Urlaubs(Stunden)berechnung bei Teilzeit?

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1 Antwort

Auf wie viele Wochenarbeitstage bezieht sich Dein Urlaubsanspruch von 24 Tagen?

Und wie viele Wochenarbeitstage hattest Du bis zum 30.06. und hast Du seit dem 01.07.?

Ohne diese Informationen kann ich nur allgemein antworten.

Zunächst lautet die pauschale Antwort auf Deine Frage:

Wer hat Recht?

schlicht und einfach: Du!!

Auf den Urlaubsanspruch, den Du im ersten Halbjahr (bis zum 30.06.) erworben hast, sind auch dann, wenn Du diesen Urlaub später nimmst, die für dieses Halbjahr für Dich zählenden Bedingungen anzuwenden.

Grundlage für die Entgeltung dieser Urlaubstage (das sind ja 50 % des Jahresurlaubs) sind die zu dieser Zeit geltenden "Stundenwerte" - auch wenn Du den Urlaub erst jetzt (bei niedrigeren "Stundenwerten") nimmst.

Nur der seit dem 01.07. entstandene/entstehende Urlaubsanspruch ist mit den verringerten "Stundenwerten" aufgrund der Arbeitszeitverkürzung zu entgelten.

Siehe hierzu auch die (komplizierten) Erläuterungen dazu auf  https://www.hensche.de/Urlaubsanspruch\_Teilzeit\_Hoehe\_des\_Urlaubsanspruch\_beim\_Wechsel\_von\_Voll-\_in\_Teilzeit.html  und  https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/urlaub-berechnung-teilzeit-sonderfaelle-32-wechsel-des-arbeitsvolumens\_idesk\_PI10413\_HI2713477.html

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Noch einmal zurück zu den Eingangsfragen:

Für die Berechnung des Urlaubsentgelts gibt es im Bundesurlaubsgesetz BUrlG in § 11 "Urlaubsentgelt" Abs. 1 klare Regelungen:

Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.

(Anmerkung zu den Überstunden: Entgegen der obigen Bestimmung sind Überstunden dann zu berücksichtigen, wenn sie regelmäßig und dauerhaft geleistet oder vom Arbeitgeber angeordnet wurden.)

Wenn du also tatsächlich immer mehr als die vereinbarten Stunden gearbeitet haben solltest, darf der Arbeitgeber nicht nur von der vertraglich festgelegten Stundenzahl ausgehen. Er darf auch nicht, wenn Du Deine Stunden z.B. immer in 4 Tagen abarbeitest, diese Stunden auf eine 5-Tage-Wochen durchschnittlich umrechnen und dann diesen Wert zur Grundlage für das Urlaubsentgelt nehmen. 

Nachtrag:

Aspekt, dass im Bundesurlaubsgesetz (meiner Meinung nach) keine Berechnung nach Stunden, sondern nur nach Tagen erfolgt ?

Für die Anzahl der Urlaubstage kommt es darauf an, wie viele Wochenarbeitstage ein Arbeitnehmer hat - gesetzlich: 24 Tage bei einer 6-Tage-Woche, 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche, 16 Tage bei einer 4-Tage-Woche usw.

Der "Wert" der Urlaubstage bemisst sich an den Tagesarbeitsstunden.

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Kommentar von Roy123456
07.08.2017, 08:15

Hallo Familiengerd und danke für die schnelle Antwort.

Der Urlaubsanspruch war immer unabhängig von den Wochenarbeitstagen. Er war bei 40, 32 und 24h immer 24 Tage. Nur wurde dann jeweils die Stundenberechnung von 8, auf 6,4 und nun auf 4,8h gekürzt, damit man bei 5 Tagen immer auf 40/32 und 24h/Woche kommt.

Bis zum 30.6 hatte ich im Regelfall 4 Wochenarbeitstage. manchmal auch mal 5 und dafür nächste Woche 3.

Nun ist es total unterschiedlich. Es können mal 4 sein, aber auch mal 3. Das ist unterschiedlich.

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