Ursprung des Menschen/ Mythen - Vorteile?

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11 Antworten

Das sollte man nicht verallgemeinern. Viele der Mythen sind für mich einfach der Versuch die Schöpfung zu erklären. Dahin könnten wir auch die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel stellen, wie die wissenschaftliche Erklärung des Urknalls, der Atomtheorie, der dann die Quanten folgten und derzeit die String-Theorie.

Viele aber sollten wir nicht einfach beiseite stellen, wie z.B. die Schöpfungsgeschichte oder den Urknall.

Wer ein gutes Gedächtnis hat weiß, wieviel besser man sich etwas merken kann, wenn man es mit Bildern verbindet. Und das hat man früher eben auch getan. Früher war für die Menschen alles lebendig und hinter aller Ausdrucksform stand ein Gott, eine Kraft. Erst die Wissenschaft des späteren Mittelalters, die eine Lüge der Religion nach der anderen aufdeckte und ihren Höhepunkt des Atheismus und der Funktionalität in Descartes fand, der ja sogar Tieren ein Schmerzempfinden absprach, ließ das Lebendige sterben. Menschen wurden zu Objekten des Skalpells.

Mythen enthalten Leben. Menschen können sich viel besser in Bildern merken. Und bei Kindern, deren Fantasie durch Fernsehen und Videospiele noch nicht abgetötet wurde, entdecken in Erzählungen das Leben. Früher kamen die Menschen in dunklen kalten Winternächten zusammen am warmen Kaminfeuer und ließen sich Geschichten vorlesen oder erzählen und in Ihren Köpfen wurden diese Ereignisse zu Leben.

Im Gegensatz zu heute, wo fleißig herumgelogen wird, enthalten die alten Mythen und Sagen einen wahren Hintergrund. Denken wir nur an Heinrich Schliemann, der die Sage von Troja für bare Münze nahm und dadurch Troja und den Schatz des Priamos entdeckte.

Und was das Leben betrifft: Ich selbst glaube an ein intelligentes und lebendiges Universum und keineswegs an ein rein mechanistisches. Und interessanterweise sind es gerade bekannte Wissenschaftler, wie z.B. Einstein und Bohr und viele andere, die gerade durch die Beschäftigung mit den Gesetzen des Universums zu einer Spiritualität fanden.

Mythen machen lebendig und regen unsere Fantasie an. Jesus sagte schon. Der Buchstabe tötet.

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Gronkor 22.03.2013, 13:03

Die Wissenschaft des späten Mittelalters??

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Enki40 22.03.2013, 15:04
@Gronkor

Ja, war wohl noch etwas später, als das späte Mittelalter. Hexenverbrennungen und Inquisition kann man nicht als Errungenschaften der Wissenschaft bezeichnen, wenngleich die Wissenschaft später ihre eigene Inquisition schuf. Erst im letzten Jahrhundert haben sich die Fesseln der Voreingenommenheit mehr und mehr gelockert.

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Der Vorteil ist, dass die Vorstellungskraft und Kreativität gefördert wird. Das wiederum ist dafür gut, von diesem Schema-F-Typus von Mensch wegzukommen.

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Ein Urpsrung besteht sicher darin einfach die Entstehung oder gegenwärtige Beobachtungen erklären zu wollen (also im Prinzip wie bei der Wissenschaft nur halt ohne entsprechende prüfung was natürlich auch heißt das das Wissen umfangreicher ist, denn ein Wissen das sich Prüfungen unterzieht und möglichst objektiv sein möchte kann niemals so umfangreich sein und lässt viele Lücken offen)

Sicher gibt/gab es auch Kulturen die gewisse Ideologien oder Handlungen damit rechtfertigen wollten.

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Ich würde Mythen und wissenschaftliche Erklärungsweisen nicht 1:1 vergleichen.

Mythen sind eben Geschichten, die sich die Menschen ausgedacht haben, um Dinge zu erklären, die sie sich so nicht erklären konnten. Wahrscheinlich lagen oft Visionen, Träume oder Ähnliches zu Grunde - und die Verfremdung durch das Weitererzählen von Generation zu Generation tut ein Übriges. Mythen sind ein Produkt der Menschlichen Phantasie. Trotzdem oder gerade deswegen können sie viel Weisheit enthalten.

Wissenschaftliche Erklärungen funktionieren ganz anders: Da werden auf Grund von Beobachtungen, die oft mit technischen Hilfsmitteln gemacht werden oder auf Grund bereits bestehender Erkenntnisse Theorien aufgestellt, die dann wieder überprüft werden. Man versucht, rational und logisch zu erschließen, was sich bei der Entstehung der Menschheit - oder bei welchem Vorgang auch immer - abgespielt hat.

Man könnte auch sagen, dass das eine ein intuitiv-phantastisch-poetischer Versuch ist, eine Antwort zu finden und das Andere ein technisch-logisch-rationaler. Und die Phantasie funktioniert nun einmal grundlegend anders als (beispielsweise) die Evolutionsbiologie.

Das beides zu vermengen, wie es im modernen Kreationismus und im Intelligent Design (worauf Du, denke ich, hinaus willst) geschieht, halte ich für absolut unzulässig. Man wird damit weder dem Charakter der Mythen noch dem der wissenschaftlichen Methode gerecht. Nichtsdestotrotz kann man natürlich Mythen wissenschaftlich untersuchen oder sich auf die Ergebnisse der Wissenschaft intuitiv einlassen, was beides sogar sehr interessante Ergebnisse zutage fördern kann ...

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Viele Menschen halten Mythen für "vorteilhafter" als die Realität. Daher gibt es ja so viele Verschwörungstheoretiker und noch mehr Leute, die an deren Lippen hängen. Wissenschaft ist kompliziert und es erfordert eine Menge Arbeit, sich das nötige Vorwissen zu besorgen, die aktuellen Theorien auch nur halbwegs verstehen zu können. Da ist es kein Wunder, daß zahlreichen Menschen lieber den Weg des geringeren Aufwandes gehen und irgendwelches esoterische Fastfood dem gesunden Menschenverstand vorziehen.

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naja, wenn man gläubig ist, ist es doch schön, wenn man weiß gott ist da und hat für alles gesorgt, auf für dinge die erst in der zukunft passieren werden, man kann sich vorstellen, dass gott für alles einen grund hat, das beruhigt viele menschen, besonders die, die nicht viel selbstvertrauen haben finde ich, man findet zb in vielen literarischen essays über herkunft (platon,..) und atheismus (neitzsche) interessante punkte und ansichten

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die Mythen lassen die Menschen sich besonders fühlen, sie sind nicht nur irgendein Tier, sie sind von Göttern geschaffen worden. Menschen halten sich gern für etwas besseres.

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Sie unterliegen nicht der Logik, den Naturgesetzen und den Grundkräften der Physik.

Dadurch können Mythen erzählt werden, die so gar nicht möglich sind. Alles was nicht möglich ist, ist spannend. Daher sind Mythen oft spannender als die Realität.

Ein anderer Vorteil wäre, dass Mythen oft simpler sind als die Realität, da man sie isoliert betrachtet und sie nicht mit allen anderen Beobachtungen / Mythen übereinstimmen (müssen). Ist der Mythis simpel, ist er leichter zu glauben ;)

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Mythen sind phantasievoll und leicht (auch für Kinder) verständlich. Es sind "ewige Wahrheiten" der menschlichen Existenz eingebaut. Was sollen Menschen mündlich über Jahrtausende anderes überliefern?

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Äh, sie bieten andere Möglichkeiten für Witze. Sonst fallen mir keine Vorteile ein.

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Hallo Melina,

viele Mythen sind ja vor Tausenden von Jahren entstanden, als die Wissenschaften noch nicht so entwickelt waren, dass man die Frage des Ursprungs der Menschheit wissenschaftlich hätte beantworten können.

Diese Mythen sind in Literatur und Malerei und andere Künste eingeflossen. Sie zu kennen hilft unsere Kultur zu verstehen.

LG Octopamin

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