Urlaubstage nach Kündigung muss?

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5 Antworten

Wenn Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, muss der AG ihn nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz auszahlen.

Auch Überstunden die nicht mehr als Freizeitausgleich gegeben werden können, müssen abgegolten werden.

Schreib in Deine Kündigung gleich rein, dass Du den Freizeitausgleich für Urlaub/Überstunden beantragst. Der AG kann dies nur ablehnen wenn "dringende" betriebliche Gründe dagegen sprechen.

Personalmangel ist i.d.R. kein "dringender" Grund, zumal man ja weiß, dass Saison und der Personalbedarf entsprechend groß ist. Hier sollte der AG schon im Vorfeld schauen, dass es personell nicht zu Engpässen kommt, falls ein MA mal krank wird oder, wie hier, kündigt.

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Wenn der Arbeitgeber schwerwiegende betriebliche Gruende vorbringen kann, die eine Urlaubsgewaehrung zu deine Wunschtermin nicht zulassen und du den Urlaub dann nicht mehr vor der Beendigung des Arbeitsverhaeltnisses nehmen kannst, musst du ihn ausgezahlt bekommen.

Bei den Ueberstunden kommt es auf die entsprechende vertragliche Regelung an, ggf. auch Betriebsvereinbarung. 

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Soweit ich diese Paragraphen noch im Kopf habe muss dir die Firma diese 5 Tage Urlaub als solchen gewähren. Sollte keine Zeit mehr vorhanden sein um diese Tage abgelten zu können müssen sie ausgezahlt werden. Gibt es betriebliche Gründe um dir den Urlaub nicht als solchen zu gewähren kann dies vom Arbeitgeber geltend gemacht werden und muss dir dafür am Ende des Arbeitsverhältnisses diese Tage auszahlen.


Bei den Überstunden liegt es im Ermessen des Arbeitgeber ob er sie auszahlt oder dir als Freizeitausgleich gewährt. Während der Urlaub abgegolten werden kann ist bei Überstunden kein Anspruch möglich.

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Sie können dir deine Urlaubstage geben oder notfalls auszahlen, wenn sie dich unbedingt brauchen. Verfallen werden sie jedenfalls nicht.

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Ich finde man sollte gegenüber dem Chef fair bleiben und frühzeitig zum 14.07. kündigen. Wenn du eine Ausbildung beginnen kannst sollte da auch jeder absolutes Verständnis für haben, zumal du sowieso zum 31. gehst. Ein fairer Umgang miteinander sollte daher die Basis sein.

Eine Kündigung berührt deinen Anspruch auf Überstundenausgleich nicht, ebensowenig deinen Resturlaub. Das heisst das es bei dir und deinem Betrieb liegt, was damit geschieht, ob "abfeiern" oder auszahlen.

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Kommentar von Familiengerd
19.06.2017, 12:47

Das heisst das es bei dir und deinem Betrieb liegt, was damit geschieht, ob "abfeiern" oder auszahlen.

Das ist - streng rechtlich gesehen - falsch bezüglich des Resturlaubs.

Es liegt nicht im beliebigen Ermessen oder einer Übereinkunft von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ob Urlaub in der Kündigungsfrist genommen oder ausgezahlt wird.

Urlaub darf nur dann ausgezahlt werden, wenn er ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann

Aber wo kein Kläger, da kein Richter.

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