Urlaub gebucht und dann erst genehmigt bekommen?

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3 Antworten

Meine Chefin und Ihr Stellvertreter haben mir Heute mitgeteilt das Ich den Samstag und den Sonntag keinen Urlaub haben könne Wegen Personalmangel.

Das berechtigt den Arbeitgeber nicht zum Widerruf einer einmal erteilten Urlaubsgenehmigung!

Theoretisch ist als berechtigender Grund nur eine Situation vorstellbar, dass der Betrieb durch den Urlaub in eine akute Existenzbedrohung geraten würde, die nur durch den Widerruf vermieden werden könnte. In der Rechtsprechung hat es bisher keinen Fall gegeben, in dem Arbeitgeber mit dem Widerruf Recht bekommen hätten.

Aber auch bei einem rechtswidrigen Widerruf der Urlaubsgenehmigung darfst Du nicht eigenmächtig den Urlaub trotzdem antreten, weil dann arbeitsrechtliche (je nach konkreter Gegebenheit Abmahnung, ordentliche oder fristlose Kündigung) Konsequenzen die Folge wären.

Wenn wegen der Kürze der Zeit eine Leistungsklage beim Arbeitsgericht nicht mehr möglich ist, kannst Du bei der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Arbeitgeber beantragen, mit der das Gericht den Arbeitgeber zur Urlaubsgenehmigung zwingt. Inwieweit ihm das "Freude" bereitet, ist eine ganz andere Frage, denn "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei völlig verschiedene Dinge ...

Und wer trägt dafür die Kosten?

Wenn Du Deinen Arbeitgeber als Schuldner Deines Urlaubsanspruchs nicht von der Rechtswidrigkeit seines Genehmigungswiderrufs überzeugen kannst, keine einstweilige Verfügung erwirken, sondern seinem Verlangen nachkommen und die gebuchte Reise stornieren willst, muss der Arbeitgeber alle Dir entstehenden Kosten ersetzen.

Entgegen der (falschen) Antwort von Novos kommt es dabei selbstverständlich nicht darauf an, ob Du Deine Reise bereits vor der Urlaubsgenehmigung gebucht hast oder erst danach (aber jedenfalls vor dem Widerruf).

Wenn Du die Buchung nach der Urlaubs-Genehmigung getätigt hast, muss der betrieb die Kosten für die Umbuchung aus betrieblichen Gründen bezahlen. Hast Du vor der Zusage des Urlaubs gebucht, ist es Deine Schuld, auch wenn geändert wurde.

Da mein Urlaub als genehmigt gilt, bin ich dazu verpflichget ihn umzuändern/zu stornieren

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@Zuckerstab

Ausschlaggebend ist der Termin der BUCHUNG (VOR der Urlaubsgenehmigung oder nach der Urlaubsgenehmigung) um von dem Betrieb die Kosten für Umbuchung oder Stornierung erstatten zu lassen.

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@Novos

Mir geht es gerade darum,ob ich dazu verpflichtet bin ihn zu ändern oder Zu stornieren. 

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@Novos

Das der Urlaub schon vor der Genehmigung gebucht war, war zwar ein Drahtseilakt aber hat nichts mit der jetzigen Situation zu tun. Wenn Dir dein Arbeitgeber nach Genehmigung den Urlaub wieder entzieht muss der Arbeitgeber die Stornierungskosten übernehmen.

ich hoffe Du hast den Urlaubsantrag schriftlich ! und unterschrieben.

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@ Novos:

Womit/wie willst Du das begründen, dass es bei einem genehmigten Urlaub auf den Zeitpunkt der Reisebuchung ankommt??

Im Übrigen darf der Arbeitgeber die Urlaubsgenehmigung nicht - auch nicht teilweise - widerrufen!!

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@Novos

@ Novos:

Ich sehe in dem Link nicht ansatzweise eine Bestätigung Deiner Aussage.

Mit meiner Nachfrage wollte ich auch nur ausdrücken, dass Deine Aussage nicht stimmt (für die der Link ja auch kein Beleg ist).

Es ist dem Kommentar von SibyllaW zuzustimmen: dass es für einen einmal genehmigten Urlaub wegen der Kostenerstattungpflicht des Arbeitgebers irrelevant ist, wann der Arbeitnehmer eine Reise gebucht hat, ob vor oder nach der Genehmigungserteilung.

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du tragst die Kosten

vielleicht kannst du ja mit Kollegen Samstag Sonntag tauschen

Tauschen geht nicht. Wie gesagt personalmangel 

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@ schreiberhans:

du tragst die Kosten

Das ist kaum anzunehmen - abgesehen davon, dass der Arbeitgeber die einmal erteilte Urlaubsgenehmigung nicht widerrufen darf!

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