Urlaubsentgelt bei Studentenjob?

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3 Antworten

Wenn davon ca. 4 Wochen gar nicht gearbeitet wurde

Wieso vier Wochen? Du schreibst, dass Dein Sohn auch krankheitsbedingt nicht arbeiten konnte. Da muss der AG doch Entgeltfortzahlung leisten, das ist nicht unbezahlt.

Hat er in der Zeit als die Prüfungen waren gar nicht gearbeitet und Urlaub gehabt? Wie ist die Arbeitszeit denn im Vertrag geregelt?

 

DIffets 11.08.2017, 10:12

Während der Krankheit ist er ja nicht eingesetzt - bekommt also auch kein Geld ... !?
Während der Prüfungszeit hat er nicht gearbeitet - er hat keinen Urlaub genommen. Es läuft immer so, dass er sagt, wann er Zeit hat und dann wird er entsprechend eingesetzt. Wenn er keine Zeit hat - z.B. während der Prüfungen oder wenn Vorlesungen sind - dann wird er ausgeplant.
Im Vertrag steht wohl nur, dass er höchstens so und so viele Stunden pro Woche arbeitet (liegt mir gerade nicht vor).

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Hexle2 11.08.2017, 10:21
@DIffets

Hätte Dein Sohn denn ohne Krankheit gearbeitet? War er da mal eingeplant und wurde dann wegen der Arbeitsunfähigkeit aus dem Plan gestrichen?

Auch im Minijob gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz. Ist ein AN eingeplant und wird krank, muss er so bezahlt werden als hätte er gearbeitet. Aus dem Einsatzplan streichen weil er krank ist um ihn nicht bezahlen zu müssen, geht nicht.

Das nennt sich Lohn- oder Entgeltausfallprinzip und gilt bei allen Beschäftigungsverhältnissen, egal ob Vollzeit-, Teilzeit- oder Minijob.

 

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DIffets 11.08.2017, 10:41
@Hexle2

Ich glaube, er war zum Teil eingeplant, bevor er krank wurde.

Er hatte aber auch eine OP am Fuß, die bekannt war. Er hat natürlich vorher Bescheid gesagt und wurde entsprechend die ganze Zeit nicht eingesetzt. 

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Hexle2 11.08.2017, 10:53
@DIffets

. Er hat natürlich vorher Bescheid gesagt und wurde entsprechend die ganze Zeit nicht eingesetzt. 

Na toll, so will man sich um Entgeltfortzahlung drücken.

Ich glaube, er war zum Teil eingeplant, bevor er krank wurde

Wenn er eingeplant war, bevor er krank wurde, muss er für die Zeit Entgelt vom AG bekommen, wenn er eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt hat.

 

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DIffets 11.08.2017, 13:42
@Hexle2

ok - das ist ja interessant ... wenn er aber wegen der OP ausgeplant war, dann hat er Pech gehabt?

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Hexle2 11.08.2017, 13:53
@DIffets

Man sollte nachweisen können, dass er ohne die OP hätte arbeiten müssen und der AG ihn wissentlich nicht eingeplant hat um sich die Entgeltfortzahlung zu sparen.

Aber selbst wenn das ginge, würde es evtl. auf eine Klage beim Arbeitsgericht hinauslaufen. Der AG ist sich doch bestimmt bewusst dass er zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist und zahlt jetzt wahrscheinlich nicht "freiwillig" nach.

Dein Sohn soll sich das aber für die Zukunft merken. Es gibt leider immer wieder AG die sich um Zahlungen, zu denen sie gesetzlich verpflichtet sind, drücken und ihren MA z.B. erzählen, dass manche Arbeitsrechte im Minijob nicht anzuwenden sind (was falsch ist).

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DIffets 11.08.2017, 16:38
@Hexle2

Naja, er will es sich ja mit seinem AG auch nicht verderben. Aber für die Zukunft gut zu wissen. Die nächste geplante Krankschreibung wird er wohl nicht ankündigen. :(

Aber noch mal zum ursprünglichen Thema - wenn er also wegen der Prüfungen und weil er ohnehin wenig gebraucht wurde im Juni wenig gearbeitet hat, hat er halt Pech gehabt und bekommt weniger Urlaubsentgelt?

Ein bezahlter Urlaubstag ist doch aber nur dann ein bezahlter Urlaubstag, wenn er so bezahlt wird, als ob man an dem Tag gearbeitet hätte!?

Was hat das denn damit zu tun, wie viel man in den 13 Wochen davor gearbeitet hat?

Ich verstehe ja, dass der Verdienst – also der Stundenlohn – aus den 13 Wochen angesetzt wird, aber doch nicht die Anzahl der Arbeitsstunden … !?

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Bei Arbeitsverträgen, bei denen ein Einsatz nach Bedarf erfolgt wird das Urlaubsentgelt so berechnet wie Du es geschildert hast.

DIffets 11.08.2017, 09:34

Also gelten die letzten 13 Wochen - auch wenn er davon 4 Wochen zum Teil aus Krankheitsgründen, z.T. auch, weil er nicht gebraucht wurde, nicht arbeiten konnte?
Müsste es nicht so sein, dass pro Urlaubstag 6 oder 8 Stunden oder so angesetzt werden und pro Stunde sein angesetzter Lohn (Mindestlohn) bezahlt wird? 

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wilees 11.08.2017, 09:41
@DIffets

Während der Krankheit hatte er Anspruch auf Lohnfortzahlung - also fallen auch diese Stunden/ Tage in die Berechnung für das Urlaubsentgelt.

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DIffets 11.08.2017, 10:09
@wilees

Wenn er krank ist, bekommt er kein Geld, weil er ja auch nicht eingesetzt wird!? 

Diese Regelung mit den 13 Wochen ist doch aber total arbeitnehmerunfreundlich ... dann setzt der Chef ihn natürlich in diesen 13 Wochen möglichst wenig ein, damit er weniger Urlaubsentgelt zahlen muss!?!? Darauf läuft es doch hinaus, oder?

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wilees 11.08.2017, 10:15
@DIffets

Wie viele Arbeitsstunden gelten denn monatlich als vereinbart? Wieviele Wochenstunden arbeitet Dein Sohn durschnittlich pro Woche. Also kann hier der AG nicht sagen, wenn sonst 10 Stunden pro Woche gearbeitet wurden/werden "ich setze Dich nicht ein" und umgeht so die Lohnfortzahlung. Für die Berechnung des Krankengeldes ist der gleiche Berechnungsschlüssel wie beim Urlaubsentgelt anzuwenden.

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DIffets 11.08.2017, 10:38
@wilees

Das ist ja interessant. 

Wie gesagt, liegt mir der Arbeitsvertrag nicht vor. 
Es ist ganz unterschiedlich, wie viele Stunden pro Woche er arbeitet. Meist so drei Tage - also um die 20 Stunden.
So viel ich weiß, ist der Passus mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Arbeitsvertrag durchgestrichen ...

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wilees 11.08.2017, 11:00
@DIffets

So viel ich weiß, ist der Passus mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Arbeitsvertrag durchgestrichen ...

und das ist nicht zulässig. Auch ein Arbeitnehmer im Rahmen einer geringfügigen -Arbeitstätigkeit hat Anspruch auf eine 6-wöchige Lohnfortzahlung.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/03_haushalt/01_grundlagen_minijobs_im_privathaushalt/05_arbeitsrecht/04_entgeltfz/node.html

https://www.haufe.de/personal/entgelt/erstattung-der-entgeltfortzahlung-bei-krankheit-von-minijobbern_78_329114.html

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/minijob-die-neuregelungen-2015/150/3098/265446

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DIffets 11.08.2017, 13:45
@wilees

Vielen Dank! Das ist echt gut zu wissen!

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WO hast du nachgelesen?

Tarifvertrag, Arbeitsvertrag? - Je nachdem, wie das im Betrieb deines Sohnes geregelt ist, wird auch das UG berechnet.

DIffets 11.08.2017, 09:35

Das mit den 13 Wochen habe ich an verschiedenen Stellen im Internet gelesen.
Mein Sohn hat einen Arbeitsvertrag über eine geringfügige Beschäftigung und wird nach den gesetzlichen Regelungen behandelt - es gibt also keine speziellen Vereinbarungen.

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