Ursache CRC Fehler

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1 Antwort

Hallo SiriusBlack

diese Frage ist (ohne Bildchen) nicht leicht zu beantworten. Ich versuche es mal:

  • der CRC-Fehler hat nichts mit der Datei/Typ/etc. zu tun
  • auf der HD sind alle Daten (egal, ob Linux, Windows oder sonstwas) in Sektoren abgespeichert. Das hat nichts mit dem Betriebssystem zu tun, sondern ist Hardware
  • jeder Sektor besitzt eine CRC-Summe (Cyclic Redundancy Check), die auf der HD gespeichert ist (außerhalb des Sektors). Das ist eine Prüfsumme, anhand derer bestimmt werden kann, ob der Inhalt des Sektors so ist, wie er gespeichert wurde. Diese wird vom HD-Controller überwacht.
  • wird der Sektor gelesen, dann wird die CRC-Summe mit dem Inhalt des Sektors verglichen. Passt die Prüfsumme nicht zum Sektorinhalt, dann wurde etwas anderes gelesen, als gespeichert.

Aufgrund des Aufbaus aktueller HDs: Früher (EDV-Antike) gab es defekte Sektoren, die im Rahmen der Low-Level-Formatierung vom Filesystem ausgenommen werden mussten. Heuten haben HDs Ersatzsektoren, die vom Controller bei Bedarf eingemappt werden - daher sieht man nie defekte Sektoren, es sei denn, die Ersatzsektoren wären aufgebraucht. Deshalb darf es eigentlich keine CRC-Fehler geben.

Mein Tip: Problem an der HD (Platte tauschen) oder am Controller (sehr selten).

Falls das nicht hilft noch untersuchen:

  • CRC-Fehler tritt bei mehreren verschiedenen Platten am gleichen Rechner auf ? Dann wäre es der Controller-Fall. Der Controller ist meist auf dem Board verbaut - Board tauschen; sonst: separate Controller-Karte tauschen. Darauf achten, daß die Vergleichsplatten am gleichen Anschluss verglichen werden. Es könnte auch ein einzelner der Anschlüsse defekt sein.

  • Extremfall (Lottogewinn): der Zugriff auf den Controller läuft durch einen Zwischenspeicher/Cache. Auch ein Bauteil des Hauptspeichers könnte einen Fehler haben (Internet: MemTest). Bitte kein Windows-Tool verwenden, sondern ein gebootetes; sonst kann es zu Falschinformationen kommen.

Andere Fälle hatte ich noch nicht

Hoffentlich klappts

Nachschlag:

in der Antwort bin ich davon ausgegangen, daß vorher das Windows-Tool "Oberflächenüberprüfung" (zu finden bei der Defragmentierung) vorher ausgeführt wurde und keine verwertbaren Ergebnisse brachte.

Werden dabei defekte Sektoren angezeigt (auch, wenn sie "repariert" wurden), liegt das Problem meist bei der Platte. Bei dieser Option wird per Software (Filesystem) der Fehler (Hardware) übergangen, aber nicht endgültig behoben. Das hilft im Moment; die Frage bleibt jedoch: warum hat die Platte keine Ausweichsektoren mehr ? => mittelfristig tauschen; das Ganze ist unzuverlässig.

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Hallo Norbertk62,

vielen Dank für Deine gute Antwort. Ich denke, Deine Antwort geht in meinem Fall doch Richtung Controler. Es ist so: Ich habe meine Platten nicht im RAID Verbund, sondern als einfache Volumes. Dabei habe ich z.B. eine WD FYPS Platte A mit bestimmten MP3 z.B. Und an einem anderen SATA Anschluß am Board eine WD Platte B mit exakt den gleichen MP3. Und da ich, was Daten angeht, etwas paranoid bin, habe ich noch eine WD Platte (FAEX z.B.) als externes Backup. Nun ist es so, daß z.B. auf Platte A Musikstück 103 fehlerhaft ist und auf Platte B die Nr 174. Ich bin nun erstmal dazu übergegangen, die defekte Nr. 103 durch die fehlerfreie Version 103 von Platte B auszutauschen. Das klappt erstmal, aber ist natürlich keine Dauerlösung. Bei Festplatten achte ich sehr auf Qualität und habe mich für WD Platten mit besserer Qualität entschieden. (z.B. die FYPS-Reihe oder die FAEX-Reihe). Mit Seagate, Maxtor, Samsung und Hitachi habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Es kann natürlich sein, daß alle 3 WD Platten fehlerhaft sind, das wäre aber extrem unwahrscheinlich, da die Platten recht neu sind und von Drivesitter als problemlos beurteilt werden.

Du hast mich aber mit Deiner Antwort auf eine andere Frage von mir in diesem Forum gebracht. Ich hatte nämlich das Phänomen, daß gerade MP3 ihren Umfang ändern, wenn ich sie abgespielt habe. D.h. wenn ich Musikstück 111 von Platte A abspiele passiert es manchmal, daß sie nicht mehr 333.333 byte groß ist wie Nr. 111 von Platte B, sondern nur 333.332 byte z.B. Das Programm Beyond Compare hat mich darauf aufmerksam gemacht. (Ich habe übrigens meinem VLC-Player und dem Windows Media Player verboten im Netz Daten abzurufen.

Ich denke, daß ich mir bald ein neues Mainboard zulege. Nachdem ich früher mit INTEL immer zufrieden war, ist mein aktuelles DX 58 ziemlich sch..... Es hatte von Anfang an Probleme mit XP (SP3 und aktuell) zurechtzukommen . Es lassen sich z.B. die Treiber für Multichannel nicht installieren. Deswegen habe ich Probleme mit den neuen Quickports von Sharkoon, die das brauchen.

Viren sind übrigens ausgeschlossen, da der Rechner kaum am Netz ist und mit G-Data überwacht wird.

Bleibt für mich noch die Frage nach einem guten Mainboard. Ich habe keine Computerspiele, brauche aber eines mit vielen Anschlüssen für SATA und ev. einen passenden Anschluß für einen JOBD SATA Controler.

Klingt einfach aber bei INTEL meinte man z.B. vor ein paar Monaten, daß mein Adaptec SATA Controler nicht für das INTEL DX 58 zugelassen ist. Ich denke, daß ich bei ASUS besser dran bin, da die selber SATA Controler herstellen. Und ich habe immer genug Naivität zu glauben, daß ASUS ihre aktuellen SATA Controler für alle ihre aktuellen Mainboards freigegeben hat. Was meinst Du?

Liebe Grüße

Dein Sirius

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@SiriusBlack

Hallo, Sirius,

ich glaube, ich kann Deine Situation jetzt besser einschätzen. Wie ich es sehe, bist Du ganz schön tief in der Hardware am Basteln. Da kann ich leider nicht weiterhelfen - meine Baustellen liegen woanders.

Tip habe ich aber trotzdem:

  • Thema Grössenveränderung beim Abspielen: könnte ich mir nur vorstellen, wenn da irgendwas sich dazwischenklemmt (vielleicht DRM oder sowas - darauf bin ich allerdings allergisch). Ansonsten macht das keinen Sinn. Wenn man etwas tiefer bohrt, dann ist die Größe ein Eintrag im Dateiverzeichnis (weil die Datei immer komplette Sektoren/Cluster belegt, verändert sich das nicht). Der manipuliert sich nicht von selbst. VLC habe ich schon lange probiert - nie einen solchen Effekt gehabt. Viren etc. könnten da evtl. wirklich ins Spiel kommen. Du sagst, daß Du einen Scanner verwendest - hier kann man reinfallen. Die Scanner haben Erkennungsraten zwischen ca. 75% und 95% - mehr glaube ich denen nicht. Rechne mal 5% nicht erkannte Viren bei vielleicht 600.000 verschiedenen Viren (die genaue Zahl kennt ich nicht) - dann weißt Du, was durchkommt. Dazu kommen Rootkits, die noch raffinierter arbeiten. Hier kann ein zweiter unabhängiger Scanner (Clam.. oder so) ein bisschen beruhigen.

  • Ich finde es prima, wenn sich jemand so tief in die Hardware einarbeitet; er muss allerdings auch immer mal mit Rückschlägen rechnen (Treibergeschichten, insbesonders mit neuer Hardware/Treiber). Wenn mann das mit Windows machen möchte - OK; ein Restrisiko bleibt allerdings immer.

  • Dir scheinen Deine Daten recht wichtig zu sein - sonst würdest Du dich nicht so intensiv darum kümmern. Ich vermute mal, wenn die weg wären, würdest Du dich stehend freihändig in den Allerwertesten beissen.

  • folgender Vorschlag (sowas ähnliches nutze ich professionell): beschaffe Dir eine NAS-Einheit in ausreichender Größe, da hast Du ein RAID-5 inclusive. Manche davon (nicht mal die teuersten) bieten die Möglichkeit, eine externe HD per USB direkt anzuschliessen und ermöglichen ein selbsttätiges Backup. Die Dinger laufen wie ein Stück Holz - grundsolide - Sorgen adieu. Ich verwende hier QNAP.

  • die evtl. etwas experimentellen Hardware- und Treiberkombinationen können dann keinesfalls was kaputtmachen; Erweiterungen sind kein Problem. Auch, wenn die Kiste abraucht, kannst Du mit anderer Hardware an Deine Daten ran. Trotzdem kannst Du bauen, bis der Arzt kommt.

Grund, warum ich ausdrücklich sowas anrate: ich hatte vor ein paar Jahren einen Fall, wo ein Controller in einem Win-Server das komplette RAID geschrottet hat Glücklicherweise nur eine kleinere Testumgebung.

Viel Erfolg

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@norbertk62

Lieber Norbertk62,

vielen Dank für Deine guten Tipps. Ich tendiere mehr und mehr zu einem NAS-Server. Qnap war mir auch schon empfohlen worden.

Ein schönes Wochenende

Dein Sirius

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