Urlaub gestrichen wegen Krankheit

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Haben Sie einen Nachweis dass Ihr Chef den Urlaub genehmigt hat? In Ihrem Fall könnten dies Kollegen sein, die bezeugen können dass der Chef den Urlaub genehmigt hat.

Falls nein, bekommen Sie ein Problem nachweisen zu können dass Ihr Chef den Urlaub genehmigt hat, damit steht Aussage gegen Aussage und Sie haben leider keine Möglichkeit den Urlaub einzufordern / einzuklagen.

Falls Sie einen Nachweis haben:

Der Arbeitgeber kann einen bereits genehmigten Urlaub nicht einfach widerrufen. Dazu müsste der Arbeitgeber schon sehr gravierende Gründe anführen können, so dass dies in der Praxis kaum passieren wird.

Ich empfehle Ihnen folgendes Vorgehen:

Falls es einen Betriebsrat gibt sollte Sie diesen hinzuziehen.

1.Weisen Sie Ihren Chef darauf hin dass er einen einmal gewährten Urlaun nicht widerrufen kann. Versuchen Sie noch einmal auf dem Verhandlungswg eine tragfähige bzw. einvernehmliche Lösung zu erreichen. Weisen Sie Ihren Chef darauf hin dass Sie notfalls eine arbeitsgerichtliche Verfügung erwirken können. Das sollte eigentlich funktionieren, außer der Chef ist beratungsresistent.

2.Falls der Chef beim Widerruf bleibt können Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht hinzuziehen oder selbst beim Arbeitsgericht eine Verfügung erwirken, aufgrund derer Sie den Urlaub antreten dürfen. Achtung: Sie müssen so vorgehen da der Arbeitnehmer sich nicht selbst beurlauben darf, auch wenn der Arbeitgeber widerrechtlich handelt.

Hier eine Seite zum Thema.

http://www.hensche.de/RechtsanwaltArbeitsrechtHandbuch_Urlaub.html

Info, am Rande: Wird ein bereits angetretener Urlaub widerrufen, braucht der Arbeitnehmer nicht zu reagieren.

Peter Kleinsorge

Hallo, das ist ja alles Recht und Schön. Wenn ich mit arbeitsgrichtlichen Verfügungen drohe, ist doch schon mal klar, in welche Richtung das Ganze geht. Um hier eine Handlungsempfehlung zu geben, sollte man zumindest mal wissen, ob es sich beim AG um einen "großen Betrieb" oder um einen "kleinen" Arbeitgeber handelt. Recht haben ist m.E. das Eine, Recht bekommen, das andere und sein Recht auf biegen und brechen durchzusetzen noch mal was anderes; besonders in der heutigen Zeit. Man muss einfach abwägen, was wichtiger ist: der Job oder die Feier. Ich bin immer für einvernehmliche Vereinbarungen; und wenn der Betrieb zusammenbricht, weil Sie fehlen, ist der Job auch weg. BerlinerTyp

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@Berlinertyp

Es geht nicht darum sein Recht auf Biegen und Brechen durchzusetzen, es geht um eine objektive Beratung.

Um eine Entscheidung treffen zu können muss man erst einmal seine Möglichkeiten kennen. Dann kann man unter Abwägung aller Kriterien entscheiden ob und mit wieviel Nachdruck man für sein Recht kämpft.

Auch ein kleiner Betrieb ist keine rechtsfreie Zone.

Peter Kleinsorge

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@Berlinertyp

Der User hat eine Frage gestellt, Peter Kleinsorge hat die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten aufgezählt, die bestehen. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn man hier antwortet, kennt man immer nur die -oft recht dürftige- Schilderung des Fragestellers.

Was der Fragesteller letztendlich aus den Ratschlägen macht, bleibt ihm überlassen. Der nun mit Informationen versehene Fragesteller muss unter Einbeziehung der Situation vor Ort reagieren. Eine Antwort hier kann ihm nicht abnehmen, selbst zu denken und andere Komponenten in seine Überlegungen einzubeziehen.

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naja, eigentlich nicht. Wenn du 10 Tage Urlaub hast, aber nur 8 krankgeschrieben bist, hast du noch 2 Tage Urlaub. Die anderen 8 Tage werden wieder gutgeschrieben und die kannst du später nehmen. Aber ich verstehe nicht, wieso AN immer wieder sich auf mündliche Aussagen verlassen. Urlaub müsste IMMER schriftlich beantragt werden und SCHRIFTLICH genehmigt bzw. abgelehnt werden. Es gibt da auch Fristen udn so weiter. DU hast nichts schriftlich und dein chef kann behaupten, was er will. Du kannst nicht das Gegenteil beweisen. Wenn er will dass du arbeitest, solltest du das tun und demnächst deinen Urlaub SCHRIFTLICH einreichen.

Das einzige, was der AG Dir meines Wissens verbieten kann, ist der "nahtlose" Übergang von Krankheit in Urlaub. Bei allen anderen Versuchen seinerseits solltest Du dich an den Betriebsrat wenden.

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