Van der waals Kräfte und wasserstoffbrückenbindungen , Hilfe!?

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2 Antworten

van-der-Waals-Kräfte:
Im Gegensatz zu Ionenverbindungen oder polaren Stoffen werden sehr viele unpolare Stoffe (z.B. Chlor, Edelgase) erst durch starke Abkühlung flüssig und schließlich fest. Daraus folgt, dass dann Kräfte zwischen diesen Molekülen vorhanden sind, welche deren Bewegung beeinträchtigen. Diese Kräfte bezeichnet man als van-der-Waals-Kräfte.
Sie kommen folgendermaßen zustande:

Die Elektronen bewegen sich innerhalb bestimmter Räume um den Atomkern. Kommt es für einen Moment zu einer ungleichen Ladungsverteilung, so ist das Atom polarisiert, und es erscheint das Atom (bei Edelgasen) oder das Molekül (bei Chlor) in diesem Augenblick als Dipol mit einer negativen und einer positiven Seite. Ist gleichzeitig ein anderes Teilchen in der Nähe, das ebenfalls ein momentaner Dipol ist, so kommt es zur gegenseitigen Anziehung. Da die Elektronen in ständiger Bewegung sind, ändern sich die Dipoleigenschaften fortwährend. Die van-der-Waals-Kräfte sind deshalb bei den oben als Beispiel angenommenen Stoffen sehr schwach und nehmen mit zunehmender Entfernung der Teilchen immer weiter ab. Die Polarisierbarkeit eines Teilchens wächst aber mit zunehmender Zahl der Elektronen in den Atomen und der Oberfläche des Teilchens. Diese beiden Effekte bewirken, dass die van-der-Waals-Kräfte im Allgemeinen mit wachsender Molekülgröße zunehmen. Beispiele dafür bei den unpolaren Halogenmolekülen (bei Zimmertemperatur): Chlor ist gasförmig, Brom ist flüssig und Iod fest.

Wasserstoffbrücken:
Wenn in einem Molekül, wie z. B. HF, die Bindungselektronen sich nicht in der Mitte der beiden Atomrümpfe aufhalten, dann ist die Bindung polar. Die Ursache ist eine unterschiedliche Elektronegativität der beiden Bindungspartner (hier: H und F). Die positiv polarisierten Wasserstoffatome sind besonders stark anziehend auf ein negativ polarisiertes Atom (hier: F). Die Moleküle lagern sich zusammen, wobei ein Wasserstoffatom eine „Brücke“ zu den anderen Atomen bildet (H-F∙ ∙ ∙ H-F ∙ ∙ H-F).

Es handelt sich bei der „Wasserstoffbrückenbindung“ nicht um eine neue Bindungsart, sondern um eine stark ausgeprägte Wirkung der Polarität. Bei gleich großen Molekülen sind Wasserstoffbrücken wesentlich stärker als die van-der-Waals-Kräfte dieser Moleküle. Weiter ist zu sagen, dass zur Spaltung einer Wasserstoffbrücke eine kleinere Energie nötig ist als zur Spaltung einer Atombindung.

Die Stärke der Wasserstoffbrücken nimmt in der Reihe N-H, O-H, F-H zu. Dass die Siedetemperatur von Wasser höher ist als die von Fluorwasserstoff liegt daran, dass jedes Wassermolekül zwei Wasserstoffbrücken ausbilden kann.

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Bei Ethanol. Beziehungsweise in der ganzen Homologenreihe der Alkanole wirken Van der Vaals Kräfte.

Umso länger die Kette um so stärker sind die Kräfte logischerweise auch, da mehr Dipole entstehen können.

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Kommentar von DragonFireHD
17.09.2016, 13:42

Bei Alkoholen wirken zuerst mal WSBB :-)

Erst bei langen Ketten überwiegen die VDW-Kräfte

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Kommentar von DragonFireHD
17.09.2016, 13:42

Also sie wirken parallel

Aber die WSBB sind ja stärker

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