Urlaubstage zum ende des Arbeitsverhältnisses?

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3 Antworten

Du schreibst, die 1200 Euro brutto sind für eine 32-Std.-Woche. Gearbeitet hast Du allerdings ca. 40 Std./Woche. Hast Du diese "Mehrstunden" auch bezahlt bekommen? Nach Freizeitausgleich brauche ich ja nicht zu fragen.

Falls Du nur die 1200 Euro bekommen hast (brutto), ist das für die Stundenzahl nicht einmal Mindestlohn. Das interessiert dann den Zoll.

Bei einer Arbeitszeit von Montag - Samstag stehen Dir nach § 3 Bundesurlaubsgesetz 24 Tage Mindesturlaub (vier Wochen) zu.

Diesen Urlaub kannst Du komplett beanspruchen, da Du in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest.

Fordere den AG auf, Dir die zusätzlich geleisteten Stunden rückwirkend zu bezahlen. Will er das nicht tun, sag ihm, dass Du dann den Zoll informieren wirst, da er Dir dann nicht einmal den Mindestlohn bezahlt hat.

Klär Deinen "Noch-AG" darüber auf, dass Du Deinen Anspruch auf den Mindesturlaub kennst und diesen auch forderst. Gibt er Dir jetzt keinen Urlaub, muss er ihn bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses auszahlen (§ 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz).

Du hast dann zwar keinen Anspruch auf den Mindesturlaub bei einem neuen AG, sollte dieser aber mehr als den Mindesturlaub geben, würde Dir dieser Zusatzurlaub anteilig zustehen.

 

ok das ist jetzt sehr interesant daran habe ich noch gar nicht gedacht aber du hast recht vielen dank für den hinweis das wird sicherlich hilfreich sein.

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32h Woche; 2 Wochen "Gesetzlicher" Urlaub

Ich würde mal anhand der Beispiel vom Link prüfen ob man Dich nicht betrügt; was ich ganz stark annehme, denn gesetzlicher Urlaub beträgt vier Wochen!

https://www.nordschwarzwald.ihk24.de/recht/recht/arbeitsrecht/merkbl/urlaub/2619398


Kann ich jetzt im Letzten Monat des Arbeitsverhältnisses die letzen beiden Wochen Urlaub einfordern bzw. nach Bekanntgabe einfach nehmen oder habe ich das auch komplett verwirkt?

Deine Wünsche sind zwar zu berücksichtigen aber wenn es betrieblich notwendig ist, kann Urlaub verwehrt werden; dann muss man ihn auszahlen.

Danke schonmal für die Antwort das mit den 20 Tagen Gestzlichem Urlaub habe ich schon gelesen aber gilt das auch für Teilzeitarbeiter ich meine der Vertrag ist ja ein Teilzeitvertrag auch wenn ich nicht entsprechend arbeite.

Ja auch für Teilzeit, siehe Link.

ja gut dann werde ich um ne auszahlung beten müssen da ich den Urlaub nicht nehmen kann und konnte da ich der einzige Mitarbeiter des Ladens bin was auch gegen den Arbeitsvertrag spricht da wird nähmlich gefordert das die Verkaufsfläche durchgehend von mindestens 2 Personen besetzt sein muss.

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@BlackSeBo96

Wie schon geschrieben wurde Du hast Anspruch auf vier Wochen Urlaub im Jahr, auch wenn Du  gekündigt wurdest, weil es in der 2. Jahreshälfte ist.

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Da dieser geringe Urlaub gesetzlich nicht zulässig ist steht Dir, da Deine Kündigungsfrist über den 30.6. hinausgeht, für das Kalenderjahr 2017 der komplette 4-wöchige Urlaub ( Mindesturlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz ) zu. Was ist mit dem Resturlaub aus 2016?

Kannst Du diesen nicht mehr vollumfänglich nehmen, so muss er Dir ausbezahlt werden.

Wie sieht es mit der Bezahlung der kontinuierlichen Überstunden aus? ( Diese sind auch für die Lohnfortzahlung während Deines Urlaubes mit zu berücksichtigen.

Danke schonmal für die Antwort das mit den 20 Tagen Gestzlichem Urlaub habe ich schon gelesen aber gilt das auch für Teilzeitarbeiter ich meine der Vertrag ist ja ein Teilzeitvertrag auch wenn ich nicht entsprechend arbeite.

Und wegen den Überstunden hatte ich mal ne Mail vorbereitet aber diese nie abgeschickt da ich wie gesagt nie gute zahlen hatte und so (was eigentlich daran lag das ich nie richtig geschult wurde).

Sprich von den Überstunden habe ich nie was bekommen

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@BlackSeBo96

Das spielt doch gar keine Rolle - die stehen 4 Wochen Jahresurlaub zu. Selbst wenn Du einen Teilzeitjob mit 2 Arbeitstagen hättest - auch dann hättest Du 4 Wochen Mindesturlaub.

Wann wurde die Kündigung ausgesprochen?

Vor weniger als 3 Wochen? Kündigungsschutzklage einreichen, Überstunden ausrechnen und Bezahlung einfordern. Du hast nichts zu verschenken.

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Ich seh gerade hatte ich überlesen Resturlaub:

Ehm resturlaub?? xD ich hatte nie Urlaub ich arbeite seit 9 Monaten ohne Freien Tag.

Zu den Überstunden ergenzend und wichtig:

 Überstunden hatte anfangs ne 2ten Vertrag bei seinem Geschäftpartner der nen Laden in der Nähe hat und dort habe ich die zeit eben sozusagen gearbeitet und das auch bezahlt bekommen bis anfang Februar  danach wurde dieser aber aufgelöst da wir und nicht gerade verstanden haben

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@BlackSeBo96

Also hat man Dir bisher Urlaub für 2016 verweigert - also frag den Anwalt.

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@wilees

Also das schreiben das ich erhalten habe ich erhalten per Einschreiben am 27.07.2017 das Arbeitsverhältnis enden laut Vertrag am 31.08.2017 jetzt bin ich mir (und das tut mir echt leid) nicht sicher ob das wirklich ne Kündigung ist oder als solche wahrgenommen werden darf.

Darin steht nur das mein Arbteisverhältnis laut Vertrag vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2017 befristet ist und das die den Vertrag "leider" nicht verlängern können.

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@BlackSeBo96

Was steht denn in Deinem Arbeitsvertrag vom 1.9.2016 drin? Eindeutig befristet bis 31.8.2017?

Datiert dieses "Kündigungsschreiben" vom 27.7. oder hast Du es an diesem Tag erhalten?

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@wilees

Stimmt schon so mit der befristung des Arbeitsvertrags auf ein jahr und tut mir leid für die falsche info das schreiben ist datiert zum 27.07. ich habe es aber am 28.07. erhalten

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@BlackSeBo96

Das ist keine Kündigung sondern nur die Info, dass Dein befristeter Vertrag nicht verlängert wird.

Ich würde mal schauen ob Du nicht noch Ansprüche aus den letzten Jahren stellen kannst.

Du solltest zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehen, unbedingt.

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@johnnymcmuff

ok ich werde mal schauen und rede auch mal mit meinen eltern darüber ich denke wir haben da nen Anwalt an den ich mich wenden kann

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@BlackSeBo96

Wichtig ist Kündigungsschutzklage kannst Du nur innerhalb von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens einreichen.

Ich vermute einmal, dass Dein eigentümlicher Chef Deinen Abeitsvertrag rückwirkend als befristeten Vertrag darstellen will. Denn sonst hätte er dieses Schreiben vom 27.7. doch überhaupt nicht schicken müssen. Und schon gleich gar nicht als Einschreiben.

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@johnnymcmuff

Der sollte Deinen Arbeitsvertrag, Urlaubsansprüche und geleistete nicht bezahlte Stunden prüfen.

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@wilees

@ wilees:

Es ist ein befristeter Vertrag und es wurde lediglich der Hinweis gegeben, dass dieser nicht verlängert wird; also kommt eine Kündigungsschutzklage nicht in Frage.

Es sei denn es ist wie Due s beschreiben hast, da was gemauschelt worden.

Überprüfen lassen sollte man es, bzw. rechtzeitig Kündigungschutzklage einreichen.

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