Urlaubstage - Urlaubsfrage

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9 Antworten

Ich werde immer wieder von der "Kreativität" mancher AG überrascht. Diese Rechnung war mir neu.

In Deinem Beispiel ist Dein Stundenlohn 7 Euro. Urlaubsentgelt ist gesetzlich vorgeschrieben und kann nicht auf den Stundenlohn gerechnet werden. Anders wäre es mit Urlaubsgeld. Das ist eine Leistung die vom Gesetz nicht vorgeschrieben ist und das man in den Stundenlohn einrechnen kann. Ich vermute aber mal, dass Dein AG nicht von einer freiwilligen oder tariflichen Zulage spricht sondern den Betrag einrechnet, den er gesetzlich zu bezahlen hat.

Minusstunden die durch zu wenig Arbeit entstanden sind muss der AG bezahlen, wenn der AN seine Arbeitskraft ausdrücklich angeboten hat. In diesem Fall befindet sich der AG in Annahmeverzug (§ 615 BGB). Das bedeutet, er bezahlt den AN als hätte er gearbeitet. Es darf weder Minusstunden geben noch muss nachgearbeitet werden. Urlaub abziehen geht überhaupt nicht da der Urlaub der Erholung dient und vom Bundesurlaubsgesetz auch so vorgeschrieben ist. Zudem trägt der AG und nicht der AN das Betriebsrisiko.

Wenn Dein Chef Dir nicht mehr Geld geben will, soll er das deutlich sagen und nicht mit so einer "Milchmädchenrechnung" kommen die an den Haaren herbeigezogen ist.

Schau Dich mal lieber nach einem anderen Arbeitsplatz um. So wie Du Deinen AG beschreibst, ist er gerne unterwegs, hat eine sehr kreative Ader was die Bezahlung der AN betrifft, lässt seine MA für wenig Geld arbeiten und will sein unternehmerisches Risiko auf diese abwälzen. Wer weiss, was dem Herrn noch einfällt.

Du kannst Deinen Chef zwar nicht zu einer Lohnerhöhung zwingen, Urlaubsabzug wegen seinem Annahmeverzug geht aber gar nicht. Das ist auch gerichtlich feststellbar. Nur weiß ich nicht, ob Du das tun willst. Eine Reaktion Deines AG wird es dann wohl geben. Wenn Du in einem Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften (Teilzeit und Minijob werden entsprechend aufgerechnet) arbeitest, greift bei einer Kündigung kein Kündigungsschutz.

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Kommentar von DerCAM
07.03.2014, 07:09

Ach, der Arbeitgeber hat ihm doch nur (aeusserst grob) vorgerechnet, was er pro gearbeitete Stunde tatsaechlich erhaelt. Das ist zwar voellig unbedeutend, manchmal zur Veranschaulichung aber ganz hilfreich.

Noch ueberraschter wird der Arbeitnehmer aus der Waesche schauen, wenn man ihm vorrechnet, was der Arbeitgeber fuer jede gearbeitete Stunde tatsaechlich bezahlen muss und wie gering der Anteil daran ist, der letztendlich beim Arbeitnehmer ankommt.

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Es ist ein Unterschied zwischen dem Nettolohn der in Deiner Tasche ankommt und den Lohnkosten, die der Betrieb dafür aufbringen muss. Wenn Du krank wirst erhöhen sich dieser jeden Tag um dies 95,60€ weil der Betrieb diesen Betrag aufbringen muss um Dir das Krankengeld zu bezahlen. Real ist also die Rehnung Deines Chefs noch untertrieben, weil er die Urlaubstage als Nettobetrag gerechnet hat. Real hat der Betrieb (ohne Kranktage) eine Lohnbelastung von rund 3000€ pro Monat (bei Deinem Zahlenbeispiel).

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Kommentar von Fusspilz77
07.03.2014, 04:16

Das beantwortet aber immer noch nicht meine Frage, ich fragte ja ob man mir das quasi als Stundenlohn angeben kann indem man den Urlaub mit dazu addiert. Was soll ich dagegen machen das Sozialabgaben so sind und die Belastung für den AG so hoch ist, die Gesetze machen andere

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Wer sich da auskennt, ist ein Anwalt für Arbeitsrecht. Nur so jemand kann Dir wirklich zu 100% kompetent helfen und Dir Sicherheit geben! Das ist zwar nicht die Antwort, die Du lesen willst, aber genau dafür sind solche Anwälte da. Es gibt auch Anwälte, die Fragen für weniger Geld online beantworten, vielleicht kannst Du da die Frage nochmal stellen. Wichtig wäre bei solch einer unklaren Lage aber die Antwort eines Fachmannes.

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Kommentar von DeadMailbox
07.03.2014, 03:44

Gewerkschaften bzw. Berufsverbände bieten oft Hilfe durch deren kompetente Berater an - wohlgemerkt meist für Mitglieder.

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Deine Urlaubstage werden doch auch in der Stundenbilanz deiner Arbeitszeit angerechnet - sind demnach also auch Arbeitszeit. Im Umkehrschluss bekommt man ja auch Gehalt, wenn man den gesamten angesparten Jahresurlaub in einen Monat verbraucht.

Aber so nebenbei: Du musst deinen Urlaub nehmen?

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Kommentar von Fusspilz77
07.03.2014, 03:58

wie meinst ich muss meinen Urlaub nehmen?

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Gruß an Deinen Chef, er wäre besser bei seinem alten Beruf geblieben, weil als Milchmädchen scheint er immer noch mehr drauf zu haben, als als Arbeitgeber. oO

Davon mal ab, für 1200 € Netto bei 172 Stunden / Monat, da könnte er bei mir gleich nochn paar Tage krank im Monat in seine schleierhafte Rechnung einbauen.

Das dürfte dann wohl die Sorte Chef sein, wo man entweder die Fre...se halten muss, oder sich bei Zeiten nen guten Arbeitsrechtsanwalt sucht.....

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Die ganze Rechnerei vom Chef hat dich nicht zu interessieren... und die Minusstunden auch nicht. Du stehst deiner Firma zur Verfügung und wenn dein Chef keine Arbeit für dich hat, ist das sein unternehmerisches Risiko und er kann dir das nicht mit Urlaub gegenrechnen. Wenn er anderer Meinung ist, es gibt auf dem Arbeitsgericht eine kostenlose Rechtsberatung.. findeset du bestimmt im Internet.

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Dein Chef hat schon Recht. Das ist der effektive Stundensatz, den er dir zahlt. Obwohl er wahrscheinlich noch höher liegt. Kannst dir doch mal ausrechnen. Deine Urlaubstage+Feiertage+eventuelle Krankheitstage.

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Kommentar von Fusspilz77
07.03.2014, 03:58

ja wenn man es so rechnet aber dann müsste man ja auch sagen zb ich habe noch 5 Urlaubstage und möchte mir die auszahlen lassen dann könnte ich ja

7,63 € x 8 h = 61,04 und das x 5 Tage = 305 und mit 7 € wären es 280 €

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Erstmal bei 7€ die Stunde kostet das den Arbeitgeber ca 11 , 95 € . Das ist soweit schon mal richtig. Bei schlechter Auftragslage fragt man nicht nach mehr Geld. Das ist wohl der denkbar schlechteste Zeitpunkt überhaupt. Dein Urlaub steht dir aber zu , ohne wenn und aber. Einer Verrechnung brauchst du nicht zuzustimmen. LG Alex

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Kommentar von Fusspilz77
07.03.2014, 04:01

die Auftragslage war schlecht weil mein Chef lieber auf Messen und im Urlaub sich rumtreibt und ich alles als Stellv. leite oder leiten musste

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Ich glaub ja, dass du trollst, aber "jetzt mal ganz im ernst":

Du wirst zu einem festgelegten Entgelt eingestellt und hast pro Woche eine bestimmte Stundenleistung zu erbringen. Daraus ergibt sich dein Stundenlohn!

Dass Fehlzeiten abgezogen werden, ist nicht wirklich überraschend...

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Kommentar von Fusspilz77
07.03.2014, 04:04

trollst du ? jetzt mal ernsthaft du clown wie willst du mehr Stunden machen wenn es keine Arbeit gab das war in noch nicht allzu langer Vergangenheit, und wieso sollte mir Urlaubstage abgezogen werden damit ich das Geld bekomme ich kann ja nichts für die Situation wenn man nicht mehr zahlen kann und keine Aufträge hat muss man den Betrieb schliessen

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