Urlaubsanspruch bei Eigenkündigung

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

''Kollegen meinten, da wir uns bereits im 2. Quartal befinden, hätte ich Anspruch auf den vollen Jahresurlaub''

  • Wir befinden uns sogar schon im 3. Quartal bzw. in der 2. Jahreshälfte und die Kolleginnen haben recht. Das ergibt sich aus den Regelungen der §§ 3, 4 und 5 im Bundesurlaubsgesetz. Zumindest was den gesetzlichen Mindesturlaub betrifft. Was darüber hinausgeht, kann vertraglich anders geregelt sein (= Zwölftelung).

Klar 3. Quartal, meinte auch 2.Halbjahr ;o) Danke für die Info.Dann werd ich mal in unserer Personabteilung fragen, wieviel Resturlaub ich noch hab.

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Die Antwort von Bitmap ist absolut korrekt.

http://www.gutefrage.net/tipp/urlaubsanspruch-beim-ausscheiden-im-2-halbjahr

Peter Kleinsorge

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@Kleinsorge

Nein, im Grunde stimmt es eben nicht, weil ja die INDIVIDUELLE REGELUNG die Fragestellerin BESSER STELLT(wie durch den Link ersichtlich) - von daher greift dann automatisch die 1/12 Regelung, richtig? Weiterhin geht doch das BUrlG von 6 Tage Woche aus was sogar nur 20 tatsächlichen Urlaubstagen entspricht, oder irre ich mich diesbezüglich etwa...

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@Novasilver

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer der im 2. Halbjahr ausscheidet zumindest Anspruch auf den vollen gesetzlichen Urlaub.

Das hat bitmap auch so beschrieben: "Zumindest was den gesetzlichen Mindesturlaub betrifft."

Stellt die Zwölftelung den Arbeitnehmer besser, so wird diese angewandt (Günstigkeitsprinzip), aber auch das hat bitmap so geschrieben: "Zumindest was den gesetzlichen Mindesturlaub betrifft. Was darüber hinausgeht..."

Das Mindesturlaubsgesetz geht selbstverständlich von einer 6 Tagewoche aus, nicht umsonst heisst es 24 Werktage. Bei einer 5 Tagewoche reduziert sich der Urlaubsanspruch auf 20 Arbeitstage. In Summe sind dies aber immer 4 Wochen, da nur die Tage an denen man regelmäßig arbeitet mit Urlaub abgedeckt werden müssen.

Die Kollegen haben nur insofern recht, als dies nur den gesetzlichen Urlaub betrifft. Dies hat bitmap vielleicht nicht klar genug herausgestellt, bitmap hat dies aber gleich im nächsten Satz präzisiert (eingeschränkt): "Zumindest was den gesetzlichen Mindesturlaub betrifft."

Fazit:

Man kann nun für die Frage folgende Aussage treffen: Es greift die Zwölftelungsregelung, weil die Fragestellerin besser gestellt wird.

Die Fragestellerin hat 25 Urlaubstage zur Verfügung. Ob es sich dabei um Arbeits- oder Werktage handelt kann mit den gegebenen Informationen nicht beantwortet werden.

Peter Kleinsorge

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@Kleinsorge

@ P.Kleinsorge: Da spricht ein EXPERTE! Vielen Dank, ich war jetzt selbst schon ein wenig "verunsichert". Gute Antwort - damit wird es jetzt klar! DH!

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@Novasilver

Wow, Danke schön Peter Kleinsorge, das werd ich mal meinen Kollegen vorlegen. Kann ja leider kein DH geben, gilt aber trotzdem.LG Marion

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Du kannst nur noch Urlaub für die anteiligen zehn Monate nehmen. Hättest Du Deinen Urlaub schon hinter Dir, hätte Dein Chef allerdings keinen Rückforderungsanspruch gegen Dich, gerade weil wir schon im zweiten Halbjahr sind. (Er hätte Dir ja nicht so viel gewähren müssen.)

Danke schön.

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Genau so ist es. Du hast in der Regel Anspruch auf 10/12 deines Jahresgesamturlaubs(abzüglich der von dir bereits genommenen Tage = Resturlaubsanspruch!). Urlaubstage und Überstünden müssen bis zu deinem Ausscheiden abgebaut sein - bis auf wenige Ausnahme darf der Resturlaub auch nicht ausbezahlt werden!

Deine Kollegen glänzen leider mit gefährlichem Halbwissen...

''Deine Kollegen glänzen leider mit gefährlichem Halbwissen''

  • Nein, das tun sie nicht. Der volle Urlaubsanspruch ergibt sich in dem Fall aus den §§ 3, 4 und 5 des BUrlG.
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@bitmap

Zunächst einmal gelten hier SOWIESO Tarifregelungen bzw. die Individuellen Arbeitsverträge - da diese den AN hier NICHT gegenüber dem BUrlG benachteiligen. Es steht NIRGENDWO, im Bundesurlaubsgesetz, das IHM der volle Jahresurlaub im 2.ten HALBJAHR zusteht, sondern lediglich das nach DER WARTEZEIT bereits der Urlaub zu 1/12 zu gewähren ist. Du liegst also leider FALSCH!

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@Novasilver

''sondern lediglich das nach DER WARTEZEIT bereits der Urlaub zu 1/12 zu gewähren ist''

  • Na da möchte ich jetzt aber mal wissen, wo das steht.

''Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.''

http://www.buzer.de/gesetz/3512/a49770.htm

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@bitmap

Das gilt aber nur WENN das BurlG überhaupt für den MINDESTURLAUB(also keine "bessere" Individualregelung durch Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag) besteht...deswegen auch "Halbwissen der Kollegen"... :-)

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@Novasilver

$ 5 BUrlG: (1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer ... c)wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

"... in der ERSTEN HAELFTE eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhaeltnis ausscheidet"!!! Hier scheidet er aber in der 2. Jahreshaelfte aus. Also nix mit Zwoelftelung (ausser die ist arbeitsvertraglich fuer den den gesetzlichen Mindestanspruch ueberschreitenden Urlaubsanteil ausdruecklich vereinbart). Dies bedeutet, es besteht im vorliegenden Fall mindestens ein Anspruch auf 24 Werktage plus 10/12 des diese 24 Werktage ueberschreitenden Anspruchs, wahrscheinlich aber auf den gesamten vertraglich vereinbarten Jahresurlaub von 30 Tagen (ob Werk- oder Arbeitstage gemeint sind ergibt sich aus dem Vertrag und ist uns nicht bekannt).

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@DerCAM

Du kannst nur eine wirksame Regelung haben. In diesem Fall hat Peter Kleinsorge das weiter oben bereits richtig gestellt...

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Danke schön.

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Urlaubsanspruch und Überstunden bei Kündigung in der Probezeit

Hallo, ich habe folgende Frage. Ich habe am 01.11.2014 bei meinem jetzigen Arbeitgeber begonnen mit der Tätigkeit, habe 6 Monate Kündigungsfrist (Ende 30.04.2015) und 30 Tage Urlaub im Jahr, noch Resturlaub 3 Tage vom Vorjahr und 14 Überstunden (bei 5h Arbeit am Tag also 2 volle Arbeitstage und 4h Rest). Ich bin zur Zeit wegen Stress, Burn Out (Mobbing am Arbeitsplatz) krank geschrieben und möchte an diesen Arbeitsplatz nicht mehr zurück. Nun meine Frage, ich habe 14 Tage Kündigungsfrist in der Probezeit, steht so im Arbeitsvertrag und möchte auch meinen Anspruch auf Urlaub nehmen und nicht auszahlen lassen. Ich habe 2,5 Tage pro Monat Urlaubsanspruch, was ja bis April oder sogar Mai gilt (da die Kündigungsfrist in den Mai reingeht) gilt, somit wären es für 2015 insgesamt 10 Tage bzw. 12,5 + die 3 Tage Restanspruch und 2 bzw. 3 Tage Überstunden, somit 15 bzw. 18 Tage Anspruch. Kann mir der Arbeitgeber den Anspruch verweigern und auf Auszahlung bestehen oder soll ich meinen Kündigungstermin so ausrechnen, dass die 15 bzw. 18 Tage mit einberechnet sind. In der Probezeit kann ich ja taggenau kündigen, wenn ich es richtig im Internet gelesen habe. Meine Krankschrift dauert noch bis 22.04.2015. Ab dem 23.04.2015 würden dann die Kündigungsfrist beginnen und ich die 15 Tage bzw. 18 Resturlaub/Überstunden einplanen, zu wann müsste ich dann kündigen, zählen bei der Berechnung der Tage die Feiertage mit rein ? Und hätte ich für Mai dann theoretisch auch noch Urlaubsanspruch von 2,5 Tagen oder nicht ??? Dann würde sich der Kündigungzeitpunkt nochmal nach hinten verschieben. Alles Fragen wo ich mir nicht sicher bin. Vielleicht habe ich es so formuliert, dass mir Jemand eine Antwort geben kann, danke.

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danke danke danke :)

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