Vater des deutschen Wirtschaftswunders?

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4 Antworten

Erhard hat politisch das in die Praxis umgesetzt, was er und andere bereits vor und während des 2. Weltkrieges mit anderen Wirtschaftswissenschaftlern, zB Müller-Armack oder Vertretern des Ordoliberalismus (wie Röpke und Eucken) begonnen hatten theoretisch für eine soziale Marktwirtschaft zu erarbeiten. Das Konzept basiert auf der Freiheit der Bürger und des Marktes mit einer sozialen Komponente zur teilweisen Abfederung des unterschiedlichen Leistungsvermögen der Menschen. Denn Menschen sind nur vor dem Gesetz alle gleich, aber de facto ist jeder Mensch anders. Das wird in der heutigen sogenannten sozialen Gleichheitsdebatte (die nur noch populistisch ist) total verdrängt und verschwiegen.

Diese Freiheit der Menschen und Märkte war und ist es auch heute noch, welche Wohlstand und Vermögen schaffen und sonst nichts. Diese Freiheit hat Erhard rigoros umgesetzt und damit die Basis zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg beigetragen, auch wenn dieser von einem relativ niedirgen Niveau ausgegangen ist, wenn man an die Zerstörungen durch den Krieg denkt.

Heute ist es bereits genau umgekehrt. Ich sprecfhe inzwischen bereits von einem marktwirtschftlich orientierten Sozialismus. Was für mich bei einer Staatsquote von über 60% gerechtfertigt ist. Der Punkt ist nur, daß wir sehr lange von dem was unter Erhard angefangen hat aufgebaut zu werden noch zehren können. Du siehst es bei der DDR, welche aus dem was sie vom 3. Reich übernommen hatte und dem was sie selbst erwirtschaftete 40 Jahre lang leben konnte.

Weiteres erfährst Du auch bei Wikipedia unter "Soziale Marktwirtschaft"

als "professor" hatte der mann ja schon mal einen in deutschland "respektheischenden" titel und von allen männern, die in rothwesten (bei kassel) die währungsreform vorbereiteten, war er derjenige, der optisch am meisten "hermachte". sein erstes buch trug den titel "wohlstand für alle" und wer sowas propagierte, der hatte natürlich den beifall aller bürger der deutschen trümmerlandschaft.

Weil er zu der Zeit der Einführung der sozialen Marktwirtschaft und des danach einsetzenden starken Wirtschaftswachstums Wirtschaftsminister war. Er gilt auch als Vater der sozialen Marktwirtschaft. Geistiger Vater der sozialen Marktwirtschaft war aber eher Walter Eucken.

Erhard war während des "Wirtschaftswunders" Wirtschaftsminister.

Aber das "Wunder" war nicht sein Verdienst sondern der Aufschwung kam durch die Währungsreform.

In der Wirtschaft gibt es keine Wunder, wie Erhard selbst sagte.

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