Ursprungsland von lebensmitteln und klamotten was kaufen was besser nicht. Kann man irgendwie rausfinden ob arme leute dafür arbeiten oder sogar kinder?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Bei Lebensmitteln ist es einfach - alles so regional wie möglich (wie ich pers. einkaufe) zudem achte ich bei

  • Obst & Gemüse auf Saisonalität - bringt Abwechslung https://generation-m.migros.ch/de/nachhaltig-leben/tipps-tools/saisonkalender.html?gclid=CLC6-o7-xtICFcQp0wodBEQMAg#/seasonal/products/year
    • (vorwiegend CH, im Winter auch Bio aus Italien; gegenüber Spanien habe ich Vorbehalte wg Wasser&Arbeiter wobei es sicherlich auch nachhaltige Betriebe gibt - exotische Früchte wenig, wenn auch Bio & Fairtrade, Havelaar)
  • Fleisch, Eier, Milchprodukten & Fisch(zucht) auf Bio (ausschliesslich CH, Fischzucht auch EU)
  • Fisch(fang) auf nicht-gefährdete Fischarten, MSC resp entsprechende nachhaltige Labels (ausschliesslich Europa)
  • Pasta, Reis, Hülsenfrüchte auf Bio
    • (Prio1 CH, dann EU, wenn nicht verfügbar ausnahmsweise auch andere Regionen, dann immer Bio & Fairtrade, Havelaar)
  • die beiden grossen Lebensmittelhändler in der CH haben auf sehr vielen Produkten eine Herkunftsbezeichnung - ich habe auch schon beim Kundendienst online nachgefragt wenn sie fehlte oder nicht eindeutig war
  • Infos zu den vorgeschriebenen Herkunftsbezeichnungen in D http://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/herkunftsangaben - gibt im Netz sicherlich weitere 😉
  • und ja es kann sein, dass ich mir etwas nicht kaufe wenn es dem nicht entspricht - ist aber angesichts der immensen Fülle an verfügbaren Lebensmitteln verkraftbar 😉

Bei Klamotten ist es etwas schwieriger resp. mit mehr Aufwand verbunden

  • Bio-Baumwolle ist schon mal ein guter Ansatz, da die Pestizide der herkömmlichen Baumwolle die Gesundheit der Feldarbeiter stark belasten - allerdings ist nicht in jedem Bio-Label Bio drin, dher nicht blind vertrauen sondern sich vorab gut informieren https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/mode-etikettenschwindel-mit-bio-baumwolle-ld.15720
  • Ich versuche Mensch&Umwelt durch einen nachhaltigen Umgang meiner Klamotten zu schützen
    • zeitlose(re),  qualitativ sehr gute Basisausstattung, die Jahre (teils Jahrzehnte 😉) tragen kann,
    • aufgepept mit einigen wenigen saisonalen Teilen (die mir speziell gut gefallen und die mir wirklich stehen, sodass ich sie auch weitere Saisons trage)
    • und wenns was besonderes sein soll Kleidungsstücke von lokalen Modedesigner/-innen
  • Zudem kaufe ich öfter Secondhand, Flohmarkt, online gebrauchte Sachen - was zwar nichts an der Hertellung ändert, durch das längere Tragen aber zumindest Ressourcen geschont werden

Es ist durchaus möglich, braucht auch mal Zeit sich zu informieren, ist ab und zu auch mit (durchaus verkraftbarem) Verzicht verbunden, jedoch kaum mit Mehrkosten.

Wenn du das nicht möchtest, dann darfst du in Billigläden nicht einkaufen, Kleidung die nur noch ein oder zwei Euro kostet kann gar nicht ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Wenn du einigermaßen sicher gehen willst, wirst du wohl Trigema kaufen müssen, die produzieren ausschließlich in Deutschland.

Lebensmittel: im Bioladen ist meistens immer auch das Ursprungsland angegeben (Bio ist aber auch nicht billig, aber man weiss was man isst und woher es kommt usw.)

Klamotten: Also Billigläden wie H&M und PRIMARK standen schon in den Zeitungen, wo sie die Kleidung produzieren lassen. Allerdings muss ich sagen, auch bei S.Oliver und anderen Läden, die teurer sind, steht auf den Klamotten meistens made in Bangladesh oder India (oder ein anderes asiat. Land)

Ich finde Hess Natur am besten, da steht sogar noch da wie die Klamotten hergestellt wurden sind, wo sie produziert wurden sind u. noch einige weitere Angaben. Ist leider auch gut teuer... aber ich hab bei denen schon etwas gekauft und bin begeistert :-).

Nein, kann man leider nicht. Andererseits werden Kleider heutzutage fast ausschliesslich in Asien (Bangladesh vor allem) hergestellt. Dort ist mit 100-prozentiger Sicherheit davon auszugehen, dass in den Fabriken vorwiegend Kinder und Jugendliche arbeiten. Deklariert wird das allerdings nicht, weil unsere Politik auf der ganzen Linie versagt und es bis heute versäumt hat, entsprechende Vorschriften zu erlassen.

Bei Lebensmitteln: regionale Produkte kaufen, auf denen der Produzent namentlich erwähnt ist. Das funktioniert allerdings auch nur bei Frischprodukten. Bei verarbeiteten Produkten kannst du oft auch nicht erkennen woher das Zeugs kommt.

natürlich kann man das rausfinden.. das internet ist da eine prima quelle um an infos zu kommen.

generell ist ein sehr guter indikator bspw. der preis, den du zahlst.. schweineschnitzel für unter 2,00 wird auf kosten der tiere  + der umwelt produziert sein und t-shirts für unter 10,-- zulasten von mensch und natur.

kann man denn rausfinden in welchen ländern menschen ausgebeutet werden und welche marken vernünftig produzieren, dass also weder mensch noch natur leiden muss?

0
@skivenena

natürlich kann man das rausfinden.. das internet ist da eine prima quelle um an infos zu kommen.

0

Du kannst davon asugehen das nahezu alles was du kaufst in irgendeiner weise Menschen dafür ausgebeudet wurden.

So ein Quatsch ... bei in der Schweiz hergestellten Lebensmitteln wird mit Sicherheit kein Mensch ausgebeutet.

0

Was möchtest Du wissen?