Gibt es auf Urlaubsanspruch und Krankengeld über die kompletten 78 Wochen Krankschreibung?

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4 Antworten

Kommt auf deinen Arbeitvertrag an. Viele können nur eine begrenzte Anzahl mit ins neue Jahr nehmen. Aber findest du es nicht etwas übertrieben nach 1,5 Jahren Krankheit gleich an 60 Tage Urlaub zu denken, auch wenn du ja vielleicht das Recht darauf hast, solltest du deinem Chef vielleicht erst einmal wieder eine gewisse Arbeitvereitschaft zeigen. Ich denke nicht das es gut ankommt, wenn du gleich mit dem Urlaubspoker beginnst?! Habt ihr keine Mitarbeitervertretung oder Betriebsrat, den du fragen kannst??

Das ist komplett falsch.

Erstens hat der EuGH bereits in 2009 entschieden, dass Urlaub wegen und während Krankheit nicht verfallen darf und sofort im Anschluss an die Krankheit, spätestens jedoch innerhalb von 15 Monaten nach Genesung, genommen werden darf und zweitens hat der Arbeitsvertrag hierzu keinerlei Aussagekraft, wenn er nicht die Möglichkeit der Zwölfelung des Urlaubsanspruchs regelt, so dass der erkrankte ArbN im schlimmsten Fall nur noch Anspruch auf den jeweiligen gesetzlichen Mindesturlaub hat.

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Der Urlaub darf seit 2011 natürlich nicht verfallen. Das ist höchstrichterlich entschieden. Auch die laufenden Urlaubsansprüche bleiben bestehen und der von 2013 kommt auch noch on top.

Solltest du wieder genesen und arbeitsfähig werden, musst du den Alturlaub aus Vorjahren binnen 15 Monaten nehmen, sonst darf er dennoch verfallen. Also unmittelbar nach Rückkehr muss der Urlaub mal mindestens geltend gemacht werden!

Solltest du nicht wieder arbeiten können, ist der Urlaub am Ende des Arbeitsverhältnisses komplett auszuzahlen.

da in meinem Job mir eine komplette arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde.... Erst musst Du zusehen ob Du die Arbeit überhaupt noch machen darfst. so wie bei mir der Fall war. dann hat es sich mit den Urlaub erledigt,Ich würde mir den Urlaub auszahlen lassen den Du hast jetzt genug Urlaub wie Du siehst. also bis ca . juni 2013

Auch das ist nicht richtig und außerdem nicht möglich. Urlaub darf nur in einem einzigen Ausnahmefall gem. BurlG überhaupt abgegolten - also ausbezahlt - werden und zwar dann, wenn das Arbeitsverhältnis endet ohne dass der ArbN die Möglichkeit hatte, den Urlaub vorher noch in Anspruch zu nehmen.

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