Urlaubsanspruch bei Teilzeitaushilfen in der Gastro?

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6 Antworten

Das Arbeitsrecht gilt für alle AN, egal ob Vollzei-, Teilzeit- oder Minijob.

Selbstverständlich hast Du Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Das steht im § 1 Bundesurlaubsgesetz.

Im § 3 BUrlG steht dass jeder AN einen Mindesturlaub von 24 Tagen hat. Das bezieht sich auf eine 6-Tage-Woche. Bei weniger Arbeitstagen wird entsprechend umgerechnet. Der Mindesturlaub beträgt für jeden AN vier Wochen.

Wenn Du z.B. an vier Tagen/Woche arbeitest, beträgt Dein Mindesturlaubsanspruch 16 Urlaubstage. Wenn im Betrieb mehr als der Mindesturlaub gewährt wird, steht Dir dieser Mehrurlaub auch zu.

Selbstverständlich musst Du Deinen AG auf den Urlaub ansprechen. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, Dir bezahlten Urlaub zu geben.

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Von der Vollzeitbeschäftigung unterscheidet sich Teilzeitarbeit nur durch die Dauer der Arbeitszeit.

Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer dürfen wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.( § 4 Abs.:1 TzBfG)

Zu dem Benachteiligungsverbot steht im § 5 TzBfG folgendes:

"Der Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer nicht wegen der Inanspruchnahme von Rechten nach diesem Gesetz benachteiligen."

Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr lt. dem Bundesurlaubsgesetz(§ 1) Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.( Gesetzlich 24 Wochentage)

Wochentage sind alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.

Ist der Urlaubsanspruch für Vollbeschäftigte höher als der gesetzliche, so ist auch der höhere Anspruch als Grundlage für die Berechnung des anteiligen Urlaubs für die Teilzeitkraft zu berücksichtigen.

Wenn du an allen Arbeitstagen der Woche arbeitest, bekommst du die gleiche Anzahl von Urlaubstagen, wie eine Vollzeitkraft. Arbeitest du nicht an allen Arbeitstagen der Woche, so muss der Urlaubsanspruch einer Vollzeitkraft in der gleichen Weise auf die tatsächlich gearbeiteten Arbeitstage umgerechnet werden.

Es gilt das Lohnausfallprinzip, das heißt, dass du während des Urlaubs weiterhin Lohn erhältst, als wenn du normal gearbeitet hättest.

Stell einfach einen Urlaubsantrag, und warte ab, wie der Arbeitgeber reagiert. Sonst ist ein vertrauliche Gespräch mit ihm evtl. hilfreich.


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Du bist nicht selbstständig, sondern Weisungsgebundener Arbeitnehmer (§106 GewO). Somit fällst du nach §§1, 2 BUrlG in den Geltungsbereich des Bundesurlaubsgesetztes und hast Anspruch auf Bezahlten erholungsurlaub. Die höhe des Urlaubsanspruchs richtet sich nach der Zahl der Werktage, an denen du Arbeitest (nicht nach der höhe der Teilzeit). Also bei 6 Werktagen (§3 BUrlG) hast du 24 Tage Urlaubsanspruch. Die Urlaubsanspruch verringert sich, wenn nicht an allen Werktagen gearbeitet wird.

Du sollstest dich, wenn vorhanden, an den Betriebsrat wenden

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Wegen Deines Urlaubs wurdest Du ja inzwischen gut beraten. Ich hab nur noch eine Frage an Dich: Wie ist es denn, wenn Du krankgeschrieben bist? Bekommst Du da Dein Geld? Das steht Dir nämlich genauso zu, wie jeder anderen Arbeitskraft auch.

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Du bist keine Aushilfe, denn Du bist festangestellt. Sozialversicherungspflichtig nennt man das. Aushilfen werden in der Regel Minijobber genannt, die bis 450 € verdienen können.

Einen Anspruch auf bezahlten Urlaub hat JEDER Arbeitnehmer. Ich gehe davon aus, dass Du eine 6 Tage Woche hast? Dann stehen Dir laut Gesetz 24 Urlaubstage, sprich 4 Wochen Urlaub zu.

Ich an Deiner Stelle würde einfach Urlaub beantragen. Da gibt es gar nichts zu besprechen, das ist total normal. Sollte er nicht genehmigt werden, dann musst Du das Gespräch suchen. Sollte er nicht bezahlt werden, ebenso.

Noch ein Tip von mir: Wenn Du tatsächlich so viele Stunden arbeitest, dann solltest Du auch einen Vollzeit-Arbeitsvertrag haben. Bei einigen Dingen werden Überstunden zu Deinem Nachteil nicht  mitgerechnet. 

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