Wochenende auf einem Festival mit all meinen Freunde, hatte Spaß und es war echt eine tolle Zeit. Nur jetzt ist leider dieses Loch wieder da, was mich einfach traurig macht, obwohl alles um mich rum gut läuft. 

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Kommentar von Jomaney11
18.07.2016, 19:42

Ich hätte da doch noch eine Frage, wie würdest du mit den Suizidgedanken umgehen ? Ich lasse mir nach Außen nichts anmerken, nur innerlich Fühle ich mich einfach nicht mehr Fähig weiter zu machen. Ich weiß auch, dass ich Hilfe brauche, nur ist es oft nicht so einfach für die Betroffene Person diese zu suchen. 

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Erst einmal mein herzliches Beileid.

Ich würde dir wirklich sehr ans Herz legen, mit einem Psychologen darüber zu reden und vielleicht auch eine Therapie zu beginnen, bevor das Ganze noch schlimmer wird, denn das wird es, wenn man nichts dagegen tut.

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Kommentar von Jomaney11
18.07.2016, 19:16

Ich wollte mich für deine Antwort bedanken. Ich habe auch oft überlegt mir Hilfe zu suchen, nur bleibe ich immer genau bei diesem Gedanken hängen. 

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wichtig ist, darüber zu sprechen!

Jetzt, da er gestorben ist, wird dir erst bewußt, wie er dir gefehlt hat. 

du belastest weder deine Schwester, noch deine Mutter, wenn du dir Hilfe holst bei einem Psychologen z.b.?

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Kommentar von Jomaney11
18.07.2016, 19:21

Danke dir für deinen Kommentar. 

Ich muss dir voll und ganz Recht geben. Nur ist es auch nicht immer einfach sich Hilfe zu suchen oder sich helfen zu lassen. Deshalb hab ich mich auch erstmal dafür entschieden hier mein Problem zu veröffentlichen um objektive Meinung zubekommen. 

Nochmals Danke. :)

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ich bin 42 und habe auch vor 3 jahren unter tragischen umständen meinen vater verloren..mir geht´s wie dir, ich spreche aber mit freunden drüber wenn ich mal wieder so eine phase habe.. lass deine gefühle raus, zur not geh zu einem therapeuten. der hört dir zu  und hilft auch bei trauerbewältigungen...ich mach das mit mir und meinen freunden aus...das klappt gut

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Kommentar von Jomaney11
18.07.2016, 19:18

Das tut mir sehr Leid, ich habe auch schon überlegt mit meinen Jungs darüber zu quatschen, ich weiß das sie mich verstehen und auch unterstützen werden. Nur habe ich immer dieses Bedürfnis meine Probleme für mich zu behalten. 

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