Vater an Unfallfolgen verstorben - wieviel muss Versicherung zahlen?

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3 Antworten

Hallo,

mein Beileid zu dem schweren Verlust!

Hier sind unter §63 bis 71 die Leistungen der BG aufgeführt (z.B. Sterbegeld, Hinterbliebenenrente).

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/

.dguv.de/inhalt/rehabilitation/geldleistung/rente/jav/index.jsp

Die BG übernimmt normalerweise keine Kosten für einen Rechtsanwalt (Ausnahmen: ggf. bei Widerspruchsfall).

Leistungen, die die BG nicht übernimmt, können ggf. bei der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallschädigers geltend gemacht werden.

Gruß

RHW

Vor allem erst mal herzliches Beileid, das mit deinem Vater ist schlimm und tut mir sehr leid. Leider kann dir hier niemend eine seriöse Antwort geben. Bei einer solchen Sache vor allem auch noch mit tödlichem Ausgang muss unbedingt ein fachanwalt zu rate gezogen werden. Er kann akteneinsicht, nehmen und dich gegenüber der Versicherung des unfallverursachers und gegenüber der BG vertreten. Ich gehe auch mal davon aus, dass Staatsanwaltschaft gegen den unfallfahrer ermittelt, mindestens wegen fahrlässiger Körperverletzung, nun evtl auch mit Todesfolge. In dem folgenden Prozess könnt ihr als Nebenkläger auftreten. Es geht hier um wahnsinnig viel, neben den Dingen die deinen Vater betroffen haben evtl. Auch um eine Versorgung deiner Mutter, und falls du oder evtl. Geschwister noch in Ausbildung sind auch um deren Versorgung. Diese Dinge kann man selbst und auch nicht als ncht-Jurist bearbeiten. Sofern die Schuldfrage an dem Unfall eindeutig bei dem anderen Fahrer liegt wird die gegnerische Versicherung auch diese anwaltskosten übernehmen müssen. Es ist wichtig, daß bei den anstehenden Verhandlungen Augenhöhe herrscht. Die Versicherung hat Anwälte und die verhandeln am liebsten auch mit Anwälten. Also bitte nicht versuchen auf eigene Faust zu regeln, das kann nur schief gehen.

wurde der Unfall denn an die Versicherung gemeldet? Hat er Schmerzensgeld bekommen? Hat er selbst eine Unfallversicherung?

TochterSonja 29.03.2012, 20:45

Er selbst hatte den Roller versichert, aber da der Unfall von dem Autofahrer verursacht wurde, hat der verantwortliche Fahrer den Unfall der betreffenden Versicherung gemeldet. Bisher erfolgte keine Auszahlung, da die gesamten Auswirkungen der Verletzungen noch nicht bekannt war. Der massgeschneiderte, computergesteuerte Rollstuhl wurde bezahlt, ein Hausumbau bereits genehmigt und anfallende Fahrt- und Uebernachtungskosten fuer enge Familienmitglieder sollten uebernommen werden. Ob er eine private Unfallversicherung hatte, weiss ich nicht, aber er hat immer von der Berufsgenossenschaft gesprochen. Mehr weiss ich leider nicht.

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TochterSonja 29.03.2012, 20:47
@TochterSonja

Moeglicherweise uebernahm die Berufsgenossenschaft einige Kosten, da der Unfall auf dem Weg zur Arbeit passiert ist.

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guterwolf 29.03.2012, 21:54
@TochterSonja

dann musst du dir erst mal einen Überblick über die bisher geführten Verhandlungen mit der Versicherung verschaffen. Ich würde dir raten, dir einen Anwalt zu nehmen und dem die Sache mal vortragen.

Mein Beileid zum Tod deines Vaters.

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