Urlaub nur teilwesie genehmigt?

12 Antworten

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Grundsätzlich:

Der Arbeitgeber ist beim Urlaubsanspruch der Schuldner des Arbeitnehmers.

Der Arbeitnehmer bestimmt, wann und wie lange er Urlaub nimmt, und der Arbeitgeber hat dem zu entsprechen, solange nicht dringende betriebliche Gründe und Urlaubswünsche sozial bevorrechtigte Arbeitnehmer einer Genehmigung entgegen stehen (Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 1).

Der Arbeitgeber hat bezüglich des Urlaubs kein Direktionsrecht, wie es ihm sonst nach der Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers" zusteht.

Hier wäre also zu fragen:

>> Gibt es konkrete betriebliche Gründe, die eine Verweigerung des Urlaubs, so wie ihr ihn wünscht rechtfertigen würden?

Würde ein Urlaub an dem besagten Brückentag den Betrieb tatsächlich so beeinträchtigen, dass dem Arbeitgeber eine Urlaubsversagung erlaubt wäre?

Alleine Personalmangel" oder "betriebliche Beeinträchtigungen" rechtfertigen eine Verweigerung nicht: sie müssten für den Arbeitgeber schon unzumutbar sein. Es liegt in der Natur der Sache (so ist es auch höchstrichterlich festgestellt), dass es urlaubsbedingt immer Personaleinschränkungen und betriebliche Beeinträchtigungen gibt.

>> Haben die beiden genannten anderen Arbeitnehmer (Geselle und Azubi), die dann Urlaub nehmen wollen, ein Vorrecht euch als Familie gegenüber? Der Urlaub des Azubi dürfte als Begründung ohnehin nicht angeführt werden, weil es für die betrieblichen Abläufe eigentlich keine Rolle spielen darf, ob er (als Azubi) Urlaub hat oder nicht.

Ich halte die Urlaubsverweigerung (mit den Begründungen, wie Du sie genannt hast) nur für diesen einen Tag, der dazu auch noch "nur" ein Brückentag ist - bei ansonsten erteilter Genehmigung - und mit der angeführten Begründung für absolut fadenscheinig und völlig unangemessen!

Rechtlich halte ich die Urlaubsverweigerung - das ist sie in der Konsequenz, auch wenn sie nur den einen Tag betrifft - für nicht haltbar. Es ist nur die Frage (ganz abgesehen von der Vorhaltung, Urlaub erst zu buchen, wenn er genehmigt wurde), wie ihr damit umgehen wollt.

Ihr könntest mit einer Klage - oder, wenn die Zeit dafür nicht reicht, wegen Eilbedürfnisses mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung - die Urlaubsgenehmigung erzwingen (wenn sich das Gericht der Argumentation anschließen sollte), aber wohl mit den entsprechenden Konsequenzen, was das Verhältnis zum Arbeitgeber und das Arbeitsverhältnis selbst betrifft - "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge ...

Nach meinem Dafürhalten hilft eigentlich nur ein "eindringliches" Gespräch mit dem Arbeitgeber, um ihn davon zu überzeugen, dass dieser eine Brückentag doch nicht im Ernst Grund sein kann, dass der ansonsten genehmigte Urlaub nicht genommen werden kann!

Wow danke :) Beste Antwort. Danke das sie sich so viel Zeit genommen haben. Ihre Argumentation hat Hand und Fuß und so werden wir wohl auch nochmal beim "Cheffe" das Gespräch suchen.

Vielen vielen Dank.

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@Jeannyleinchen

Danke das sie sich so viel Zeit genommen haben.

Dafür "treibe" ich mich in diesem Arbeitsrechtforum herum! ;-)

Hoffentlich ist der Chef verständig - viel Glück und Erfolg!

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Die.antwort gibt bicht die Realität wieder. Als AG wuerde nich diese Begründung absolut unbeeindruckt lassen..

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Die Alternative Antwort waere : dann geh doch

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Viel Erfolg

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@Doktorfruehling

Sag, was Du willst - aber wer fragt schon danach?

Dass Du in diesem Forum so argumentierst, dass man den Eindruck bekommen muss, Arbeitnehmerrechte seien Dir ein Gräuel, ist mir ja inzwischen aus anderen Diskussionen bekannt!

dann geh doch

Das ist der "Notanker" für diejenigen, die ansonsten ohne Argumente sind und denen überhaupt nichts mehr einfällt!

Die.antwort gibt bicht die Realität wieder.

Welche tut es denn? Etwa ausgerechnet Dein geistloses "dann geh doch"?

Als AG wuerde nich diese Begründung absolut unbeeindruckt lassen..

Das ist klar - weil Du nicht in der Lage bist, sie zu verstehen!

Eine Empfehlung:

Beruhige Dich erstmal, bevor Du - bebend vor Unverständnis - besinnungslos in die Tasten hast und Fehler produzierst, dass mein zweimal lesen muss, um zu verstehen, was Du meinst!

Und nicht neidisch werden wegen des Sternchens!! 😊 😜

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Deshalb erst Urlaub genehmigen lassen und dann Buchen.

Er hat ihn euch nicht gestrichen, sondern erst gar nicht genehmigt, das ist etwas anderes. Wenn er ihn euch genehmigt hätte, hätte er ihn im nachhinein nicht streichen dürfen(Planungssicherheit).

Allerdings habt Ihr einmal im Jahr einen Anspruch auf mind. 2 Wochen zusammenhängenden Urlaub, wenn also eure anderen Urlaubstage so verplant und Genehmigt sind, das immer nur ein paar Tage genommen werden könntet ihr mit diesem Argument punkten.

Ansonsten habt ihr wirklich Pech gehabt, Der AG hat das recht den Urlaub seiner AN so zu Genehmigen oder eben nicht, das der Betriebsablauf nicht darunter leidet.

Hallo und danke für deine Antwort. Nein der Urlaub war vorher leider nicht genehmigt. Allerdings brauch mein Mann Mitte des Jahres 2016 nicht mit einen Urlaubsantrag für einen Urlaub 2017 kommen. Das haben wir auch schon hinter uns. Er könne nicht so weit im Vorraus planen.

Allerdings sind alle anderen Tage, die er genehmigt hat keine 12 Tage am Stück. Diese 12 Tage am Stück Urlaub, zählen da NUR die Urlaubstage oder auch die Feiertage? Denn in dem "großen" Sommerurlaub, ist auch ein Feuertag vorhanden.

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@Jeannyleinchen

Warum redest du nicht einfach mal mit den anderen Urlaubsanwärtern vielleicht verzichtet einer?

Und es heißt 14 Tage am Stück,  dazu zählen auch Arbeitsfreie Tage wie Sonntag, daher geh ich davon aus, das auch ein Feiertag dazu zählt.

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Allerdings habt Ihr einmal im Jahr einen Anspruch auf mind. 2 Wochen zusammenhängenden Urlaub

Es besteht grundsätzlich der Anspruch, den gesamten Urlaub zusammenhängend zu nehmen (Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 2, 1. Halbsatz).

Nur dann, wenn der Urlaub aus dringenden (!!) betrieblichen oder aus persönlichen Gründen oder nicht zusammenhängend genommen werden kann, darf er aufgeteilt werden, wobei dann ein Teil mindestens 2 Wochen betragen muss (von der 2-Wochen-Regelung darf aber tarifvertraglich zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden). 

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@Familiengerd

Ergänzung:

Der AG hat das recht den Urlaub seiner AN so zu Genehmigen oder eben nicht, das der Betriebsablauf nicht darunter leidet.

Die Störung des Betriebsablaufs ist für sich alleine kein zur Urlaubsverweigerung berechtigender Grund (so wenig wie Personalmangel), denn (und das ist die Feststellung der höchsten Arbeitsgerichte) es gehört sozusagen zur "Natur der Sache", dass es durch Urlaub zu Störungen kommen oder kommen kann - sie dürfen nur nicht unzumutbar für den Arbeitgeber sein: erst dann wären sie als Versweigerungsgrund legitim!

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Rechtlich kannst du nichts dagegen machen, deshalb würde ich unter keinen Umständen vor Genehmigung des Arbeitgebers Urlaub verbindlich buchen. 

Aber man kann ja auch von Mensch zu Mensch versuchen mit dem Chef oder den anderen Kollegen die an diesen Tag ebenfalls Urlaub möchten reden.

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