Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wie verhält es sich damit wenn man krankgeschrieben ist?

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4 Antworten

Wie Du in einer Ergänzung schreibst, wird das Urlaubsgeld ohne vertragliche Regelung seit Jahren gezahlt.

Wenn dies seit mindestens 3 Jahren und immer in gleicher Höhe oder auf gleicher Berechnungsgrundlage geschehen ist, dann ist eine betriebliche Übung mit einem Rechtsanspruch wie bei einer arbeits- oder tarifvertraglichen Vereinbarung entstanden.

Unter dieser Voraussetzung und da es dann auch an Regelungen fehlt, unter welchen Bedingungen der Anspruch auf Urlaubsgeld nicht mehr besteht oder eingeschränkt werden kann, hast Du einen vollen Anspruch trotz Deiner langen Erkrankung (gleiches gilt übrigens auch für den Fall einer entsprechenden Weihnachtsgeldzahlung).

Der Anspruch auf Deinen Jahresurlaub für 2016 bleibt Dir übrigens - wenn Du ihn wegen der Erkrankung nicht nehmen kannst - bis längstens zum 31.03.2018 erhalten; er verfällt aufgrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshof EuGH also nicht nach den Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 3 zum 31.12.2016 bzw. spätestens zum 31.03.2017.

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Hallo, ich war durch OPs auch lange krankgeschrieben und hatte das gleiche Problem. Wenn diese beiden Sachen nicht im Vertrag vermerkt sind, ist dies eine freiwillige Abgabe.. Somit habe ich das auch leider nicht bekommen nach langem hin und her diskutieren..

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Kommentar von SchakKlusoh
11.09.2016, 11:38

Weichnachtsgeld und Urlaubsgeld ist definitiv keine "eine freiwillige Abgabe".

Wenn Euer Betrieb nicht tarifgebunden ist, Ihr aber einen Betriebsrat habt, kann es durch eine Betriebsvereinbarung geregelt sein. Es kann aber auch eine betriebliche Übung sein.

Wenn das alles nicht zutrifft, einfach in die Gewerkschaft eintreten und einen Betriebsrat gründen! Und alles wird besser!

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Kommentar von Familiengerd
11.09.2016, 13:55

Wenn diese beiden Sachen nicht im Vertrag vermerkt sind, ist dies eine freiwillige Abgabe..

Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nur insofern "freiwillige Leistungen" des Arbeitgebers, als kein gesetzlicher Anspruch besteht.

Sie sind aber nicht mehr "freiwillig", wenn sich Ansprüche des Arbeitnehmers aus Arbeitsvertrag, tarifvertraglicher Bezugnahme, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Betriebsordnung oder betrieblicher Übung ergeben: dann besteht auf sie ein Rechtsanspruch. 

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Weihnachts Geld ist eine Freiwillige Gratifikation kommt auf den Arbeit geber an ob er es zahlt oder nicht ( geht es der Firma gut oder Schlecht ) du wirst vermutlich kein Weihnachts Geld bekommen wegen deinnen vielen Krankheitstagen

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Kommentar von kabatee
11.09.2016, 10:57

Er hat die letzten jahre auch bezahlt und unterschiede darf er doch nicht machen!

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Kommentar von SchakKlusoh
11.09.2016, 11:31

Weihnachts Geld ist eine Freiwillige Gratifikation kommt auf den Arbeit geber an ob er es zahlt oder nicht

Das kannst Du nicht wissen. Weihnachtsgeld ist eine tarifliche Sonderzahlung, wenn der Betrieb tarifgebunden ist. Ist er es nicht, kann es aufgrund einer Betriebsvereinbarung oder einer betrieblichen Übung bezahlt werden.

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  1. Arbeitest Du in einer Firma mit Tarifbindung?
  2. Bist Du in der Gewerkschaft?
  3. Gibt es einen Betriebsrat?

Wiehnachts- und Urlaubsgeld sind tarifliche Sonderzahlungen. Es käme also darauf an, was im Tarifvertrag steht. Anspruch auf den Tarif hast Du nur, wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist. Ausser, wenn es in Deinem Arbeitsvertrag steht.

Urlaubsgeld erhältst Du, wenn Du Urlaub hast. Urlaub verfällt nicht, wenn Du krangeschrieben bist.

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Kommentar von kabatee
11.09.2016, 12:19

bin Gewerkschaftsmitglied, kein Betriebsrat

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Kommentar von Familiengerd
11.09.2016, 13:58

Weihnachts- und Urlaubsgeld sind tarifliche Sonderzahlungen.

Nicht nur ...

Denn das ist nur eine der Möglichkeiten, aufgrund deren sich ein vertraglicher Anspruch auf diese Leistungen ergeben kann!

Urlaub verfällt nicht, wenn Du krangeschrieben bist.

Selbstverständlich verfällt Urlaub auch dann - aber eben nicht spätestens zum 31.03. des Folgejahres (wie im Bundesurlaubsgesetz geregelt), sondern erst des übernächsten Jahres.

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