Welche Ursachen und Folgen hat die Regenwaldrodung?

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2 Antworten

http://www.faszination-regenwald.de/info-center/zerstoerung/ursachen.htm

Als einer der Hauptgründe für die Vernichtung der tropischen Regenwälder
wird häufig das starke Bevölkerungswachstum in den
Ländern des Tropengürtels genannt. Unweigerlich sind mit steigender
Bevölkerungszahl Hunger und Armut der Menschen verbunden.

Unweigerlich? Wohl kaum. Denn würden die Regierungen den Wald zum
Wohl der eigenen Bevölkerung roden, gäbe es dort, betrachtet man die
enormen Waldverluste der vergangenen Jahrzehnte, sicherlich keinen Hunger und
keine Armut mehr.

Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Wirklichkeit sieht so aus: Soja,
Palmöl und Orangen sind
landwirtschaftliche Produkte, die zwar auf ehemals von tropischen Regenwäldern
bedeckten Flächen angebaut werden, aber nicht der Ernährung
der einheimischen Bevölkerung dienen.

Unser Verlangen nach Fleisch,
Agrartreibstoffen
und Tropenholz erzeugt
Druck auf die tropischen Regenwälder, es regiert
die Kettensäge, Feuerwalzen planieren das Land.
Um die steigende Nachfrage zu bedienen, werden ständig
neue Flächen benötigt, für Tierzucht
und Plantagenwirtschaft. Dadurch wird noch mehr Regenwald
vernichtet, noch mehr Arten verschwinden. So geht es
immer weiter – ein Teufelskreislauf. Gründe
für die Zerstörung der tropischen Regenwälder
sind unter anderem:

Brandrodung für Landgewinn,

Tropenholzgewinnung,

Errichtung von Ölpalmenplantagen

für die Energiegewinnung (Agrartreibstoffe),

Umwandlung von Regenwaldflächen in Viehweiden

und Sojaplantagen,

Abbau von Rohstoffen

(Eisenerz, Gold, Bauxit etc.),

Infrastruktur (Straßenbau),

Errichtung von Staudämmen,

Holzgewinnung für Kohle und Brennholz,

Landspekulationen

Julinator2701 13.02.2016, 14:18

Danke, danke,danke!

Aber eine Frage habe ich eben noch. Hängst der Nährstoffarme Boden mit der Rodung zusammen.

Sind die Folgen der Brandrodung noch mehr als:

Artenaussterben ( wegen Lebensraum und so )

Eben dass es weniger Platz gibt= irgendwann alles futsch

gibt es da noch mehr folgen von der Schlag/Brandrodung?

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waechter200 13.02.2016, 14:22
@Julinator2701

Ja der Nährstoffarme Boden hängt damit zusammen.

Der Regenwald rund um den Amazonas ist das ganze Jahr über
grün, denn es gibt keine Jahreszeiten.

Die täglichen Regenfälle sind dort ganz normal.

Obwohl der Boden wahnsinnig feucht ist, ist er sehr nährstoffarm. Wenn also
Bäume absterben oder,

was häufiger der Fall ist, abgerodet werden, können keine neuen Pflanzen
angesiedelt werden. Das heißt, der Regenwald könnte in einigen Jahrhunderten
nicht mehr existieren.



Nach Schätzungen befinden sich im immergrünen Regenwald 40-60 % aller auf
der Erde lebenden Arten von Pflanzen. Immergrüne tropische Regenwälder konnten
aufgrund der ganzjährigen Vegetationszeit ohne Jahreszeiten einen (fast)
perfekten Kreislauf entwickeln.

Vermutlich etwa 30 Millionen verschiedene Arten leben auf der Erde. Die
überwigende Zahl der Tiere im Regenwald, darunter verschieden Säuger-, Reptilien-,
Amphibien-, Vogelarten und vor allem Insekten weisen im tropischen Regenwald
eine große Vielfalt an tierischem und auch pflanzlichem Leben auf; wobei
eine Baumart oft nur mit 1-5 Exemplaren pro ha vertreten ist.



Die herunterfallenden Blätter und Zweige werden durch das Klima sehr schnell
wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt. Die Wurzeln der oft riesigen Urwaldbäume
und anderer Pflanzen  sind in Bodennähe angesiedelt, um die dort anfallenden
Nährstoffe wieder aufzunehmen. Die Rohdung von tropischen Regenwäldern führt
zur radikalen Zerstörung. Durch Ausschwemmung geht der überwiegende Teil
der Nährstoffe verloren. Der Regenwaldboden ist außerdem sehr nährstoffarm,
da die ganze Kraft im Baum gespeichert ist. Wenn beispielsweise ein alter
Baum beziehungsweise Strauch zerfällt, holen sich die Bäume die Nährstoffe
aus dem Boden. Somit ist der Boden wieder nährstoffärmer.

Auch werden fast mit jedem gefällten Baum unwiderruflich Pflanzen- und Tierarten
ausgerottet. In diesem Zusammenhang wird unterschieden zwischen Ursprünglichem,
also Primärwald, und Heutigem, Sekundärwald.

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waechter200 13.02.2016, 14:30
@Julinator2701

Allgemein um den Regenwald zu retten

Benutze Recycling-Toilettenpapier
Jeder dritte gefällte Baum wird zu Papier verarbeitet, und

Klopapier kann nicht wieder recycelt werden. Daher ist es wichtig,
Recycling-Klopapier zu verwenden. Dadurch werden die Wälder geschützt
und bei der Herstellung spart man Wasser und Chemikalien.

Iss wenig oder kein Fleisch

Für Rinderweiden wird in Südamerika großflächig Regenwald

abgeholzt. Auch die Herstellung von Futtermitteln für unsere
Massentierhaltung verbraucht dort viel Platz: Hühner und Schweine in
deutschen Tierfabriken werden vor allem mit Soja-Kraftfutter gemästet.
Versuche deshalb wenig Fleisch zu essen, und kaufe kein Fleisch, das aus
Südamerika kommt. Kaufe, wenn du nicht auf Fleisch verzichten kannst,
Bio-Fleisch. Die Tiere dürfen dann nur mit in Deutschland angebauter
Nahrung gefüttert werden.

Trinke Wasser aus der Leitung statt aus Flaschen
Von der Produktion bis zum Transport erzeugt Wasser aus der Flasche bis zu 30 kg CO 2

pro Jahr und Kopf. Außerdem ist Leitungswasser genauso gut wie
gekauftes Wasser, auch wenn häufig das Gegenteil behauptet wird.

Benutze Stoffbeutel…
…oder verwende Plastikbeutel mehrmals. Plastiktüten brauchen bist

zu 400 Jahre, um abgebaut zu werden. Und für ihre Herstellung braucht
man wertvolles Erdöl.

Drucke nur aus, was du wirklich brauchst
Jede gesparte Seite Papier hilft dem Wald. Du kannst Papier auch

beidseitig bedrucken. Super ist es auch, gelesene Bücher zu verschenken.

Kaufe möglichst wenig Fertigprodukte
In Fertigprodukten ist oft Palmöl enthalten, für das Regenwälder

abgeholzt werden. Durch Palmöl sind auch Orang-Utans stark bedroht.
Selbstgemachtes Essen ist auch viel leckerer und gesünder!

Kaufe keine Gartenmöbel aus Tropenholz…
…auch nicht aus Teak von Plantagen. Es gibt viele gleichwertige Alternativen aus heimischen Hölzern.
Verwende Papier mehrmals
Wenn du Papier beidseitig bedruckst oder einseitig bedrucktes Papier für Notizen verwendest, kannst du viel Holz sparen.
Vermeide Wegwerf-Produkte…
…zum Beispiel Getränke wie Capri-Sonne oder Einmaldosen – wo immer

du kannst. So sparst du Ressourcen, und die Natur wird nicht für die
Aluminium-Gewinnung zerstört.


Benutze keine Grillkohle aus Tropenholz
Nimm stattdessen lieber Grillkohle aus Buche oder Grillbriketts aus gepressten Kokosnussschalen.
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Julinator2701 13.02.2016, 14:37
@waechter200

Okay, danke :D

Darf ich dir nochmal eine Frage stellen XD

wie hast du das gemeint mit

Obwohl der Boden wahnsinnig feucht ist, ist er sehr nährstoffarm. Wenn also
Bäume absterben oder,

was häufiger der Fall ist, abgerodet werden, können keine neuen Pflanzen
angesiedelt werden. Das heißt, der Regenwald könnte in einigen Jahrhunderten
nicht mehr existieren.

Wieso können keine Pflanzen mehr wachsen, wenn ein Baum stirbt? Wieso können dann Bäume nachwachsen? Und wie funktioniert dieser Nährstoffkreislauf

( Sorry, falls es dir zuviel wird :/ Ich würde es verstehen wenn du grad keine Zeit / Lust hast mir die Frage zu beantworten )

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waechter200 13.02.2016, 14:39
@Julinator2701

Im feuchten und warmen Klima des Tropischen Regenwaldes verwittern die
Gesteine sehr tiefgründig (=chemische Verwitterung). Oft erreicht man
das feste Gestein erst in 50 bis 100 m Tiefe. Die oberen Bodenschichten
bestehen hauptsächlich aus Ton und feinem Sand und enthalten somit kaum
Nährstoffe. Die täglichen Regenfälle haben diese im Laufe der Zeit
nämlich tief in den Untergrund transportiert. Dazu kommt noch ein ganz
entscheidender Nachteil: die Böden im tropischen Regenwald können im
Gegensatz zu unseren Böden keine Nährstoffe speichern!

Wie ist es aber zu erklären, dass auf nährstoffarmen Boden ein derart
üppiger Wald entsteht? Die Humusschicht im Urwald ist nur dünn.
Feuchtigkeit und Wärme fördern den raschen zerfall abgestorbener
Pflanzen. Unzählige Kleinlebewesen und Insekten bewirken, dass Blätter,
Äste, Früchte und umgestürzte Bäume schnell zersetzt werden. Die
Nährstoffe aus den verwesenden Pflanzen gelangen allerdings nur in die
obersten 15 bis 30 cm dicken Bodenschichten. Hier werden sie von den
flachen Wurzeln der Pflanzen sofort wieder aufgenommen. So entsteht ein
ständiger Nährstoffkreislauf, bei dem der Boden fast keine Rolle spielt.

der Regenwald lebt also aus sich selbst heraus. Er wächst nicht aus dem
Boden (wie in Mitteleuropa), sondern auf dem Boden: ein reicher Wald auf
armer Erde!

Der größte teil der Nährstoffe steckt in den Pflanzen. Nun ist es auch
verständlich, warum die Urwaldpflanzen nur flache Wurzeln haben. Diese
erreichen selten mehr als 50 cm Tiefe. Besondere Bedeutung für den
Nährstoffkreislauf haben bestimmte Wurzelpilze, die sogenannten
Mykorrhizen. Sie umschließen die feinen Wurzeln der Bäume als dichtes
Geflecht. So wirken sie wie Nährstofffallen. Die Wurzelpilze nehmen alle
erreichbaren Nährstoffe auf und leiten sie direkt an die Wurzeln der
Pflanzen weiter.

Sorry wegen den ganzen langen Texten XD

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Julinator2701 13.02.2016, 14:54
@waechter200

okay, danke :D

Jetzt noch eine ALLERLETZTE FRAGE

( für heute :DDD )

Welche Rodungsarten gibt es, und wie funktionieren sie? Brandrodung besteht ja nicht einfach daraus dass man einen Baum anzündet und der ganze Wald dann brennt.

Da steckt ja auch ein System dahinter :/

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waechter200 13.02.2016, 14:58
@Julinator2701

Schwenden nennt man das unvollkommene Roden, da das Wurzelwerk und die Baumstubben nicht entfernt werden. Im engeren Sinne sind Schwendung und Brandrodung demnach keine Rodung.

Beim mechanischen Schwenden wird der Baumbestand durch Ringeln und Schnaiteln ausgetrocknet und später geschlagen, um anschließend auf der Fläche – um die Stubben herum – Feldbau zu betreiben.

anschließende Brandrodung: Die Bäume der Fläche werden gezielt verbrannt, um landwirtschaftliches Nutzland zu gewinnen. Die Brandreste sorgen für hochwertig gedüngten Boden.

Gewinnung von Bauholz

und Siedlungsgebiet: Die Bäume sterben im Stehen ab und fallen nach ein

paar Jahren mitsamt dem Wurzelstock um. Die Stämme ergeben hochwertiges

Bauholz, das an Ort und Stelle zur Verfügung steht. Die Methode wurde

insbesondere im Mittelalter angewandt, um neue Siedlungen anzulegen.

im Alpenraum bis in die Neuzeit verbreitet zur langsamen Erweiterung und die Pflege des offenen Landes am Feldrain, auch für den Almbetrieb. Hierbei nutzt man eine Abfolge Rodung – Übergangsphase der Stockung (Niederwald) für Raufutter und

Laubheu

(Schnaitelung), sowie Flechtmaterial für Zaunpflege, Korbware und

anderes – Freilandgewinnung. Als typisches Werkzeug ist etwa die

Schwendsense

zu nennen, die am einen Blatte ein kurzes, massives Sensenblatt, am anderen eine kleine Hacke trägt.

Eine bekannte Form des Schwendbaus ist die Siegerländer Haubergswirtschaft,
in der aufgrund der mageren Böden der Roggenanbau eine untergeordnete
Rolle innerhalb des primär auf Holzgewinnung (Eichenrinde zum Gerben)
ausgerichteten Systems spielte.

Brandrodung

ist Schwendung im weiteren Sinne durch das direkte Abbrennen der Vegetation ohne vorherige mechanische Maßnahmen.

Mehr weiß ich jetzt auch nicht

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Julinator2701 13.02.2016, 15:03
@Julinator2701

also nochmal die Zusammenfassung ( Bitte schauen ob sie stimmt :D )

Warum Roden:

-Weide für Kühe

-Ölpalmen

-Lebensraum  ( also...Platz halt )

-Tropenholz

-für die Energiegewinnung (Agrartreibstoffe),

-Sojaplantagen,

-Abbau von Rohstoffen

-Infrastruktur

-Errichtung von Staudämmen

Folgen der Rodung

-Zerstörung des Regenwaldes und deren Tiere

- Nährstoffkreislauf wird unterbrochen= es können keine Pflanzen mehr wachsen

Nährstoffkreislauf

- grob gesagt : Tiere und Hitze lassen Pflanze zersetzen, die dann am Boden liegen ( ? :D ) diese werden dann...

okay verstehs immer noch nicht ganz XD Kannste das vielleicht ein bisschen einfacher erklären? * Hundeblick *

( Ich kapier das mit der Brandrodung und danach kein Nährstoffkreislauf auch nicht ganz :/ )

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waechter200 13.02.2016, 15:14
@Julinator2701

Also der Boden ist Nährstoffarm. Die nährstoffe sind im baum normal sterben sie und die nährstoffe sind dan halt noch da es wächst ein neuer baum. Aber wenn die bäume verbrannt werden dan werden auch die meisten Nährstoffe vernichtet es sind dan halt nur noch wenige da. Und irgendwan kann man auf den Boden dan halt nichts mehr pflanzen weil der Boden total ausgeraupt ist und es dauert sehr lange bis sich der boden davon erholt und neu wachsen können.

Ich hoffe das ist logischer erklärt

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Julinator2701 13.02.2016, 15:22
@waechter200

ja schon XD

Aber wo sind die Nährstoffe von dem toten Baum dann? Die liegen ja nicht im Boden, oder?

Also die Brandrodung nimmt den Bäumen die Nährstoffe sozusagen weg XD ( Weil verbrennen und zeugs )

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waechter200 13.02.2016, 15:24
@Julinator2701

Die nährstoffe eines toten baumes gehen so weit ich weiß wieder in die erde zurück und da können sie dan halt neu genutzt werden und wenn gerodet wurde halt nicht mehr weil ja keine mehr da sind

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Julinator2701 13.02.2016, 15:31
@waechter200

und der Boden ist so nährstoffarm weil der Regen die Nährstoffe ausspült, und er aus Sand/ Lehm besteht...

oder hat es noch andere Gründe?

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Julinator2701 13.02.2016, 15:54
@waechter200

okay, und die Brandrodung ist so gefährlich, weil denn Tieren den Platz weggenommen wird ( Tierkot,Urin sind ja auch Nährstoffe also auch Nährstoffe weg )

und die Bäume verbrannt werden= keine Nähstoffe= keine Lieferanten die neue Pflanzen bringen etc.

richtig so?

ABER EINE FRAGE! Wie können sie dann dort Sojabohnen, oder Ölpalmenplantagen anbauen, wenn keine Nährstoffe vorhanden sind = keine Energie dass die Pflanzen wachsen

oder wieso Kuhweiden, wenn doch auch keine Nährstoffe mehr da sind?!?

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Die brandrodung wird so Kontrolliert stell dir einen Kreis Vor in der Mitte Des kreises Wird Eine riesige lange schneise hereingearbeitet da eine Hälfte geroded werden soll. Nun wird Die Eine Hälfte angezündet Und Somit kann das feuer wegen der schneise (wo kein brennmaterial liegt ) abrennen somit wurde die eine Kreishälfte gerodet.

Julinator2701 13.02.2016, 14:23

warum gibt es dann die zweite Hälfte des Kreises? :/ Wenn man nur eine Hälfte rodet?

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waechter200 13.02.2016, 15:18
@Julinator2701

Julinator es wird immer nur eine hälfte gerodet und dan die andere so hat der boden zeit sich zu erholen...aber durch die steigene befölkerung hat der Boden heut zu tage nicht mehr genug zeit sich zu erholen weil die menschen schneller mehr anbauen müssen weil ja alle was essen wollen

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Julinator2701 13.02.2016, 14:26

aus was besteht dieser KReis?

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