Urlaubsanspruch bei Kündigung während schwerwiegender Krankheit?

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5 Antworten

Der Urlaubsanspruch wird durch eine Krankheit / Krankschreibung nicht beeinflusst. Entweder du bekommst den Urlaub, wenn du wieder die Arbeit aufgenommen hast, oder einen geldwerten Ausgleich mit der letzten Lohnzahlung.

BEISPIEL: 

Der Ar­beit­neh­mer ist das gan­ze Jahr 2010 über ar­beits­unfähig er­krankt, erhält seit An­fang Fe­bru­ar 2010 Kran­ken­geld und kann kei­nen Ur­laub neh­men. Zum 31.07.2011 wird das Ar­beits­verhält­nis be­en­det, der Ar­beit­neh­mer ist im­mer noch krank. In­fol­ge des Schultz-Hoff-Ur­teils kann der Ar­beit­neh­mer trotz sei­ner fort­be­ste­hen­den Krank­heit zum Zeit­punkt des Verlassens der Firma Ur­laubs­ab­gel­tung für vol­le zwei Jah­re ver­lan­gen, d.h. im­mer­hin für acht Wo­chen Min­des­t­ur­laub nach dem BUrlG. Denn der Ur­laub für 2010 ist nicht zum 31.03.2011 ver­fal­len, und für den An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung spielt es auch kei­ne Rol­le, dass der Ar­beit­neh­mer am 31.07.2011 krank war und den Ur­laub da­her in Na­tur nicht hätte neh­men können.

Wie ist das Schultz-Hoff-Ur­teil be­gründet?

Der EuGH hat die bis­he­ri­ge, al­te Recht­spre­chung zum The­ma Ur­laub und Krank­heit mit dem Schultz-Hoff-Ur­teil ge­kippt (Ur­teil vom 20.01.2009, C-350/06), weil sie eu­ro­pa­rechts­wid­rig ist. Der Grund dafür liegt dar­in, dass Art.7 der Richt­li­nie 2003/88/EG über be­stimm­te As­pek­te der Ar­beits­zeit­ge­stal­tung (Richt­li­nie 2003/88/EG) für al­le Ar­beit­neh­mer ei­nen vierwöchi­gen Min­des­t­ur­laubs­an­spruch vor­sieht.

Die­ser eu­ro­pa­recht­lich vor­ge­se­he­ne Min­des­t­ur­laubs­an­spruch würde, so der EuGH, nicht re­spek­tiert bzw. kon­se­quent um­ge­setzt, wenn dau­ernd er­krank­te Ar­beit­neh­mer nach na­tio­na­len Rechts­vor­schrif­ten ih­ren Ur­laubs­an­spruch ver­lie­ren würden.

http://www.hensche.de/Urlaub_Krankheit_Arbeitsrecht_Urlaub_Krankheit.html#tocitem3

Guten Tag,

selbstverständlich muss er den Urlaub abgelten und zwar 12 Tage denn die 11,5 Tage werden gerundet.

Der Urlaub verfällt erst 15 Monate nach Ende des Zeitraums,d.h immer am 31.3. des übernächsten Jahres.

Sie bekommen also selbstverständlich den Urlaub für 2015 und 2016.

In welcher Höhe hängt davon ab, ob Mindesturlaub und darüber hinaus gehend Urlaub im Arbeitsvertrag separat geregelt sind.

Ist das der Fall, bekommen Sie evtl nur den Mindesturlaub.

Bitte beeilen Sie sich mit der Geltendmachung, denn in vielen Arbeitsverträgen sind Ausschlussfristen von wenigen Monaten. Die dürfen Sie nicht versäumen

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

KaterKarlo2016

Herzlichen Dank für Ihre Antwort... Also kann ich die 12 Tage vom Jahresurlaubsanspruch 2016, laut Frist im Arbeitsvertrag noch geltend machen?

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ja das muss er.

Wärst du letzten Jahre krank gewesen und würdest dieses Jahr aus der Firma austreten müsste er dir rückwirkend den Urlaub von 1.5 Jahren aus bezahlen....

Du hast Urlaubsanspruch bis zum letzten Tag an dem du offiziell in dieser Firma angestellt bist.

Alles Gute

Dir steht der gesetzliche jahresurlaub zu, hab das erst mit einem Anwalt besprochen allso 20 Tg!

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