Urlaubsanspruch nach Kündigung durch AG?

2 Antworten

Mir wurde letzte Woche nach langjähriger Betriebszugehörigkeit gekündigt. Natürlich zum Jahresende.

Was ist bei Dir "langjährige Betriebszugehörigkeit", wenn man Dir letzte Woche zum Jahresende kündigen konnte? Dann warst Du noch keine fünf Jahre im Betrieb.

Gleichzeitig habe ich fristgerecht meine Überstunden und meinen Resturlaub angefordert,

Was meinst Du mit "fristgerecht angefordert"? Gibt es im Betrieb Vorgaben, wie lange man vorher einen Antrag stellen muss?

Da diesem nicht fristgerecht widersprochen wurde, sehe ich diesen Anspruch als genehmigt an.

Gibt es im Betrieb eine Vereinbarung, wie lange der AG Zeit hat den Freizeitausgleich zu genehmigen, bzw. ab welcher Frist eine automatische Zusage greift?

: kann ich mit einer fristlosen Kündigung rechnen?

Nein. Wenn Du ungenehmigt Urlaub/Überstundenausgleich nimmst, muss der AG erst einmal abmahnen um verhaltensbedingt fristlos kündigen zu können. Da er Dir sowieso bis Jahresende gekündigt hat, wird hier wohl nichts mehr passieren.

Will er Dir den Freizeitausgleich für Urlaub/Überstunden verweigern, müsste er die "dringenden betrieblichen Belange" nachweisen können, was dann sehr wahrscheinlich die Frage nach sich zieht, warum er Dich dann gekündigt hat, wenn Du so dringend gebraucht wirst.

Außerdem müsste er Dir Resturlaub und Überstunden zusätzlich zum Lohn/Gehalt für Dezember bezahlen, wenn er Dir den Freizeitausgleich nicht geben will.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

@ Hexle2

Was meinst Du mit "fristgerecht angefordert"? Gibt es im Betrieb Vorgaben, wie lange man vorher einen Antrag stellen muss?

Ja. Es gibt Vorgaben hierzu, die ich eingehalten. habe.

Gibt es im Betrieb eine Vereinbarung, wie lange der AG Zeit hat den Freizeitausgleich zu genehmigen, bzw. ab welcher Frist eine automatische Zusage greift?

Auch ja. Ich habe extra die Zeit abgewartet. Es kam kein Widerspruch, daher sehe ich meinen Anspruch als genehmigt an.

Vielen Dank für Deine aussführliche Antwort. Das hat mir sehr geholfen.

0
@Paulchen785

Wenn es Vorgaben gibt und der AG innerhalb dieser Frist dem Urlaubsantrag widersprechen muss und das nicht getan hat, hast Du m.E. die Urlaubsgenehmigung erhalten.

Wie lange arbeitest Du denn schon dort?

1
@Hexle2

Erst 3 Jahre. Ich dachte in der heutigen Zeit und bei all den befristeten Verträge wäre das schon lang.

0
@Paulchen785

Ich war wegen der "langjährigen" Betriebszugehörigkeit und der kurzen Kündigungsfrist irritiert.

Bei uns im Betrieb haben wir sehr viele langjährige Mitarbeiter. Die sind dann schon 15, 20, 25, 30 oder gar 40 Jahre im Betrieb.

Da haben wir wohl verschiedene Ansichten, was "langjährig" betrifft ;-))

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du bald wieder einen Job hast.

3

NOCH ist gar nichts genehmigt... Von letzter Woche an ist das ein wenig kurz.

Bist du sicher, dass die Kündigungsfrist ausreichend lang war? Die Sperre vom Arbeitsamt hast du hoffentlich mit eingeplant...

Welche Sperre? Ihm wurde gekündigt!

2
@ErsterSchnee

Das ist ja mal eine "erschöpfende" Erklärung.

Eine Sperre käme allenfalls in Frage bei einer verhaltensbedingten Kündigung.

0
@Familiengerd

Und bei einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit durch Verzicht auf die Kündigungsschutzklage. Wundert mich, dass du das nicht weißt...

0
@ErsterSchnee

Erstens wissen wir nicht, ob das Kündigungsschutzgesetz wegen der Betriebsgröße überhaupt anwendbar ist (scheint aber wahrscheinlich).

Zweitens kennen wir nicht den konkreten Kündigungsgrund.

Drittens zieht der Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage - sofern sie überhaupt möglich ist oder "Sinn macht" - nicht automatisch eine Sperre nach sich; es kommt auch hier auf die konkreten Umstände/Hintergründe an!

1

Anspruch auf Sonderzahlung nach eigenständiger Kündigung?!?

Hallo Ihr Lieben,

bräuchte dringend Hilfe bzw. einen Rat wie ich weiter vorgehen kann.

Hier die Kurzform. Ich habe bei meinem jetzigen AG gekündigt (Arbeite bei einer Bank - Vergütung nach TVÖD). Laut Vertrag hatte ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Quartalsende (die Kündigung wurde auf 30.06.12 bestätigt!) Grund der Kündigung: Ich möchte mich weiterbilden mittels Studium was mein jetztiger AG nicht unterstützt. Studium beginnt am 1. Oktober, ich hätte also auf 30.09. noch kündigen können, da ich aber noch den Wohnort usw. wechseln muss, musste ich mich für die frühere Lösung entscheiden.

So nun zu meinem Problem. Alle Angestellten erhalten im Dezember eine Sonderzahlung (Weihnachtsgeld). Nachdem ich nun meinen AG gefragt habe ob ich diese Sonderzahlung anteilig (Jan.-Jun. 6 Monate Betriebszugehörigkeit) erhalten würde, wurde mir dies verneint ohne Grund. "Dies würde man nicht machen" war die Antwort meines Sachbearbeiters im Personalbüro.

Ist dies Rechtens? Kann man mir die Zahlung wirklich komplett verweigern? Zumal ich ja schon Einschränkungen mit der Kündigung zum Quartalsende hatte. Ich weiß nicht wie ich weiter vorgehen könnte :////

Vielen Dank für euren Rat!

...zur Frage

Wie ist die Betriebszugehörigkeit beim Wechsel zum Tochteruntehmen?

Hi,

ich habe eine Ausbildung in der Holding AG des Unternehmens in 2 Jahren absolviert und wurde anschließend in die Tochter AG eingestellt und arbeite nun seit 3 Jahren dort. Nun möchte ich kündigen. Meine Frage ist allerdings wie sich genau meine Betriebszugehörtigkeit zusammensetzt, bzgl. der Kündigungsfrist.

Werden die 2 Jahre von der Holding AG mit übernommen was die Betriebszugehörigkeit angeht oder zählen nur die der Tochter AG? Im Vertrag ist dazu nichts beschrieben. Somit hätte ich 5 Jahre (2 Holding + 3 Tochter) und eine längere Kündigungsfrist, als wenn ich nur die Betriebszugehörigkeit der Tochter AG betrachte.

Der Ausbildungsvertrag bestand zwischen der Holding AG und mir, der Anstellungsvertrag zwischen der Tochter AG und mir, also jeweils zwei eigenständige Firmen laut Vertrag.

Dankeschön

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?