Urlaubssperre 6,5 Monate im Jahr

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2 Antworten

§ 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.

(2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

(3) Der Urlaub muß im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muß der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahres gewährt und genommen werden. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist ein nach § 5 Abs. 1 Buchstabe a entstehender Teilurlaub jedoch auf das nächste Kalenderjahr zu übertragen.

(4) Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten. Kopiert:http://dejure.org/gesetze/BUrlG

Liest Du meine Antwort nicht? Mega-Ignoranz oder was? An die Lernfähigkeit hoffend, nochmal:

(...) Fristen für eine Urlaubssperre gibt es nicht. Der Arbeitgeber muss allerdings bei der Verhängung einer Urlaubssperre auch die Interessen seiner Arbeitnehmer berücksichtigen. Von daher gilt allgemein für eine Urlaubssperre folgendes:

Existiert ein Betriebsrat, kann eine Urlaubssperre wirksam nur in Abstimmung mit dem Betriebsrat ausgesprochen werden. Ohne ausdrückliche Zustimmung des Betriebsrates darf der Arbeitgeber keine Urlaubssperre verhängen.

Gibt es im Betrieb keinen Betriebsrat, so kann der Arbeitgeber jedem Mitarbeiter rechtzeitig mitteilen, dass eine Urlaubsnahme in bestimmten Zeiträumen aus betriebsbedingten Gründen nicht möglich ist. Diese Mitteilung sollte so rechtzeitig erfolgen, dass der Arbeitnehmer seine Urlaubsplanung darauf abstellen kann.

Im übrigen ist wichtig, dass ein Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaubsgewährung hat. Der Arbeitgeber darf nach dem Bundesurlaubsgesetz Urlaub nur verweigern, wenn der Urlaubsnahme dringende betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche anderer Mitarbeiter, die schutzwürdiger sind, vorgehen. Der Arbeitgeber muss also in jedem Einzelfall seine Urlaubssperre begründen. (...)

http://kuerzer.de/vYKolngNE - Hervorhebungen von mir

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