urlaubsanspruch in bezug auf krankengeld und kündigung daraus folgend ...

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7 Antworten

Der Urlaubsanspruch ist grundsätzlich auf das Kalenderjahr bzw.den Übertragungszeitraum (31.3. des Folgejahres) befristet und geht durch Zeitablauf unter.

Der Urlaubsanspruch erlischt ausnahmsweise dann nicht,wenn der Arbeitnehmer den Urlaub wegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit gar nicht nehmen konnte.

Der Abgeltungsanspruch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzt die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nicht voraus.(LAG Hamm 29.04.2009- Sa 1594/08)

Vorab möchte ich Dir sagen, dass du in diesem und auch in anderen Foren keine gesicherten Auskünfte bekommen wirst. Eine Rechtsberatung ist das hier nicht.

Dein Urlaub verfällt während der Krankheit nicht. Das geht aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshof hervor.

Zum Urlaub von 2011 kann ich nix sagen, da ich den Zeitpunkt Deiner Erkrankung nicht weiß. Er könnte verfallen sein. Allerdings gibt das Bundesurlaubsgesetz keine halben Tage her.

Der Urlaub aus 2012 bleibt Dir voll erhalten und muß, wenn du ihn nicht nehmen kannst ausgezahlt werden. Ebenso der Urlaub aus 2013 und ev der aus 2011.


Ob Du bei der Agentur Erfolg haben wirst bezweifle ich. Noch hast du einen Arbeitsvertrag. Aber das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Der Urlaub von 2011 ist schon verfallen, Ende März 2012. Wenn du über Ende März 2013 hinaus arbeitsunfähig bist verfällt auch der von 2012.

verfällt auch der von 2012

Da hab ich aber starke Zweifel!

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Urlaub, der wegen Krankheit nicht genommen werden kann, verfaellt grundsaetzlich nicht. Ueber wieviel Jahre so ein wegen Krankheit nicht realisierter Urlaubsanspruch aber angesammelt werden kann, ist imo noch voellig offen. Entsprechende Rechtsprechung ist mir jedenfalls nicht bekannt (habe ich da vielleicht was verpasst?).

Die Tendenz scheint aber dahin zu gehen, dass es da keine Grenze zu geben scheint und der Anspruch auf einen wegen Krankheit nicht angetretenen Urlaub bis zum Ende der Arbeitsunfaehigkeit oder bis zur Beendigung des Arbeitsverhaeltnisses bestehen bleibt, auch wenn es sich um mehrere Jahre handelt. Mangels gesicherter Rechtsprechung zu dieser Frage (wie gesagt, mir ist zumindest keine bekannt) muesste man zur Sicherheit wohl erst einmal abwarten, bis so etwas mal vors Bundesarbeitsgericht kommt und wie dieses dann entscheiden wird.

Das Verfallen des Urlaubsanspruches regelt jede Firma anders (bei uns ist Resturlaub bis zum 31.12 des Folgejahres gültig, bei meiner Frau z.B. nur bis zum 31.03.). Hier wirst Du also nicht darum herumkommen, Deinen AG darauf anzusprechen. Rein rethorisch: wenn der AG Dir ohnehin während Deiner Krankschreibung kündigen wird, dann existiert ja noch eine Kündigungsfrist. Sofern das Ende der Kündigungsfrist auch noch innerhalb Deiner Krankschreibung fällt, erlischt ohnehin Dein gesamter Urlaubsanspruch, da Du den ja nicht zum nächsten AG mitnehmen kannst, sondern dort neu berechnet wird. Von daher denke ich, dass Deine Sorgen um den verfallenden Urlaub unbegründet ist. Zu Deiner zweiten Frage: Warum solltest Du nicht schon zum Arbeitsamt gehen? Solange Du Dich arbeitsfähig fühlst und Deine Krankheit ev. unmittelbar mit Deiner jetzigen Tätigkeit in Zusammenhang steht (so hört es sich für mich an), spricht doch nichts dagegen. Du sollst Dich ja auch nicht arbeitslos melden, sondern Dich eher beim Jobcenter o.ä. über freie Stellen am Arbeitsmarkt informieren. Deine Krankheit, bzw. die Dauer Deiner jetzigen Arbeitsunfähigkeit würde ich komplett verschweigen, solange Du Dich nicht offiziell arbeitslos melden musst. Es ist nie verboten, sich beruflich neu zu orientieren und schon einmal umzuschauen, während man noch in einem Beschäftigungsverhältnis steht. Alles andere würde ich dann erstmal auf mich zukommen lassen und regeln, wenn es so weit ist. Wie gesagt, um Urlaub würde ich mir keine Sorgen machen und einen neuen Job kannst Du Dir auch suchen, wenn Du noch nicht gekündigt bist. Solltest Du neue Arbeit gefunden haben, steht auch Dir das Recht der Kündigung zu oder, was der Arbeitgeber vielleicht nicht vorziehen würde, aber aufgrund der Lage bestimmt einverstanden wäre - ein Aufhebungsvertrag. Ich hoffe, ich konnte helfen und wünsche 1. Gute Besserung und 2. Alles Gute und viel Glück :-)

Das Verfallen des Urlaubsanspruches regelt jede Firma anders

Das mag schon sein. Aber es gibt eine rechliche Grundlage dazu, das Bundesurlaubsgesetz und entsprechende Gerichtsurteile.

Und daran haben sich die Betriebe zu halten oder ein Richter muß es den Betrieben nach entsprechender Klage sagen.

Die/Der Fragesteller wird um einen Anwaltsbesuch vermutlich nicht herumkommen. Eben weil es Ihr Chef auch auf seine Weise regeln will.

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  • die tage aus 2011 werden wohl verfallen sein, Urlaub 2012 steht dir voll und ganz zu evtl. auszahlen lassen (da kann man das auch mit 2011 ansprechen zwecks auszahlerei)
  • den Chef wegen einer beabsichtigten Kündigung fragen, aber wenn du schon das ganze Jahr krank bist beziehst du auch krankengeld. Es gibt immer noch eine gesetzliche Kündigungsfrist. Schau da mal in deinen Vertrag. Arbeitsgesetzbuch ist auch von Vorteil.

Rechtsberatungen erteilt ein Rechtsanwalt oder Jura-Foren nach Bezahlung.. sorry, wenn Du das nicht lesen willst.

oh, ich wußte gar nicht, dass das hier schon eine rechtsberatung darstellt!? danke trotzdem für die antwort, kein problem! nur dann brauche ich hier ja keine weiteren fragen stellen! ist es nicht so, dass man sich hier einen ersteindruck einholt und dann ggf. zum anwalt läuft, wenns gar nicht anders geht...

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