Urlaubsantrag vom 15.10.15 am 31.12.15 abgelehnt?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Sache ist eigentlich ganz einfach.

Du willst Urlaub. => Den Wille zum Urlaub bekundest du durch deinen vollständig, korrekt ausgefüllten rechtzeitig vorher abgegebenen Urlaubsantrag deinem Arbeitgeber.

Der Urlaubsanspruch ergibt sich aus deinem Arbeitsvertrag und dem Gesetz(mind. 20 Tage im Jahr bei Vollzeit))

Der AG selbst oder sein von ihm auserkorener Vorgesetzter, den er dir vor die Nase gesetzt hat(daher der Begriff "Vorgesetzter") hat nun die Möglichkeit die Personalplanung zu machen und dem Urlaubsantrag zu widersprechen oder statt zu geben.

Die Personalplanung ist nicht die Sache des kleinen Mitarbeiter, dafür werden du und deine gleichgestellten Kollegen nicht bezahlt und das Direktionsrecht des Arbeitgebers gibt es auch nicht her, seine Verpflichtung auf dich abzudrücken.

Du hast den Schein abgegeben(rechtzeitig) und wenn du nichts mehr davon hörst, gilt der Urlaub als genehmigt. Schließlich musst du deinen Urlaub planen können und wenn du jetzt eine Reise gebucht hättest....wärs das auch gewesen.

Einige Arbeitgeber publizieren hierzu in Betriebsvereinbarungen oder mündlich andere arbeitgeberfreundlichere Regelungen(Urlaub erst genehmigt, wenn Urlaubsschein unterschrieben vom AG zurück und so Quatsch), die nicht das Papier wert sind auf dem sie stehen, weil sich der Vertragspartner AG damit dir gegenüber unangemessen übervorteilt und diese Regelungen dem Gesetz widersprechen.

Du hättest am Besten gar nichts mehr gefragt und wärst einfach in Urlaub gegangen!

Für die Zukunft empfehle ich dir dringend die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft(wegen Rechtschutz) oder wenn nicht möglich zumindest eine Rechtschutzversicherung mit Arbeitsrecht drin. Dazu solltest du dir einen neuen AG suchen. Leider haben immer mehr AGs das "Pipi Langstrumpfsyndrom" und machen sich ungeachtet aller Gesetze , die Welt, wie sie ihnen gefällt.



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fuchs92
31.12.2015, 10:05

Genau so kenne ich das ja auch aus meinem alten Betrieb bzw. da wo ich meine Ausbildung gemacht habe.

Dort hatten wir auch eine BV und einen BR nur ich bin jetzt in so einem kleinen Unternehmen mit 12 MA.

Eine Rechtsschutzversicherung habe ich , muss nochmal genau schauen ob die mir da auch einfach so helfen können in diesem Thema.

btw. ich bin schon wegen ganz anderen Sachen auf neuer AG Suche, aber bei einem größeren Unternehmen, wo das Geld für meinen Beruf auch stimmt...

Ich danke dir aufjedenfall für deine Mühe so einen Text zu schreiben. :)

0
Kommentar von Familiengerd
31.12.2015, 12:45

@ Geistwesen:

Du hättest am Besten gar nichts mehr gefragt und wärst einfach in Urlaub gegangen!

Na, das ist ja mal eine wirklich "tolle" Idee! :-((

Da kann sich der Betreffende dann schon einmal mit dem Umgang mindestens mit einer Abmahnung vertraut machen.

Denn je nach den konkreten Gegebenheiten und Umständen kann solch eine unerlaubte "Selbstbeurlaubung" arbeitsrechtliche Konsequenzen von der Abmahnung bis zur Kündigung zur Folge haben!

0

"Mein AG meint schon immer muss ich mit meinen Kollegen abklären, wobei ich eigentlich denke dass das dann die Aufgabe vom AG ist und nicht von mir, oder liege ich da falsch ?"

Ich weiß zwar nicht wie das gesetzlich geregelt ist, aber ich empfinde das als eine Selbstverständlichkeit, Urlaub mit den Kollegen, die betroffen sind, abzuklären.
So kann man sich einigen, dass es für alle am besten ist und nicht ein "wer zu erst kommt, mahlt zu erst" kommt. Das drückt auf das Betriebsklima.

Bei uns sprechen wir das immer unter uns ab, den Urlaubsschein, geben wir einen Tag Vorher ab, und der Chef zeichnet alle ab, da er weiß dass wir das unter uns regeln.

Super angenehm, da auch schon Kollegen für mich verzichtet haben. Weil was wichtiges dazwischen kam.
Umgekehrt würde ich es auch machen, wenn ich nicht gerade weg fahren wollte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fuchs92
31.12.2015, 09:56

Habe am 15.10 diesen gestellt und auch schon da mit meinen Kollegen gesprochen und dann sowas ?

0

Er hat mit der Absage bis 3 Tage vor urlaubsbeginn zeit

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fuchs92
31.12.2015, 09:49

Das ist ja richtig Arbeitnehmer unfreundlich..

0
Kommentar von Geistwesen
31.12.2015, 10:00

Blödsinn! Buchst du eine Flugreise und kannst die drei Tage vorher absagen? Das mit den 3 Tagen vorher, steht so ganz sicher nicht im Bundesurlaubsgesetz(ohne nachschauen zu müssen).

2
Kommentar von Familiengerd
31.12.2015, 12:49

@ Theliberty15:

Er hat mit der Absage bis 3 Tage vor urlaubsbeginn zeit

"Ach was!" würde Loriot ungläubig-erstaunt ausrufen!

Und womit willst Du diese - jedenfalls nach deutschem Recht - "echt merkwürdige" Behauptung begründen wollen?

1

Was möchtest Du wissen?