Ursache Viren oder Bakterien - woran erkennt der Doc das?

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Ein Krankheitsbild wird anhand der Anamnese und der körperlichen Ungersuchung diagnostiziert. Anamnese ist die Befragung des Patienten nach den aktuellen Beschwerden, nach der Vorgeschichte und eventuell familiären Erkrankungen. Dazu erfolgt eine gezielte Befragung zu dem aktuellen Hergang der Beschwerden, wobei sich der Arzt erste Überlegungen zu einem Krankheitsbild macht (Verdachtsdiagnose). Die körperliche Untersuchung bringt dann entsprechend Aufschluß zu dem Krankheitshergang und über den aktuellen Status. Aus der Laboruntersuchung von Blut, Harn (Liquor, falls erforderlich, wird nicht routinemäßig untersucht) setzt sich das Puzzle dann schon recht genau zusammen. Zusätzlich können Untersuchungen wie Röntgen und Ultraschall erfolgen, um das Krankheitsbild genau zu definieren oder auch auszuschließen (Ausschlußdiagnose). Es gibt, um ein Beispiel zu nennen, "Lungenentzündungen", die nach den Untersuchungsergebnissen viral verursacht worden sind, doch um einer Sekundärinfektion entgegen zu wirken, kann ein entsprechendes Antibiotikum verordnet werden, weil in einem solchen Falle eine bakterielle (und somit zusätzliche) Lungenentzündung, die auf der virusbedingten Lungenentzündung entstehen kann, fatal für den Patienten ausgehen kann. Das als Beispiel dazu, wenn Antibiotika gegeben werden, obwohl primär eine Virusinfektion vorliegt. Ein Arzt darf nicht "zum Versuch" etwas verordnen, er hat gewöhnlich genug Berufserfahrung, um eine akute Erkrankung richtig einzuordnen. Wo Unklarheiten auftreten, werden Laboruntersuchungen aus dem abgenommenen Blut zusätzlich in Auftrag gegeben, die dann wegweisend sind, allerdings zeitaufwändig ablaufen - aber das liegt leider in der Natur der Dinge... ;-)

Ich danke dir für deine ausführliche Antwort!

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Man kann einen CRP Test machen, wenn dieser positiv ist (d.h. wenn der wert sehr hoch ist), dann gibt man Antibiotikum.

CRP ist ein Entzündungsmarker, welcher nicht nur bei bakteriellen Infekten erhöht ist.

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Er erkennt anhand von Symptomen, verfärbungen oder ähnlichem, danach kann er eigentlich nur noch "schätzen" was es ist. Jede Form von Krankheit äußert sich ein kleinwenig anders, ein Doktor lernt eben diese Unterschiede zu merken und die richtige Krankheit zu diagnostizieren!

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Oder wie ist es mit seiner Hand? Kann er die benutzen? Oder ganz anders?

Kurz gefragt, was ist hinsichtlich Sex bei einer bakteriellen Infektion (Erkältung) alles erlaubt und was nicht und wieso?

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Mandelentzündung / Rachenentzündung: Gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Arzt, der den Erreger bestimmt, bevor er Antibiotika verschreibt?

Sicher 1 bis 2 mal im Jahr habe ich eine Rachenentzündung mit unmenschlichen Schmerzen beim Schlucken, die dann in eine Mandelentzündung über geht, die bis die Ohren ausstrahlt. Oder umgekehrt.

Ich bin jetzt 34, kann man sich also ausrechnen, wie oft ich das erlebt hab, is Routine, aber sau ätzend trotzdem.

Kürzlich bin ich erstmals deswegen zum Arzt gegangen, da ich zusätzlich auch Fieber hatte und dementsprechend zuhause bleiben musste, und darum krank geschrieben werden musste.

Nun wollte der Arzt mir gleich ein Breitbandantibiotikum verschreiben.

Das vertrage ich natürlich nicht, da ich niemals in meinem Leben Breitbandantibiotika bekommen habe (vor allem nicht als Kinde), außer 1 einziges Mal weil ich mich nicht wehren konnte im Krankenhaus, ist meine Verdauung darauf nicht eingerichtet.

Die kaputte Darmflora und der wochenlange Durchfall sind deutlich schlimmer als jede Angina jemals sein kann, und lassen mich auch deutlich länger arbeitsunfähig sein.

Nun sagen aber alle Ratgeber im Internet, man müsse mit Mandel / Rachenentzündung unbedingt zum Arzt, damit dieser den Erreger bestimmt, und das richtige Antibiotikum verschreibt.

Diese Aussage erscheint relativ unsinnig, da diese Entzündungen fast immer primär von Viren und nur sekundär von Bakterien verursacht werden. Bei Viren verschreibt jeder Arzt trotzdem vorbeugend ein Antibiotikum, das kann aber nur ein Breitbandantibiotikum sein. Es gibt ja noch garkeinen bakteriellen Erreger, den man bestimmen könnte.

Das ist wie gesagt in meinem Fall recht schwachsinnig, denn das Breitbandantibiotikum würde mich (und die eng mit dem Verdauungtrakt verbundene Immunabwehr) so sehr schwächen, dass ich die Viren, die es eigentlich verursachen, niemals besiegen würde (und gegen Viren gibts keine Medikamente, das MUSS also mein Immunsystem schaffen).

Gut, das sieht vermutli kein Arzt ein. Aber er muss sich dem fügen. Trotzdem bestimmt kein Arzt die Erreger, um mir dann ein spezifisches Antibiotikum zu verschreiben, sondern er schickt mich dann ohne Antibiotikum nach Hause.

Also wie gesagt, ich war erst einmal damit beim Arzt, aber ich war schon öfter bei verschiedenen Ärtzten wegen andren Dingen und ich habe keinen einzigen kennengelernt, den ich so einschätze, also würde er anders handeln.

Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Arzt, der den Erreger bestimmt, bevor er Antibiotika verschreibt?

Special-Zusatzfrage: wenn schon keiner den Erreger bestimmt, gibt es dann wenigstens welche, die auf Verdacht, anstatt eines Breitbandantibiotikums (das zumindest mich noch kranker machen würde) einfach ein spezifisches Antibiotikum für eines der häufigsten Bakterien der Rachen/Mandelentzündung verschreiben (Streptokokken)?

Mega-Special-Zusatzfrage: Wenn ich dem Durchschnittsarzt jetz sage, welche Antibiotikum ich will, oder gar, dass er es bestimmen soll, ist er beleidigt und erklärt, ich solle nicht soviel im internet lesen. Gibts da nen irgendnen zwischenmenchlichen Trick?

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