Vasektomie: Erfahrungen und Unterschiede. Was verändert sich?

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5 Antworten

Hallo Toxic38

Ich habe eine Vasektomie mit 36 Jahren machen lassen, nachdem meine Frau endgültig keine Kinder mehr haben wollte und auf Hormone keinen Bock mehr hatte und mir diese blöden kurzen Strippen von der Spirale in ihr, mir immer wieder unangenehm in die Eichel gestochen haben. Es handelte sich um eine no needle no scalpel Vasektomie. 15 min und *schwupps* ist die Fruchtbarkeit des natürlichen Weges beseitigt.

Direkt am Tag nach der OP hat man natürlich etwas empfindliche Genitalien, aber das geht schon (!Es sei denn Kinder hopsen auf dem Schoß, dann stirbt man, *uaarrgh!). Etwas weniger angenehm war dagegen der sich aufbauende Druck in den Hoden, der nach drei Tagen einsetzte, aufbaute und dann nach einer Woche kontinuierlich verschwand. Es braucht eben etwas Zeit, damit die Hoden ihre Produktionsfähigkeit nachhaltig verringern. (Weswegen man nach einer Reparatur der Samenleiter auch bleibend weniger Spermien produziert.) Das hat bei mir etwas gedauert, aber bei meinem Kumpel der auch eine Vasektomie hatte, ging es viel schneller. Der Druck bei ihm war da nach 3 Tagen weg.

Der Höhepunkt war erst nach zwei Monaten wieder fast wie vorher. Im Prinzip war der einzige Unterschied, dass vorher das Gefühl beim Orgasmus bis ganz runter in die Hoden ging und zu spüren war, dass da was passiert. Nun ist das Kribbeln in den Hoden weg. Aber das hängt wahrscheinlich sowieso von der Empfindungsfähigkeit jedes Einzelnen Menschen ab. 

Der erste Sex (nach 5 Tagen) hat sehr weh getan, wenn man die Kontraktionen der Samenleiter am Schambein noch ganz genau spüren kann. Für etwa 2-3 Wochen bleibt es empfindlich, aber danach pulsiert alles wieder wie gehabt. Man darf sich halt nur nicht einreden, dass alles anders ist. Der Penis bleibt empfindsam, ebenso wie der Hodensack selbst. Die Stärke des Pulsierens ist wie immer, auch eine Sache der Tagesform. Die zwei Einstichstellen rechts und links oberhalb der Hoden sind nur noch zwei sehr kleine hellere Dellen, die man nur mit Mühe findet, wenn die Haut ganz entspannt ist. Ansonsten gibt es keine sichtbare "Schmisse". :-D

Die Menge des Ejakulats habe ich nie gemessen, ist aber nicht sichtbar zurückgegangen. Der Unterschied zu vorher ist, dass die Transportflüssigkeit weniger klebrig ist und etwas flüssiger ist. (Soll aber von Mensch zu Mensch und Wasserkonsum und Häufigkeit der Ejakulationen variieren; Binsenweisheiten.) Das kann der Frau aber wahrscheinlich gefallen, wenn sie die Flüssigkeit danach in die Toilette entsorgen will und sie diese leichter los wird. 

In den allermeisten Fällen geht es gut. Nur selten gibt es Komplikationen (Hygiene?). Aber ein guter Punkt ist auch, dass man dem unerhörten Wachstum der Weltbevölkerung selbst abhelfen kann, in dem man aus dem Genpool aussteigt und da nicht mehr mitmacht.

Toxic38 11.09.2016, 22:47

Hallo Sebastian1x, 

zu allererst danke für deine ausführliche Antwort. Damit hast du uns, aber vor allem meinem Partner, sehr weitergeholfen. 

Mein Partner und ich möchten absolut keine Kinder und sind uns da auch einhundertprozentig sicher. Da sich leider keine Ärztin oder kein Arzt auf eine Eierstockentfernung mit 23 Jahren einlässt, ist meinem Partner nur die Vasektomie übrig geblieben. Aber die hatte er schon im Kopf, bevor wir zusammen gekommen sind. Das macht er also nicht wegen mir ;P

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Du hast nach mir gefragt?!

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich absolut keinen Unterschied zwischen vorher und nachher feststellen kann. Das Gefühl beim Orgasmus ist unverändert und weder an Menge, Geruch oder Geschmack des Spermas konnte ich eine Veränderung feststellen.

Es vögelt sich allerdings viel entspannter, wenn man weiss, dass man keinen "Unfall" mehr befürchten muss und die eigentlich längst abgeschlossene Familienplanung nochmal überarbeiten muss... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Hallo. Bei mir hat sich absolut nichts verändert. Der Sex macht mehr Spaß als vorher, da man nun keine angst mehr vor ungewollter Schwangerschaft haben muss. Der Orgasmus ist gefühlt etwas intensiver geworden. 

Toxic38 11.02.2017, 02:03

Danke für deine Antwort. Mein Partner und ich wollen nämlich absolut keine Kinder - und da keine Ärztin und kein Arzt einer 24 jährigen Frau die Eierstöcke entfernt, möchte mein Partner auf eine Vasektomie zurückgreifen. Denn wir wollen absolut keine Kinder :) 

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Vasektomierter 11.02.2017, 04:16
@Toxic38

Absolut richtige Entscheidung. 

Schlimm, dass Ärzte den Wunsch nicht respektieren. 

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Der Höhepunkt verändert sich überhaupt nicht. Auch sonst merkt man keine Änderungen. Der Sex ändert sich schon eher, da weder Mann noch Frau einen Gedanken an Verhütung verschwenduen müssen.

Ein anderer riesiger Vorteil ist natürlich, dass Frau keine Hormone mehr nehmen muss und ihren Zyklus ohne Fremdeeinflussung leben kann.

Nach abgeschlossener Familienplanung kann ich nur dazu raten. Die Kosten halten sich in Grenzen und wenn man die Kosten der Verhütung (oder nicht-Verhütung) gegenüberstellt, hat man das Geld schnell wieder drin!

ist eine gute Entscheidung sowas zu machen,

habs auch hinter mir und Sex macht jetzt noch mehr Spaß weil die Partnerin keine Pillen mehr schlucken muß und damit viel weniger Streß da ist.

Orgasmus ist immer noch super schön und wer einen intensiven Orgasmus haben möchte kann immer noch eine Prostatamassage machen

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