Urlaubsgeld nach Kündigung in der Probezeit?

6 Antworten

Dir steht entsprechend der vertraglichen Vereinbarung (leider) kein anteiliges Urlaubsgeld zu.

Nach dem Zitat aus der Vereinbarung entfällt der Anspruch, wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit gekündigt wurde:

[...] so ist das Urlaubsgeld in voller Höhe zurückzuzahlen. Das gleiche gilt,
wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit gekündigt wird.

Das ist bei Dir (durch den Arbeitgeber) geschehen: er hat das Arbeitsverhältnis während der Probezeit gekündigt.

Dass das Arbeitsverhältnis beim Ausscheiden 6 Monate - und damit bis zum Ende der Probezeit - bestanden hat, ist für diese Regelung nicht relevant!

Im Vertrag steht doch das zurückzuzahlen ist wenn Kündigung während der Probezeit erfolgt!

Du zitierst es doch selbst.

Ich würde mit dem AG reden, darauf hinweisen, das das AV 6 Monate bestanden hat und auf Kulanz hoffen.

Ja, aber dieser Abschnitt bezieht sich meiner Meinung nach auf schon ausgezahltes Geld.

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@TheSystemfehler

Wenn das Arbeitsverhältnis vor dem oder am 30.06. endet, kann das Urlaubsgeld ja noch nicht ausgezahlt worden sein, da das ja mit dem Juni-Gehalt geschieht (es sei denn, das Gehalt wird zum jeweiligen  Monatsanfang gezahlt).

Demzufolge geht es in Deinem Fall wohl auch nicht um eine Rückzahlung, sondern eher darum, dass das Urlaubsgeld Dir erst gar nicht ausgezahlt werden wird - und wenn (buchhaltungstechnisch bedingt) doch, dann ist es eben zurück zu zahlen.

Das spielt für die grundsätzliche Situation - kein Anspruch auf anteiliges Urlaubsgeld - aber auch überhaupt keine Rolle.

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Dir ist aber schon bewusst, dass eine Probezeit maximal 4 Monate geht? Demnach wärst du also schon längst aus der Probezeit heraus und nahezu unkündbar.

Dir ist aber schon bewusst, dass eine Probezeit maximal 4 Monate geht?

Das ist (in Deutschland) falsch, wenn es um ein Arbeitsverhältnis geht; es trifft aber auf ein Ausbildungsverhältnis zu.

Bei einem Arbeitsverhältnis ist weder eine Probezeit vorgeschrieben, noch ist die Probezeit durch Gesetz zeitlich begrenzt. Lediglich die mit einer Probezeit verbundenen rechtlichen Konsequenzen (Kündigungsmöglichkeit ohne Begründung mit verkürzter Frist) ist auf 6 Monate beschränkt; unabhängig vom Bestehen einer Probezeit ist in den ersten 6 Monaten auch das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar (sofern es wegen der Größe des Betriebs überhaupt grundsätzlich anwendbar) - abgesehen von einem "Basis"-Kündigungsschutz.

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@Familiengerd

Ja, ich habe mich zuerst verlesen und dachte, dass es um ein Ausbildungsverhältnis geht. Wurde aber bereits darauf hingewiesen und habe meinen Fehler erkannt :)

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